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Sitz
Australien
Branche
Gold-Developer
Website
www.novaminerals.com.au

Ist die Haufenlaugung für das Estelle-Goldprojekt ein gangbarer Weg?

Während die Exploration des Estelle-Goldprojekts noch auf Hochtouren läuft, beschäftigt sich Nova Minerals im Hintergrund bereits intensiv mit der Frage, wie das im Boden gefundenen Gold gefördert und aufbereitet werden kann.

Die Optimierung des aktuellen Flussdiagramms für den Verarbeitungsprozess auf dem Estelle-Goldprojekt in Alaska stellt für Nova Minerals Limited (ASX: NVA, FSE: QM3) einen wesentlichen Ansatzpunkt dar, wenn es um die Frage geht, wie die ohnehin gegebene Wirtschaftlichkeit des Projekts nochmals weiter verbessert werden kann. Ein wichtiges Element innerhalb dieser Überlegungen stellt dabei die Option einer Haufenlaugung dar.

In den letzten vier Monaten hat METS Engineering im Auftrag von Nova Minerals eine detaillierte Prüfung des bestehenden Fließschemas durchgeführt, um insbesondere die Bereiche zu identifizieren, in denen Verbesserungen vorgenommen werden können. Das zentrale Ziel bei diesen Überlegungen ist, die anfänglichen Kapitalkosten zu senken, die Goldgewinnung zu erhöhen und so den Wert jeder Tonne Erz, die die Anlage durchläuft, zu maximieren.

Als Ergebnis dieser ersten Prüfung empfahl METS Engineering, die folgenden potentiellen Verbesserungen am aktuellen Flowsheet als Teil der derzeit laufenden PFS-Studien zu untersuchen: eine Haufenlaugung von minderwertigem Material und/oder ein klassisches Aufbereitungsverfahren für Erze mit niedrigen Goldgehalten.

Zwei attraktive Lösungswege stehen Nova Minerals zur Auswahl

Die klassischen Mühlenverfahren für die Goldgewinnung aus schwach vererztem Material wie beispielsweise dem Erz der Korbel-Lagerstätte, sind in der Branche bewährte und auch kosteneffiziente Verfahren. Sie werden von großen Unternehmen wie Newmont, Barrick Gold, Kinross Gold und Victoria Gold aber auch von zahlreichen anderen, kleineren Minen erfolgreich angewendet und stellen aktuell das Standardverfahren dar, wenn es um die Verarbeitung schwach vererzten Gesteins geht.

Eine Alternative zu diesen konventionellen Mühlenverfahren für die Goldgewinnung aus niedriggradigem Massenmaterial ist die Haufenlaugung. Sollte sie von Nova Minerals auf dem Estelle-Goldprojekt zur Anwendung gebracht werden, so wird diese Entscheidung im Nachhinein vermutlich als ein entscheidender Wendepunkt in der Entwicklungs- und Betriebsgeschichte des Projekts identifiziert werden, denn die Haufenlaugung ist hinsichtlich der Kapital- und Betriebskosten eine sehr günstige Methode des Goldbergbaus.

Die Haufenlaugung kann potentiell das Gold aus Hunderten von Millionen Tonnen minderwertigem Material gewinnen. Mir ihr kann auch das Ausschussmaterial aus den Erzsortierern, das in Nova Minerals derzeitigem Flussdiagramm nur als Abfall gilt, nochmals aufbereitet und damit zusätzliches Gold gewonnen werden. Die Anwendung dieser Methode hätte damit den Reiz, dass die Goldproduktion des Projekts nochmals erheblich gesteigert werden könnte.

Ein einfacher und kostengünstiger Aufarbeitungsprozess

Ehe die Haufenlaugung selbst beginnt, durchläuft das Erz einen Prozess zu ihrer optimalen Voraufbereitung. An seinem Ende wird das vorbereitete Material auf einen undurchlässigen Haufen in Schichten gestapelt. Dieser Haufen wird anschließend mit einem Mittel besprüht, welches das Gold aus dem Erz herauslöst. Dies geschieht auf chemischem Weg, indem das Lösungsmittel mit dem Gold reagiert und dieses dadurch in die Lösung mit aufnimmt.

Während die Lösung langsam durch den Haufen hindurchsickert, reichert sie sich von Schicht zu Schicht somit mit immer mehr Gold an. Am Ende des Versickerungsprozesses wird die Lösung am Boden gesammelt und einer Anlage zur Goldaufbereitung zugeführt. In dieser wird das Gold ausgefällt und die Lösung recycelt, sodass sie dem Prozess ein weiteres Mal durchlaufen kann.

Durch dieses Verfahren weist die Haufenlaugung eine Reihe von Vorteilen auf: Sie ermöglicht auch die Rückgewinnung von niedriggradigem Gold aus Erzen, die zuvor in den Abfall geworfen wurden, was eine potentiell höhere Goldproduktion nach sich zieht oder auf alten Minen dazu führt, dass die Abraumhalden plötzlich zu Ressourcen und Reserven werden.

Geringere Kapital- und Betriebskosten

Ein weiterer Vorteil sind die Kapitalkosten. Sie fallen in der Regel geringer aus, denn wenn eine Haufenlaugung als einziges Verfahren zum Einsatz kommt, kann auf eine klassische Mühle ganz verzichtet werden. Sieht der Produktionsprozess hingegen eine Kombination aus beiden Aufbereitungsformen vor, wird nur noch das höherwertige Erz in der konventionellen Anlage verarbeitet.

Diese kann dadurch wesentlich kleiner ausfallen, was die Kapitalkosten deutlich senkt. Die Aufarbeitung des Abfalls der konventionellen Verarbeitung wird anschließend zusammen mit den nur schwach mit Gold vererztem Gestein der Haufenlaugung zugeführt, um weiteres Gold zu gewinnen.

Die Haufenlaugung ist damit ein sehr einfaches Verfahren, das mit viel geringeren Anschaffungs- und Betriebskosten als bei herkömmlichen Aufbereitungsverfahren verbunden ist. Es werden nicht nur weniger Geräte benötigt und diese können nicht nur kleiner ausfallen, sondern auch die Energiekosten beim Betrieb der Anlage sind deutlich niedriger als bei einer klassischen Aufbereitung.

Höherer Cashflow, schnellere Amortisation

Als Konsequenz dieser Vorteile stehen ein höherer Cashflow und eine schnellere Amortisation der Investitionen zu Buche. Die Goldausbeute ist höher, was die Einnahmen steigert. Gleichzeitig müssen zur Finanzierung der Anlage niedrigere Kredite aufgenommen werden. Dadurch fallen geringere Zinszahlungen an und die Schulden können schneller zurückgezahlt werden.

Last but not least ist die Haufenlaugung ein Verfahren, das in allen Klimazonen der Erde zur Anwendung gebracht werden kann. Dieser Punkt ist gerade für Nova Minerals mit dem Produktionsstandort Alaska von nicht unerheblicher Bedeutung. In Alaska selbst arbeitet die Fort-Knox-Goldmine bereits mit einer Haufenlaugung, ebenso die Eagle-Mine in der benachbarten kanadischen Provinz Yukon.

Kann eine Haufenlaugung auch auf Estelle zum Einsatz kommen?

Dieser wichtigen Frage werden Nova Minerals und METS Engineering in den kommenden Monaten intensiv nachgehen. Die von METS bislang durchgeführten Tests haben ergeben, dass bei früheren Testreihen die verwendete Brechergröße zu grob war. Das Erz hätte stärker zerkleinert werden müssen, um eine optimale Goldausbeute zu erreichen.

Das ist für Nova Minerals eine sehr erfreuliche Nachricht, denn sie weist den Weg zu einer möglicherweise erfolgreichen Verwendung der Haufenlaugung auch auf dem Estelle-Projekt durch eine stärkere Zerkleinerung des Erzes.

Ende letzten Jahres wurden deshalb auf Korbel und der RPM-Zone Massenproben genommen, stärker zerkleinert und nach Perth verschifft. Hier soll nun die optimale Zerkleinerungsgröße für den Haufenlaugungsprozess ermittelt werden. Geprüft wird darüber hinaus auch der Einsatz anderer Reagenzien zur Laugung sowie verschiedene Haufenlaugungsoptionen und Agglomerationen.

Obwohl sich diese Tests derzeit noch in einem sehr frühen Stadium befinden, verdichten sich die Anzeichen, die auf ein positives Einsatzszenario auch auf dem Estelle-Goldprojekt hindeuten. Die exakten Ergebnisse der Testreihen werden in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Nova Minerals und die in das Unternehmen investierten Aktionäre haben damit allen Grund, dieser Zeit des Jahres mit einiger Vorfreude entgegenzusehen.

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