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Wer beseitigt Europas extrem schwache Rohstoffversorgung?

Eine der wichtigsten und gleichzeitig auch schmerzhaftesten Erfahrungen der Corona-Zeit ist, dass Lieferketten keine in Stein gemeißelte Sicherheit bieten, sondern sehr verletzlich sein können. Bricht die Lieferkette an einer zentralen Stelle zusammen, können wie das Beispiel der Halbleiter im vergangenen Jahr eindrucksvoll zeigte, gleich sehr viele Industriezweige und Produkte betroffen sein.

Besonders wichtig ist es deshalb gerade für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland, zu jeder Zeit über eine gesicherte und krisenfeste Versorgung mit den benötigten Rohstoffen zu verfügen. Bei vielen Rohstoffen, die gerade für die Spitzentechnologien wie die Robotik, die Batterietechnik und die Erneuerbaren Energien benötigt werden, ist das aktuell jedoch nicht der Fall.

Im Gegenteil: Es besteht oftmals eine sehr hohe Abhängigkeit von einzelnen Ländern, insbesondere von China, wie das Münchener Ifo Institut in einer im Auftrag der IHK für München und Oberbayern erstellten Studie schreibt. Die Ifo-Forscher sehen deshalb einen dringenden Handlungsbedarf insbesondere bei neuen Mineralien.

https://www.ifo.de/node/70265 

Dringender Handlungsbedarf bei neun kritischen Mineralien

„Dringender Handlungsbedarf für krisensichere Lieferketten besteht bei neun kritischen Mineralien, das sind Kobalt, Bor, Silizium, Graphit, Magnesium, Lithium, Niob, Seltene Erden und Titan. Hier sind mehr Bezugsquellen nötig, um die Lieferketten widerstandsfähiger zu machen“, fasste Lisandra Flach, Leiterin des Ifo Zentrums für Außenwirtschaft, das Ergebnis der durchaus alarmierenden Studie zusammen.

 Ein dringender Handlungsbedarf ist unter anderem auch deshalb gegeben, weil Störungen der Lieferketten in jedem Fall problematisch wären und neue alternative Quellen nur langfristig erschlossen werden können. Auch dies ist eine Konsequenz aus den Erfahrungen sowohl der Corona-Pandemie wie auch des Kriegs in der Ukraine.

 „Die sichere Rohstoffversorgung ist mit Blick auf das Gelingen der Energiewende und der Digitalisierung essenziell. Die Unternehmen müssen sich noch stärker als bislang um vielfältige und belastbare Lieferketten für kritische Rohstoffe kümmern“, ergänzte Manfred Gößl, der Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. Doch nicht nur die Unternehmen selbst sind gefordert. Gleiches gilt auch für die EU-Kommission und die Bundesregierung. 

Bei diesen Rohstoffen ist die Lage besonders kritisch

Für die Unternehmen ist die Situation herausfordernd, weil viele dieser Rohstoffe in autokratischen Ländern vorkommen und der direkte Bezug deshalb insbesondere für den Mittelstand mit großen geschäftlichen und rechtlichen Risiken verbunden ist. Hier richtet sich der Blick vor allem auf die Versorgung mit Kobalt, Graphit, Magnesium, Lithium, Niob, Seltene Erden und Titan. Aber auch die Versorgung mit Bor und Silizium ist als kritisch anzusehen.

 „Die geplanten Lieferkettengesetze auf nationaler und europäischer Ebene erhöhen den Beschaffungsaufwand weiter und könnten ohne geeignete Maßnahmen der Politik die Marktdominanz und Abhängigkeit von Rohstoffhändlern außerhalb Deutschlands und der EU sogar noch erhöhen. Eine immer größere Rolle muss auch das Recycling von Rohstoffen im industriellen Maßstab einnehmen, um bereits vorhandene Ressourcen besser zu nutzen“, fordert der Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern deshalb.

Ifo-Studienautorin Lisandra Flach betonte, dass bei sieben der neun besonders kritischen Rohstoffe die Volksrepublik China einer der größten Anbieter am Weltmarkt ist. Teilweise hat das Reich der Mitte dabei eine den Markt dominierende Position inne. Handlungsbedarf ist deshalb gegeben, denn bei der Mehrheit der in der Ifo-Studie untersuchten 23 kritischen Rohstoffe sind Maßnahmen nötig, um widerstandsfähigere Lieferketten aufzubauen. 

Europa muss als Einheit agieren und aktiv werden

Aus diesem Grund sollte eine schnelle Verstärkung der bereits bestehenden Handelsbeziehungen zu anderen Ländern, wie Thailand und Vietnam für die Seltenen Erden, aber auch Argentinien, Brasilien, USA und Australien für andere kritische Rohstoffe angestrebt werden.

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier regt deshalb an, dass die EU-Staaten ihre Strategien besser aufeinander abstimmen, eine vorteilhaftere Rohstoffverteilung innerhalb der Gemeinschaft organisieren und auch eine einheitliche Handelspolitik betreiben.

 „Viele EU-Mitglieder verfügen über Potenziale bei kritischen Rohstoffen. Hier muss die Erschließung und Verarbeitung von Rohstoffen innerhalb der EU verstärkt ausgebaut werden. Zusätzlich muss die EU rasch mit Handels- und Investitionsabkommen den Unternehmen dabei helfen, weltweit neue und nachhaltige Rohstoffquellen zu erschließen. Gerade die Abkommen mit Mercosur, aber auch Indonesien und Indien, sind hierfür relevant und sollten rasch abgeschlossen und ratifiziert werden.“ 

Alles eine Frage der Perspektive

Ob die kommunistischen Herrscher in Hanoi eine bessere Alternative darstellen als die kommunistische Führung in Peking, darüber lässt sich trefflich streiten. Nicht zu bestreiten ist allerdings, dass etwas geschehen muss. Ansonsten droht früher oder später ein böses Erwachen.

AXINO hat deshalb schon seit längerer Zeit ein wachsames Auge auf diese Problematik und einige Unternehmen identifiziert, die sich als Lösung in Zukunft in den Vordergrund drängen könnten bzw. von den Entwicklungen im Allgemeinen sehr stark profitieren werden.

Prospect Resources und AVZ Minerals sind hier im Lithiumbereich zu nennen. Ihre Projekte sind bereits so weit entwickelt, dass als nächster Schritt der Aufbau der Mineninfrastruktur in Angriff genommen werden kann. Askari Metals und Kalamazoo Resources sind mit ihren Liegenschaften noch nicht so weit. Hier stehen noch die klassischen Explorationsthemen wie das Niederbringen von Bohrungen und die Definition einer Lithium-Ressource im Vordergrund. 

Auch die Unternehmen, die noch in einem früheren Stadium sind, sollten besser nicht übersehen werden

First Graphene ist zwar kein Graphen-Produzent im klassischen Sinn, verfügt aber über mit PureGRAPH® über ein Premium-Graphenprodukt, das den Angeboten der Mitbewerber am Markt technisch deutlich überlegen ist. Auch hier macht es für die deutsche und die europäische Industrie viel Sinn, sich dieses Spitzenprodukt zu sichern und nicht ein qualitativ schlechteres.

Last but not least verfolgen wir bei AXINO auch die Entwicklung von American Rare Earths mit gespannter Aufmerksamkeit. Ohne die Seltenen Erden wird in Zukunft in vielen technischen Bereichen nichts mehr gehen und ob es wirklich eine gute Idee ist, sich bei der Belieferung allein auf China zu verlassen, das sei einmal dahingestellt.

Die Anleger haben die Kurse der zuvor erwähnten Unternehmen in den letzten Wochen regelrecht verprügelt und beim alleinigen Blick auf den zertrümmten Chart kann man schnell den Eindruck gewinnen, als werde hier ein nicht mehr zeitgemäßes Geschäftsmodell verfolgt. Doch nichts ist der Wirklichkeit ferner als diese Annahme.

Investoren, die sich von der allgemeinen Marktpanik zu lösen vermögen und die ihren Blick nur ein wenig über den Tellerrand hinaus richten, werden deshalb schnell erkennen, dass hier nicht gescheiterte Geschäftsmodelle und zukünftige Pleitekandidaten, sondern von den Anlegern sträflich ignorierte und total verkannte Perlen preiswert am Boden aufzusammeln sind. 

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