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Pentagon startet Rohstoff-Offensive: Kalter Krieg um Rohstoffe bricht aus?

Erstmals seit dem Kalten Krieg stockt das Pentagon wieder strategische Rohstofflager auf und startet mit Kobalt. Während die Preise steigen und China die Märkte dominiert, kehrt die Angst vor Engpässen zurück. Droht nun ein neuer Wettlauf um kritische Metalle, bei dem das Horten zum geopolitischen Werkzeug wird?

Pentagon plant erstmals seit Jahrzehnten Großkauf

Die Vereinigten Staaten intensivieren ihre Bemühungen zur Sicherung kritischer Rohstoffe und nehmen nun verstärkt Kobalt ins Visier. Nach Jahrzehnten, in denen strategische Reserven kaum erweitert wurden, plant das Verteidigungsministerium erstmals seit 1990 wieder umfangreiche Kobaltankäufe. Über die zuständige Defense Logistics Agency (DLA) soll in den kommenden fünf Jahren legiertes Kobalt im Umfang von bis zu 7.500 Tonnen beschafft werden. Das Auftragsvolumen könnte dabei 500 Millionen US-Dollar erreichen.

Geopolitische Rohstoffsicherung gewinnt an Bedeutung

Kobalt ist für moderne Technologien unverzichtbar: Es steckt in wiederaufladbaren Batterien, Hochleistungstriebwerken und Komponenten der militärischen Luftfahrt. Die Ausschreibung ist Teil einer ganzen Serie aktueller Materialbeschaffungen durch das Pentagon, das seine neue Ausgabenbefugnis nun konsequent nutzt. Der Schritt fällt in eine Phase zunehmender geopolitischer Spannungen um Rohstoffabhängigkeiten, insbesondere von China, das bei der Verarbeitung von Kobalt weltweit führend ist.

Laut Bloomberg könnte der geplante Ankauf rund ein Sechstel des verfügbaren nicht-chinesischen Angebots an legiertem Kobalt binden. Angesichts des jüngsten Exportverbots der Demokratischen Republik Kongo, dem größten Kobaltproduzenten, sind die Preise bereits um über 40 Prozent gestiegen. Händler rechnen mit weiteren Preissprüngen und mit einem wachsenden Wettlauf um Zugang zu kritischen Materialien.

Strategische Rohstoffe: Chinas Rohstoffhebel

Die weltweite Versorgung mit kritischen Rohstoffen wird zunehmend zur geopolitischen Achillesferse. Ob Batterien, Rüstung oder Hochtechnologie, moderne Industrien sind auf eine Handvoll strategischer Metalle angewiesen. Doch bei der Mehrheit dieser Rohstoffe hat ein Land die Kontrolle: China. Laut einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) dominiert die Volksrepublik 19 von 20 zentralen Rohstoffmärkten. Nicht nur bei Seltenen Erden oder Graphit, sondern auch bei weniger bekannten, aber ebenso relevanten Materialien wie Antimon.

China dominiert die Veredelung strategischer Rohstoffe, bei 19 von 20 Materialien weltgrößter Produzent Quelle: IEA, Global Critical Minerals Outlook 2025, basierend auf USGS 2025.

Antimon: Schlüsselmetall mit begrenztem Zugang

Antimon ist ein typisches Beispiel für diese oft übersehene Abhängigkeit. Es findet sich in Flammschutzmitteln, Batterien, Glas, Munition und sogar in Nachtsichtgeräten - und ist damit für zivilen Fortschritt wie militärische Einsatzfähigkeit gleichermaßen bedeutend. Der Markt jedoch ist klein, fragil und hochkonzentriert: 2024 stammten fast 50 Prozent der weltweiten Minenproduktion aus China, über 70 Prozent der Verarbeitung erfolgten dort. Gleichzeitig drosselte Peking seine Exporte um 45 Prozent - mit dramatischen Folgen. Die Preise explodierten auf über 60.000 Dollar pro Tonne, während viele westliche Lager nur noch für wenige Wochen reichen. Besonders alarmierend: Rund 43 Prozent des US-Antimonverbrauchs entfallen laut Branchenquellen auf das Militär - die strategischen Reserven der USA hingegen belaufen sich auf gerade einmal 1.100 Tonnen.

Kanadisches Antimon-Projekt will US-Abhängigkeit von China brechen

Inmitten wachsender Spannungen um kritische Rohstoffe bringt ein kanadisches Explorationsunternehmen frischen Wind in die Debatte: Critical One Energy plant mit dem Howells Lake Projekt in Ontario den Aufbau einer neuen Versorgungsbasis für Antimon - jenes strategische Metall, das aktuell fast vollständig unter chinesischer Kontrolle steht. Ziel ist es, Nordamerika unabhängiger zu machen und eine verlässliche, westliche Alternative zur dominierenden Lieferkette aus Fernost zu schaffen.

Mit historisch bestätigten Gehalten von bis zu 75 Prozent gehört Howells Lake laut dem CEO zu den hochgradigsten unerschlossenen Antimon-Vorkommen des Kontinents. Die Lagerstätte liegt in einer rohstoffreichen Region mit bestehender Infrastruktur und stabilen rechtlichen Rahmenbedingungen, ideale Voraussetzungen für eine schnelle Erschließung.

CEO Duane Parnham, ein Veteran der Rohstoffbranche mit 35 Jahren Erfahrung, sieht sein Unternehmen in einer Schlüsselrolle: „Kanada könnte der Schlüssel zur Lösung der globalen Antimonversorgung sein." Auch Gold tritt im Projekt gemeinsam mit Antimon auf - ein zusätzliches wirtschaftliches Potenzial. In einer Zeit, in der die USA ihre strategischen Reserven überprüfen und nach Partnern für eine resilientere Rohstoffpolitik suchen, positioniert sich Critical One Energy als möglicher Eckpfeiler einer neuen nordamerikanischen Versorgungssicherheit. Kann Kanada zum entscheidenden Gegengewicht zu Chinas Rohstoffmacht werden?

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