Heute wird es ernst: China beendet das Papiergold-Spiel!

China zieht Papiergold den Stecker
Nach Mitteilungen großer chinesischer Banken endet heute, am 24. Juli 2026, der persönliche Edelmetallhandel über die Shanghai Gold Exchange für Privatkunden. Papiergold ist ein Finanzprodukt, das den Goldpreis abbildet. Käufer müssen dabei nicht automatisch Barren oder Münzen besitzen. Der Handel läuft über Konten, Plattformen und Verträge.
Die Industrial and Commercial Bank of China nennt in ihrer Mitteilung unter anderem Au99.99, Au100g, Au99.95, PGC30g sowie Gold- und Silberkontrakte mit späterer Lieferung. Auch die China Construction Bank kündigte an, die entsprechende Handelsfunktion für Privatkunden nach Handelsschluss zu schließen.
Warum China diesen Schritt geht
Die Banken begründen den Schritt mit Risikomanagement und dem Schutz von Anlegern. Die China Construction Bank schreibt ausdrücklich, sie wolle Geschäftsrisiken vorbeugen und die Rechte der Investoren schützen. Die ICBC verweist auf Risikomanagement und geschäftliche Anforderungen im Edelmetallbereich.
Deshalb ziehen die Institute jetzt eine klare Linie. Bestehende Kunden sollen ihre Positionen verkaufen, glattstellen oder physische Lieferung veranlassen. Danach werden die Handelsfunktionen in Apps, Onlinebanking und Filialen geschlossen oder stark eingeschränkt.

China drängt Gold zurück in die Realität
Offiziell begründen die Banken den Schritt mit Risikomanagement und dem Schutz von Kunden. Doch die Richtung ist klar: China setzt seit Jahren stärker auf physisches Gold. Der Staat kauft Gold, stärkt reale Bestände und begrenzt nun auch für Privatkunden Teile des papierbasierten Edelmetallhandels. China stoppt nicht Gold, sondern einen Handelsweg, der Gold vom echten Metall trennt. Das passt zu einer Strategie, die physische Werte höher gewichtet als Finanzprodukte.
Am Ende wirkt dieser Schritt wie ein weiterer Hinweis darauf, dass China dem Papiergold den Kampf angesagt haben könnte. Nicht laut, nicht vollständig, aber sichtbar. Peking schiebt den Markt weg vom bloßen Goldversprechen und näher an das, was Gold ursprünglich war: ein greifbarer Besitz.
Während China Papiergold stoppt, schlägt ein Experte Alarm
China drängt den Goldhandel näher ans physische Metall. Gleichzeitig binden ETFs weltweit enorme Mengen an Kupfer, Nickel, Lithium und Gold in Lagern. Diese Bestände sind dem Markt entzogen, finanzieren aber keine neuen Minen. Genau davor warnt Branchenexperte Christopher Berlet. Warum Milliarden in Metalle fließen, aber die Minen von morgen fehlen, lesen Sie hier:
Milliarden fließen in Metalle, doch neue Minen fehlen