Westgold will Produktion deutlich steigern

Basis des Wachstumsplans
Die Grundlage des Plans bilden Goldreserven von 3,5 Millionen Unzen. Diese Menge steckt in rund 56 Millionen Tonnen Gestein mit einem durchschnittlichen Gehalt von 1,93 Gramm Gold pro Tonne. Nach Angaben des Unternehmens könnten die vorhandenen vier Verarbeitungszentren mit einer Gesamtkapazität von etwa sechs Millionen Tonnen pro Jahr den geplanten Ausbau tragen. Rund 80 Prozent des Fördermaterials seien bereits durch gesicherte Reserven abgedeckt.

Vier Produktionszentren als Kern
Das Unternehmen erklärte, dass das Wachstum auf alle vier Produktionszentren verteilt sei:
Meekatharra-Hub (1,8 Mio. t/Jahr): Hier sollen die Minen Bluebird-South Junction und Great Fingall die wesentlichen Beiträge liefern. Ab 2026 solle Great Fingall erstmals hochgradiges Erz bereitstellen, während zusätzliche Tagebaugruben ab 2027 hinzukommen könnten.
Higginsville-Hub (1,6 Mio. t/Jahr): Eine geplante Erweiterung auf 2,6 Millionen Tonnen pro Jahr sei ab 2027 vorgesehen. Schon ab 2026 solle die Beta Hunt-Mine durch Modernisierungen eine jährliche Förderrate von zwei Millionen Tonnen erreichen.
Cue-Hub (1,4 Mio. t/Jahr) und Fortnum-Hub (0,9 Mio. t/Jahr): Diese beiden Standorte seien bereits voll ausgelastet und fest in die Planung integriert.

Finanzierung und erwartete Kostenentwicklung
Nach Angaben des Managements sei der Plan vollständig durch bestehende Finanzmittel und erwartete Cashflows gedeckt. Der größte Kapitalbedarf werde im Geschäftsjahr 2027 mit der Erweiterung des Higginsville-Hubs anfallen. Gleichzeitig solle ab diesem Zeitpunkt durch höhere Erzgehalte und größere Fördermengen eine Senkung der operativen Kosten pro Unze Gold erreicht werden.

Weitere Optionen bewusst ausgeklammert
Westgold betonte, dass der Ausblick bewusst konservativ angesetzt sei. Zusätzliche Chancen wie die Fletcher Zone bei der Beta Hunt-Mine, eine mögliche Erweiterung von Higginsville auf bis zu vier Millionen Tonnen pro Jahr oder neue Erzadern wie die Polar Star Lodes seien nicht in den aktuellen Plan aufgenommen worden. Auch mögliche Produktivitätssteigerungen in den Minen seien nicht berücksichtigt. Das Unternehmen stellte klar, dass diese Faktoren als zukünftige Optionen verstanden werden müssten.
Stimme des Managements
CEO Wayne Bramwell erklärte, dass Westgold mit diesem Plan von einer Produktion von 326.000 Unzen im Jahr 2025 zu mehr als 470.000 Unzen im Jahr 2028 wachsen solle. Es handle sich um eine realistische, vollständig finanzierte Strategie, die auf den bestehenden Strukturen aufbaue und vor allem durch Effizienzsteigerungen sowie sinkende Kosten getragen werde.
Ausblick
Das Management führte aus, dass Westgold bis 2028 in eine neue Größenordnung hineinwachsen könnte. Die geplante Steigerung um fast 45 Prozent bei gleichzeitig sinkenden Kosten würde das Unternehmen deutlich stärker positionieren.
