Westgold explodiert: Rekordquartal dank Goldpreis

Deutlich höhere Goldproduktion
Nach Darstellung des Managements habe Westgold bis Ende Dezember 2025 insgesamt 111.418 Unzen Gold gefördert. Das entspreche einem Anstieg von rund 33 % gegenüber dem Vorquartal. Ein wesentlicher Treiber sei die Wiederaufnahme des Abbaus in der Great-Fingall-Mine gewesen. Darüber hinaus habe das Unternehmen verstärkt Erz von Drittanbietern verarbeitet. Dabei handele es sich überwiegend um oxidisches Erz mit vergleichsweise höherem Goldgehalt. Diese Erzart lasse sich leichter aufbereiten, was die Auslastung der Verarbeitungsanlagen erhöht habe. Gleichzeitig seien dadurch jedoch die Kosten pro verarbeiteter Tonne gestiegen. Die AISC (All-in Sustaining Costs) hätten konzernweit bei rund 3.500 AUD je Unze gelegen. Ohne die Verarbeitung zugekaufter Erze hätten sie sich laut Management auf etwa 2.945 AUD je Unze belaufen.
Hoher Goldpreis stärkt den Cashflow
Das Unternehmen habe im Berichtsquartal 115.200 Unzen Gold zu einem durchschnittlichen Preis von 6.356 AUD je Unze verkauft. Daraus sei ein Umsatz von rund 732 Mio. AUD resultiert. Der operative Mittelzufluss vor Sondereffekten, der sogenannte Underlying Cash Build, habe sich auf 365 Mio. AUD belaufen und sich damit im Vergleich zum Vorquartal nahezu verdoppelt. Nach Angaben des Unternehmens seien darin noch keine einmaligen Abflüsse enthalten gewesen, unter anderem für Transaktionskosten, Schuldentilgungen, Wachstumsinvestitionen, Dividenden, Aktienrückkäufe sowie Explorationsausgaben.
Zum Quartalsende habe Westgold über 654 Mio. AUD an Bargeld, Goldbeständen und kurzfristig verfügbaren Anlagen verfügt. Das Unternehmen habe erklärt, vollständig schuldenfrei zu sein und keine Preisabsicherungen auf Gold abgeschlossen zu haben.

Portfolioanpassungen im Fokus
Parallel zur operativen Entwicklung habe das Management eine weitere Optimierung des Portfolios beschrieben. Das Projekt Mt-Henry–Selene sei für rund 64,6 Mio. AUD veräußert worden. Zudem plane das Unternehmen, die Reedy’s- und Comet-Projekte in eine eigenständige Gesellschaft mit dem Namen Valiant Gold Limited auszugliedern, die separat an der Börse notiert werden solle. Nach Einschätzung des Managements ermögliche dieser Schritt eine stärkere Konzentration auf größere und ertragsstärkere Kernbetriebe, während kleinere Projekte in einer eigenständigen Struktur weiterentwickelt würden.
Ausblick auf die kommenden Quartale
CEO Wayne Bramwell habe erklärt, der Schwerpunkt liege in den kommenden Quartalen auf einer stabilen und gleichmäßigen Förderleistung. Im Rahmen eines veröffentlichten Drei-Jahres-Ausblicks habe das Management dargestellt, dass die Kostenstruktur schrittweise gesenkt werden solle. Dabei würden insbesondere der Hochlauf der Bluebird–South-Junction-Mine, steigende Fördermengen aus der Beta-Hunt-Mine sowie die Weiterentwicklung eigener Tagebauprojekte eine zentrale Rolle spielen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 habe das Unternehmen nach eigenen Angaben bestätigt. Westgold habe erklärt, dass die starke Finanzlage die Umsetzung der geplanten Projekte sowie die Fortführung von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen ermöglichen würde.

