PSC ortet elf neue Kupferziele bei Mumbezhi

Chipimpa-Cluster zeigt auffällige Parallelen zu Nyungu Central
Nach Angaben des Unternehmens liegt der Chipimpa-Cluster im Südosten des Projektgebiets und zieht sich über eine Länge von rund 2,5 Kilometern. Seine Form, Größe und elektrische Leitfähigkeit ähneln stark der Struktur von Nyungu Central. Das deutet darauf hin, dass hier möglicherweise ebenfalls Kupfer im Gestein enthalten ist - sogenannte „mineralisierte Strukturen", also Gesteinsbereiche mit metallhaltigen Mineralien.
Untersuchungsmethoden kombiniert
Prospect Resources hat unterschiedliche Techniken eingesetzt, um Hinweise auf Rohstoffe im Boden zu finden:
-AEM-Vermessung (Airborne Electromagnetic Survey): Dabei fliegt ein Sensor in niedriger Höhe über das Gelände und misst, wie gut der Boden Strom leitet
-IP-Messung (Induzierte Polarisation): Eine Technik vom Boden aus, bei der durch Stromimpulse ebenfalls leitfähige Zonen erkannt werden können
-Termitenhügel-Proben: Termiten tragen Bodenmaterial aus verschiedenen Tiefen an die Oberfläche. Dieses Material wird auf Spuren von Metallen untersucht
-Systematische Bodenanalysen: Dabei wird regelmäßig verteilt auf dem Gelände Erde entnommen und auf chemische Bestandteile untersucht
Mit dieser Mischung aus geophysikalischen (physikalischen Messungen) und geochemischen (chemischen Analysen) Methoden konnten neue Zielbereiche abgegrenzt und bestehende Zonen wie Sharamba und Kamafamba ausgeweitet werden. Ein weiteres neues Gebiet namens Kamafamba West wurde ebenfalls identifiziert. Laut Unternehmenschef Sam Hosack hätten diese Ergebnisse gezeigt, dass die Strategie aufgehe.

Bohrungen abgeschlossen: Ergebnisse folgen
Im Jahr 2025 wurden etwa 18.200 Meter an Bohrungen niedergebracht - sowohl mit Diamantbohrern (präzise, aber aufwendige Methode) als auch mit Aircore-Bohrungen (schnellere Bohrtechnik für erste Untersuchungen). Viele Laborergebnisse der Gesteinsproben stünden noch aus. Sobald diese vollständig vorliegen, will das Unternehmen im ersten Quartal 2026 eine neue Schätzung der vorhandenen Kupfermenge (eine sogenannte „Mineralressourcenschätzung") veröffentlichen - zunächst für die Lagerstätten Nyungu Central und Kabikupa. Gleichzeitig lässt Prospect auch ältere Bohrproben aus Nyungu Central auf Gold untersuchen. In früheren Tests wurden darin auffällige Goldspuren festgestellt. Sollte sich das bestätigen, könnte Gold künftig als wertvoller Nebenrohstoff zum Kupferabbau hinzukommen.

Bodenanalysen sollen Bohrplanung für 2026 verfeinern
Parallel zur Auswertung der elektromagnetischen Flugdaten (AEM) wird derzeit ein weiteres großes Datenset aufbereitet: die Ergebnisse der sogenannten ICP-MS-Analysen (eine sehr genaue Laboranalyse zur Bestimmung von Spurenelementen in Bodenproben). Diese Bodenproben wurden auf einem Raster von 300 mal 300 Metern über das ganze Gelände verteilt gesammelt. Die vollständigen Resultate werden für Ende Dezember erwartet.
Die Daten sollen helfen, für 2026 genau zu entscheiden, wo als Nächstes gebohrt werden soll. Dabei wird PSC von zwei Spezialfirmen unterstützt: GeoFocus aus Südafrika und Axiom Exploration aus Kanada. Letztere erstellt sogenannte „Maxwell Slices" - dreidimensionale Tiefenmodelle, die zeigen, wie sich mögliche Erzvorkommen unter der Erde ausbreiten könnten.
Ausblick
Das Management erklärte, die jüngsten Erkenntnisse würden den Wert des Projekts Mumbezhi erheblich steigern. Vor allem der neu entdeckte Chipimpa-Cluster sowie andere leitfähige Strukturen sollen im Mittelpunkt der Bohrkampagne 2026 stehen. Wenn die ausstehenden Laborergebnisse den bisherigen Daten entsprechen, könnte dies die Grundlage für den Ausbau zu einem noch größeren Kupferprojekt bilden.
