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Konzession erteilt, Bau läuft: Kanadas Graphitprojekt gewinnt an Kontur

Von der Umweltprüfung zur Bergbaukonzession
Der Konzession gingen mehrere Jahre der Planung, Prüfung und Abstimmung voraus. NMG reichte 2019 eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie ein. Im Jahr 2020 führte das Bureau d’audiences publiques sur l’environnement (BAPE) ein öffentliches Prüfungs- und Anhörungsverfahren durch.
Die Regierung von Québec genehmigte das Projekt 2021 per Erlass. Darin legte sie auch Bedingungen und Vorgaben zur Überwachung fest. Im Jahr 2026 genehmigte sie außerdem den Stilllegungs- und Rekultivierungsplan der Mine.
Geplante Maßnahmen zum Umweltschutz
NMG will nach eigenen Angaben die Umweltbelastung der Mine durch verschiedene Maßnahmen begrenzen. Dazu gehören die Wiederverwendung von Wasser und der Schutz der biologischen Vielfalt. Flächen, die für den Bergbau genutzt werden, sollen schrittweise schon während des Betriebs wiederhergestellt werden. Zudem plant das Unternehmen, Rückstände aus der Erzaufbereitung und Abraumgestein gemeinsam abzulagern.
Zusammenarbeit mit der Atikamekw-Gemeinschaft
NMG arbeitet bei dem Projekt mit der Atikamekw-Gemeinschaft von Manawan zusammen. Auf eine Rahmenvereinbarung von 2018 folgte 2019 eine Vereinbarung zur Vorbereitung der Projektentwicklung. Im Dezember 2024 unterzeichneten beide Seiten eine Vereinbarung über die Auswirkungen des Projekts und die Vorteile für die Gemeinschaft. Damit stimmte die Gemeinschaft nach Angaben von NMG dem Vorhaben zu.
Die Vereinbarung sieht eine Beteiligung an der Umweltüberwachung und am Begleitgremium des Projekts vor. Sie umfasst außerdem Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Geschäftsmöglichkeiten. Das erste und größte Baupaket der Mine wurde 2026 an ein Gemeinschaftsunternehmen des Manawan Atikamekw Council und des Bauunternehmens Fournier Industries vergeben.
Graphit für eine geplante Wertschöpfungskette
Die Matawinie-Mine soll Naturgraphit liefern. NMG verbindet das Bergbauprojekt mit einer geplanten Anlage für Batteriematerial in Bécancour. Diese ist für eine jährliche Produktionskapazität von 13.000 Tonnen Batteriematerial vorgesehen.
Mit beiden Projekten will NMG eine der ersten vollständig integrierten Produktionsketten für Naturgraphit innerhalb der G7 aufbauen – vom Abbau bis zum verarbeiteten Material. Nach Einschätzung des Unternehmens soll Matawinie zudem zur größten in Betrieb befindlichen Naturgraphitmine Kanadas werden.
Bau und nächste Investitionsentscheidung
Founder, President und CEO Eric Desaulniers erklärte, die Konzession sei das Ergebnis langjähriger Gespräche und enger Zusammenarbeit mit der Atikamekw-Gemeinschaft von Manawan, der Gemeinde Saint-Michel-des-Saints und den Behörden von Québec. Die unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten seien über die Jahre in die Entwicklung des Projekts eingeflossen. Mit der erteilten Konzession treibe NMG den Bau der Mine weiter voran. Für die geplante Batteriematerialanlage in Bécancour strebt NMG nach eigenen Angaben in den kommenden Monaten eine endgültige Investitionsentscheidung an.

