Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von Nouveau Monde Graphite erstellt.
Graphit-Innovation: Neue Beschichtung spart CO₂ und kommt ohne Erdöl aus

Weniger fossile Rohstoffe bei der Beschichtung
Für Batterie-Anodenmaterial wird kugelförmiger, gereinigter Graphit beschichtet. In der Industrie kommt dafür üblicherweise eine Pechbeschichtung zum Einsatz. NMG hat hierfür eine biobasierte Alternative entwickelt. Nach Berechnungen des Unternehmens könnten dadurch je Tonne beschichteten kugelförmigen und gereinigten Graphits rund 130 Kilogramm CO₂-Äquivalente an direkten Emissionen eingespart werden.
Die Angabe bezieht sich auf Scope 1, also unmittelbar entstehende Emissionen, und stellt noch keine Bewertung der vollständigen Klimabilanz des Produkts dar. Das Forschungsteam arbeitet nach Angaben von NMG zudem daran, Scope-2- und Scope-3-Emissionen weiter zu reduzieren.
Labortests erfüllen Leistungsanforderungen
Für den Einsatz in Batterien darf die Beschichtung die Leistung des Anodenmaterials nicht beeinträchtigen. NMG berichtet, die elektrochemischen Prüfungen seien nach dem Protokoll eines führenden Zellherstellers erfolgt. Bei Kapazität, Wirkungsgrad im ersten Ladezyklus und Schnellladefähigkeit habe das biobasierte Material gleichwertige Ergebnisse erzielt.
Als nächste Entwicklungsschritte seien vergleichende Langzeittests über Ladezyklen, die Prüfung weiterer Materialtypen und schließlich eine Validierung auf Anlagen im industriellen Maßstab vorgesehen. Diese Arbeiten sollen zeigen, ob sich die Ergebnisse aus dem Labor zuverlässig auf eine kommerzielle Anwendung übertragen lassen.
Forschung mit kommerzieller Exklusivität
Die Zusammenarbeit zwischen NMG und der McGill University begann 2020. Die Arbeiten standen unter der Leitung von Professor Philippe Ouzilleau. Das Projekt wurde zunächst über das Québec-Programm zur Unterstützung von Bergbauforschung und Innovation und später durch den kanadischen Forschungsrat NSERC finanziert.
NMG verfügt laut Vereinbarung über die kommerzielle Exklusivität für eine künftige Nutzung der Technologie. Zudem wurde eine Patentanmeldung eingereicht. CEO Eric Desaulniers erklärte, die Entwicklung passe zum Ziel des Unternehmens, die Abhängigkeit von erdölbasierten Produkten und deren Preisschwankungen zu verringern.
Ein Baustein der Graphit-Strategie
Die Entwicklung fügt sich in NMGs Strategie für eine integrierte Graphitproduktion ein. Das Unternehmen treibt derzeit den Bau der Matawinie-Mine voran und plant in Bécancour eine Anlage für jährlich 13.000 Tonnen Batteriematerial. Eine endgültige Investitionsentscheidung für diese Anlage wird nach Unternehmensangaben in den kommenden Monaten angestrebt.
Als Nächstes will NMG vergleichende Langzeittests durchführen und weitere Materialvarianten untersuchen. Anschließend soll die Technologie auf Anlagen im industriellen Maßstab validiert werden. Erst diese Schritte werden zeigen, ob sich das Verfahren erfolgreich skalieren und kommerziell einsetzen lässt. Die Pressemitteilung weist ausdrücklich darauf hin, dass eine erfolgreiche Übertragung der Laborergebnisse auf kommerzielle Anwendungen noch nicht gesichert ist.

