Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von Nouveau Monde Graphite erstellt.
Batterien ohne China-Graphit? Diese Lösung könnte den Westen unabhängiger machen

Bei Graphit führt fast jeder Weg nach China
Eric Desaulniers bringt das Risiko im Interview auf den Punkt: „Es ist grundsätzlich nicht klug, bei einem kritischen Material nur von einem Herkunftsland abhängig zu sein.“ Denn wer den Markt kontrolliert, kann Liefermengen und Preise politisch beeinflussen. China beschränkte in der Vergangenheit bereits den Export Seltener Erden durch Zölle, Quoten und Ausfuhrvorgaben. 2025 kamen neue Kontrollen für bestimmte mittlere und schwere Seltene Erden hinzu.
Für Batterien, Rechenzentren und sicherheitskritische Anwendungen ist diese Abhängigkeit deshalb mehr als ein wirtschaftliches Risiko. Politische Entscheidungen können die Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe kurzfristig verändern. Eine eigene Graphitlieferkette in einem G7-Staat würde dem Westen erstmals eine echte Alternative eröffnen. Genau deshalb besitzt das Projekt von Nouveau Monde Graphite eine strategische Bedeutung, die weit über eine einzelne Mine hinausgeht.

In Kanada entsteht die westliche Alternative
Für die Matawinie-Mine hat NMG Anfang des Jahres eine Finanzierung über 644,5 Millionen USD gesichert. Rund 52 Prozent davon sind Fremdkapital. Zu den Kreditgebern gehören Export Development Canada und die Canada Infrastructure Bank. Mehr als 150 Menschen arbeiten bereits auf der Baustelle, im kommenden Jahr sollen es etwa 500 sein.
Bis Ende 2028 will NMG die Mine vollständig errichten. Geplant sind jährlich rund 106.000 Tonnen Graphitkonzentrat mit etwa 97,5 Prozent Reinheit. Die Machbarkeitsstudie veranschlagt Betriebskosten von 419 USD je Tonne. Damit würde Matawinie laut Desaulniers auf dem Papier zu den kostengünstigsten Produzenten außerhalb Chinas zählen.
Panasonic sichert den ersten großen Absatzmarkt
Panasonic Energy ist Kunde und Investor zugleich. Der Konzern hat die gesamte geplante Produktion der ersten Ausbaustufe in Bécancour abgenommen. Rund 20 NMG-Ingenieure arbeiten gemeinsam mit Panasonic und dessen bestehenden Zulieferern daran, das Graphit exakt für den Einsatz in Batterieanoden aufzubereiten.
Dabei geht es nicht nur um Elektroautos. Das am stärksten wachsende Geschäftsfeld von Panasonic seien inzwischen Anwendungen für Rechenzentren, erklärt Desaulniers. Gerade dort werde eine heimische Versorgung mit kritischen Materialien immer wichtiger. NMG könnte dadurch von einem Markt profitieren, der weit über die Autoindustrie hinausreicht.

Großkonzerne und staatliche Investoren stehen dahinter
Neben Panasonic sind Mitsui und General Motors an NMG beteiligt. Der Canada Growth Fund hält rund 19,9 Prozent, auch Investissement Québec ist ein bedeutender Aktionär. Nach Angaben des Unternehmens sind bereits mehr als 70 Prozent des geplanten Produktionsvolumens durch langfristige Abnahmeverträge abgesichert. Das schafft frühzeitig planbaren Absatz.
Mit Eni kam zuletzt ein weiterer Großaktionär hinzu. Der italienische Energiekonzern investierte 70 Millionen USD und hält rund 12 Prozent an NMG. Eine Absichtserklärung sieht einen möglichen Abnahmevertrag für Deutschland und Italien vor. Während Panasonic und die weiteren Partner NMG im nordamerikanischen Markt verankern, könnte Eni den Zugang zu europäischen Kunden erweitern.
Der größere Gewinn soll nach der Mine entstehen
Die Matawinie-Mine könnte laut Machbarkeitsstudie im Betrieb rund 95 Millionen USD jährliches EBITDA erzielen. In Bécancour soll das Konzentrat anschließend verrundet, gereinigt und beschichtet werden. Aus dem Rohstoff entsteht so aktives Anodenmaterial – und damit ein deutlich höherwertiges Produkt.
Für Bécancour erwartet NMG einen möglichen EBITDA-Beitrag von rund 60 Millionen USD. Dafür wäre etwa ein Viertel des Konzentrats aus der Mine vorgesehen. Ein vergleichbares Verarbeitungsmodell für Europa könnte nach Unternehmensschätzung weitere rund 60 Millionen USD EBITDA liefern. Genau hier liegt der unternehmerische Hebel.
Selbst der Schwefel könnte Millionen bringen
Das Gestein der Lagerstätte enthält etwa 3,5 Prozent Schwefel. Statt ihn lediglich sicher zu lagern, prüft NMG die Herstellung von Schwefelsäure. Dafür gebe es in den USA und Kanada eine erhebliche Nachfrage. Desaulniers beziffert das zusätzliche Nettogewinnpotenzial auf rund 45 Millionen USD.
Fortgeschrittene Gespräche laufen außerdem mit spezialisierten Kunden aus dem Verteidigungssektor. Graphit könnte dort beispielsweise in Materialien eingesetzt werden, die Radarstrahlung absorbieren. Namen nennt Desaulniers noch nicht. Solche Anwendungen könnten jedoch weitere Absatzmärkte erschließen, in denen NMG nicht direkt mit asiatischen Anbietern konkurrieren müsste.
NMG baut an der Lösung für die Graphit-Abhängigkeit
Mit der finanzierten Matawinie-Mine entsteht zunächst eine neue Graphitquelle in Kanada. Der entscheidende Schritt folgt jedoch danach: In Bécancour soll aus dem Konzentrat hochwertiges Anodenmaterial werden. Panasonic sichert dafür einen ersten großen Absatzmarkt in den USA, während Eni die geplante Expansion nach Europa unterstützt.
Gelingt dieser Aufbau, würde NMG eine wichtige Lücke in der westlichen Rohstoffversorgung schließen. Das Unternehmen könnte Graphit nicht nur fördern, sondern innerhalb einer eigenen Lieferkette weiterverarbeiten und an internationale Kunden liefern. Aus einer einzelnen Mine würde so eine kanadische Alternative zu den bislang von China dominierten Strukturen.
