Neue Bohrergebnisse aus Australien: Gold-Explorer testet Mallina West

Bohrarbeiten im Projekt Mallina West
Das Management habe mitgeteilt, dass im Wattle Plains Prospect ein kombiniertes Bohrprogramm durchgeführt worden sei. Dieses habe fünf Reverse Circulation Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 1.034 Metern sowie eine anschließende Diamond Drilling Erweiterung über 195,1 Meter umfasst. Ziel der Arbeiten sei es gewesen, ein vordefiniertes Explorationsziel systematisch zu testen.
Das Projekt erstrecke sich über eine Fläche von rund 118 Quadratkilometern und liege entlang einer regional bedeutenden Scherzone. Solche großräumigen Bruchstrukturen könnten als Transportwege für mineralhaltige Lösungen dienen und spielten eine zentrale Rolle bei der Entstehung größerer Goldlagerstätten. Aus Sicht des Unternehmens erhöhe diese strukturelle Lage die geologische Attraktivität des Gebiets.

Bedeutung des sogenannten Hemi Stils
Kalamazoo habe erklärt, dass sich das Bohrprogramm gezielt an einem sogenannten Hemi Stil orientiert habe. Darunter verstehe das Management eine Form der Goldvererzung, bei der das Edelmetall nicht in schmalen Gängen auftrete, sondern großflächig in einem magmatischen Wirtsgestein verteilt sei. Eine entscheidende Rolle spiele dabei Diorit, ein mittel bis grobkörniges magmatisches Gestein, das als Träger der Goldmineralisation gelte.
Diese Zielsetzung werde durch frühere Explorationsergebnisse gestützt. Bereits frühere Arbeiten hätten im Projektgebiet eine ausgedehnte Gold im Boden Anomalie von etwa 2,7 Kilometern Länge und rund einem Kilometer Breite aufgezeigt. Solche Anomalien entstünden, wenn feine Goldpartikel aus tieferliegenden Gesteinen an die Oberfläche gelangten und sich im Boden anreicherten. In der Explorationsgeologie würden sie als Hinweis auf ein mögliches zusammenhängendes Goldsystem in der Tiefe gewertet.

Bohrergebnisse und geologische Erkenntnisse
Die aktuellen Analyseergebnisse aus der Bohrung KAMRCD0002 hätten Goldabschnitte von 1,4 Metern mit 0,74 Gramm Gold je Tonne Gestein ab einer Tiefe von 323,6 Metern sowie weitere 0,5 Meter mit 0,55 Gramm Gold je Tonne ab 330,3 Metern ergeben. Diese Resultate bestätigten nach Angaben des Unternehmens das Vorhandensein von Gold, lägen jedoch unter früher gemeldeten Einzelergebnissen aus einem früheren Bohrprogramm.
Unabhängig von den Gehalten habe das Programm aus geologischer Sicht wichtige Informationen geliefert. Die Bohrungen hätten das Vorhandensein von Dioritkörpern bestätigt, die mit zuvor modellierten geophysikalischen Zielen übereinstimmten. Zusätzlich seien eisen und magnesiumreiche Gesteine innerhalb der Sedimentabfolgen identifiziert worden. Auch magnetische Sulfidminerale wie Pyrrhotit seien festgestellt worden, die häufig mit goldführenden Systemen in Verbindung stünden.

Finanzierung und weitere Planung
Das Unternehmen habe darauf hingewiesen, dass das Bohrprogramm teilweise durch ein staatliches Explorationsförderprogramm unterstützt worden sei. Die Förderung habe bis zu 126.625 AUD betragen und solle Explorationsarbeiten in frühen Projektphasen erleichtern.
Nach Abschluss der Auswertung beabsichtige das Management, weitere geophysikalische Ziele innerhalb der bekannten Bodenanomalie zu untersuchen. Dabei würden sowohl Schwerefeld als auch magnetische Messungen herangezogen. Kalamazoo habe erklärt, Mallina West werde nicht wegen einzelner hoher Goldwerte weiterverfolgt, sondern aufgrund der strukturellen und geologischen Ähnlichkeit zu bekannten großvolumigen Goldsystemen. Ob sich aus diesen frühen Hinweisen langfristig eine wirtschaftlich relevante Lagerstätte entwickeln ließe, müsse nach Einschätzung des Unternehmens durch weitere Arbeiten geklärt werden. Mallina West würde sich damit weiterhin in einer frühen Explorationsphase befinden.
