Schon 2 % des Bitcoin-Netzwerks: Dieser Miner startet jetzt richtig durch

Produktionsstärke trotz widriger Bedingungen
Im Dezember 2025 habe HIVE insgesamt 306 Bitcoin (BTC) produziert, eine Steigerung um 197 % gegenüber den 103 BTC im Dezember 2024. Diese Entwicklung sei laut dem Management besonders bemerkenswert, da im selben Zeitraum die Netzwerk-Schwierigkeit um 40 % gestiegen sei. Auch im Monatsvergleich verzeichne das Unternehmen ein Plus von 6 %, im Quartalsvergleich ein Wachstum von 23 %. Die durchschnittliche Tagesproduktion habe bei 9,9 BTC gelegen. Die durchschnittliche Rechenleistung (Hashrate) betrug im Dezember 23,3 Exahash pro Sekunde (EH/s) und erreichte Spitzenwerte von bis zu 24 EH/s.
Flotteneffizienz als Wettbewerbsvorteil
Die Flotte von HIVE arbeite mit einer Energieeffizienz von 17,5 Joule pro Terahash. Dies sei ein entscheidender Indikator für die Wirtschaftlichkeit im Mining, da der Stromverbrauch den größten Kostenfaktor darstelle. Bezogen auf die aktuelle Leistung habe das Unternehmen 13,2 BTC je EH/s produziert.
Nach Aussage von Aydin Kilic, President & CEO, sei die dezentrale Struktur auf drei Kontinenten entscheidend dafür gewesen, dass trotz extremer Kälte in Teilen der nördlichen Hemisphäre die Produktion stabil habe gehalten werden können. Das operative Modell ermögliche es, wetterbedingte Ausfälle durch flexible Verlagerung auszugleichen.
Jahresergebnis: Wachstum trotz Halbierung
Für das Kalenderjahr 2025 habe HIVE insgesamt 2.311 BTC produziert. Dies entspreche einem Zuwachs von 31 % im Vergleich zum Vorjahr (1.770 BTC). Diese Steigerung sei laut Management besonders deshalb beachtlich, weil im April 2025 die sogenannte Bitcoin-Halbierung (Halving) erfolgt sei und gleichzeitig die durchschnittliche Netzwerk-Schwierigkeit um 46 % zugenommen habe. Derartige Marktbedingungen hätten üblicherweise negative Auswirkungen auf die Fördermengen. Das Unternehmen erkläre seine positive Entwicklung durch eine skalierbare Infrastruktur, hohe Energieeffizienz und operative Disziplin.
Strategischer Ausbau in Paraguay
Ein zentraler Bestandteil der weiteren Expansion sei der Standort Yguazú in Paraguay, wo derzeit eine neue Rechenzentrumsinfrastruktur mit einer Kapazität von 100 Megawatt (MW) auf Basis von Wasserkraft gebaut werde. Die vollständige Inbetriebnahme sei laut Unternehmensangaben für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Nach Abschluss dieses Projekts solle HIVE über eine Gesamtkapazität von 540 MW an erneuerbarer Energie verfügen, davon 400 MW in Paraguay sowie 140 MW verteilt auf Kanada und Schweden. Die Investition erfolge laut Management unter Anwendung eines konsequenten ROIC-Modells (Return on Invested Capital), mit dem Ziel, nachhaltig positiven Cashflow zu generieren.
Management betont Doppelmotor-Strategie
Frank Holmes, Executive Chairman, habe betont, dass Bitcoin als „gebündelte, transportierbare Energie“ zu verstehen sei. Die Rechenzentren von HIVE wandelten überschüssige Wasserkraft in ein global handelbares, digitales Asset um. Der anhaltende Anteil von über 2 % am weltweiten Bitcoin-Netzwerk sei laut Holmes ein Beleg für jahrelange Disziplin und technologische Führungsstärke.
Die Kombination aus Bitcoin-Mining und wachsendem Geschäft im Bereich High Performance Computing (HPC) bilde das Rückgrat des Geschäftsmodells. Dieser sogenannte Doppelmotor ermögliche es dem Unternehmen, organisches Wachstum zu finanzieren und gleichzeitig die Wertschöpfung aus erneuerbarer Energie zu maximieren.
Ausblick
Nach Angaben des Unternehmens solle der geplante Ausbau in Paraguay sowie der konsequente Fokus auf Energieeffizienz und geografische Diversifikation dazu beitragen, 2026 weiteres Wachstum zu ermöglichen. Insbesondere durch die parallele Entwicklung im Bereich HPC werde das Unternehmen laut Management flexibel auf steigende Nachfrage in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Blockchain reagieren können.

