HIVE wächst rasant: Bitcoin-Mining und KI treiben Rekordquartal

Bitcoin-Produktion auf neuem Höchststand
Das Unternehmen berichtete, im Zeitraum von Juli bis September 717 Bitcoin produziert zu haben. Dies entspreche einem Anstieg von 76,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal, obwohl sich die Schwierigkeit im Bitcoin-Netzwerk im selben Zeitraum um 21,4 Prozent erhöht habe. Der Umsatz aus dem digitalen Währungs-Mining habe sich im Vergleich zum Vorquartal verdoppelt und 82,1 Mio. US-Dollar erreicht. Die operative Rechenleistung (Hashrate) habe zum Ende des Berichtszeitraums 16,2 EH/s (Exahash pro Sekunde) betragen. Inzwischen seien laut Unternehmensangaben bereits 25 EH/s erreicht worden. Der Stromverbrauch habe rund 88 Prozent der direkten Kosten von insgesamt 42,1 Mio. US-Dollar ausgemacht. Daraus ergebe sich eine Bruttomarge von rund 49 Prozent im Bitcoin-Geschäft.

BUZZ HPC: KI-Infrastruktur als Wachstumstreiber
Auch das HPC-Segment sei im Berichtsquartal weiter gewachsen. Der Umsatz der Tochtergesellschaft BUZZ HPC habe bei 5,2 Mio. US-Dollar gelegen und damit um 175 Prozent über dem Vorjahreswert. Die direkten Kosten beliefen sich auf 2,0 Mio. US-Dollar. Das Unternehmen strebe mittelfristig eine Bruttomarge von rund 80 Prozent in diesem Segment an.
Aktuell betreibe HIVE entsprechende HPC-Infrastruktur an mehreren Standorten, darunter in Toronto, Schweden und der kanadischen Provinz New Brunswick. Dort seien nach Angaben des Managements mehr als 6.000 Grafikprozessoren (GPUs) im Einsatz oder in Vorbereitung. Diese dienten der Verarbeitung von KI-Modellen und anspruchsvollen Rechenaufgaben in Forschung und Wirtschaft.
Standortausbau in Paraguay schreitet voran
Ein wesentlicher Teil der operativen Skalierung sei im Berichtszeitraum durch die Inbetriebnahme neuer Infrastruktur in Paraguay erfolgt. Innerhalb von sechs Monaten habe das Unternehmen dort 300 MW (Megawatt) neue Kapazitäten ans Netz gebracht, gespeist aus erneuerbarer Wasserkraft. Diese versorgen ausschließlich HIVE-eigene Rechenzentren. Mit dem kürzlich bekannt gegebenen Ausbau um weitere 100 MW in Yguazú verfüge das Unternehmen nun über 300 MW installierte Leistung im Land und eine gesicherte Perspektive auf insgesamt 400 MW. Dies solle als Grundlage dienen, um die globale Mining-Leistung bis Ende 2026 auf 35 EH/s zu erhöhen.
Finanzergebnisse: Hohe Abschreibungen belasten Ergebnis
Obwohl der Umsatz stark gestiegen sei, habe HIVE für das Quartal einen Nettoverlust von 15,8 Mio. US-Dollar ausgewiesen. Hauptursache dafür sei laut Unternehmensangaben eine beschleunigte Abschreibung von Mining-Hardware, insbesondere im Zusammenhang mit der Paraguay-Expansion. Allein die Abschreibungen auf ASIC-Miner beliefen sich auf 38,3 Mio. US-Dollar. Das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) habe hingegen bei 31,5 Mio. US-Dollar gelegen. Die verfügbaren liquiden Mittel einschließlich digitaler Vermögenswerte hätten zum Quartalsende bei 47,0 Mio. US-Dollar gelegen.
Management: Zwei Wachstumsmotoren im Gleichlauf
Das Management habe erklärt, man könne mit der aktuellen Rechenleistung von 25 EH/s auf Basis der derzeitigen Marktbedingungen auf eine jährliche Mining-Erlösperspektive von bis zu 400 Mio. US-Dollar blicken - bei einer operativen Marge von rund 50 Prozent. Gleichzeitig plane das Unternehmen, den jährlichen Umsatz der BUZZ-HPC-Sparte auf rund 140 Mio. US-Dollar bis Ende 2026 auszubauen.
Executive Chairman Frank Holmes habe betont, das Unternehmen habe in diesem Quartal bewiesen, große digitale Infrastrukturprojekte schnell, effizient und diszipliniert umzusetzen. Die Kombination aus Bitcoin-Mining und HPC-Geschäft biete dabei eine starke Ausgangslage für weiteres Wachstum. Der Chief Executive Officer Aydin Kilic habe hinzugefügt, HIVE zeige eine klare Strategie, die Expansion ohne Fremdkapital durchzuführen und operative Erträge direkt in Wachstum zu investieren.

