Grünes Bitcoin-Mining: HIVE erreicht neues Bitcoin-Mining-Ziel in Paraguay

Rekordzeit bei Bau und Inbetriebnahme
Wie das Management mitteilte, sei der Aufbau der Infrastruktur deutlich schneller als geplant erfolgt. Die Installation der letzten sogenannten ASIC-Miner - hochspezialisierte Rechner für die Bitcoin-Erzeugung - habe die Gesamtkapazität des Unternehmens auf 18 EH/s angehoben. Bereits seit Überschreiten der Marke von 17 EH/s liege die tägliche Bitcoin-Produktion bei über acht Einheiten. Seit Abschluss der zweiten Bauphase produziere HIVE sogar über 8,5 Bitcoin pro Tag.
Nachhaltige Energieversorgung durch Itaipú
Für den Strombezug greife das Unternehmen auf Wasserkraft aus der Itaipú-Talsperre zurück - dem größten Wasserkraftwerk der westlichen Hemisphäre. Diese Energiequelle sei nicht nur vollständig erneuerbar, sondern ermögliche laut Unternehmensangaben auch stabile und besonders wettbewerbsfähige Betriebskosten. Der Strombezug zu festen Konditionen sei ein entscheidender Faktor für die Planbarkeit und Effizienz des operativen Geschäfts.
Valenzuela als nächster Meilenstein
Parallel zum Standort Yguazú sei auch die dritte Projektphase in Valenzuela weit fortgeschritten. Der Chief Operating Officer Luke Rossy erklärte, die dortigen Transformatoren seien bereits in Betrieb genommen worden. Die Installation der ASIC-Systeme solle innerhalb weniger Wochen beginnen. Insgesamt entstehe ein weiterer Standort mit einer Leistungskapazität von 100 Megawatt - ebenfalls ausschließlich mit Wasserkraft betrieben.
25 EH/s als Zielmarke bis Jahresende
Das Management gab an, man wolle den dritten Standort bis Ende November vollständig in Betrieb nehmen. Damit sei das Unternehmen auf Kurs, sein strategisches Ausbauziel von 25 EH/s zu erreichen. Dieses Niveau entspräche etwa drei Prozent der weltweiten Bitcoin-Mining-Kapazität. Basierend auf der aktuellen Netzwerk-Schwierigkeit erwarte HIVE eine tägliche Bitcoin-Produktion von etwa zwölf Einheiten.
Kosteneffizienz durch modernste Hardware
Die für Phase 3 vorgesehenen Bitmain S21+ Hydro-Miner seien bereits vollständig bezahlt und teilweise vor Ort eingetroffen. Die restlichen Geräte würden laut Unternehmensangaben im Laufe des Monats eintreffen. Die Stromkosten, die den größten Teil der laufenden Aufwendungen ausmachten, stiegen nur proportional zur genutzten Rechenleistung. Zusätzliche Personalkosten würden hingegen kaum anfallen, da die Inbetriebnahme der Geräte weitgehend automatisiert erfolge.
Strategische Doppelstrategie bleibt Kernfokus
Finanzvorstand Darcy Daubaras erklärte, das Unternehmen strebe langfristige Wertschöpfung durch diszipliniertes Wachstum und schlanke Strukturen an. Besonders hervorgehoben wurde das Geschäftsmodell mit zwei Säulen: Neben dem Bitcoin-Mining wachse auch das Cloudgeschäft im Bereich High Performance Computing (HPC) kontinuierlich. Dieses ermögliche laut CEO Aydin Kilic zusätzliche Einnahmen durch GPU-basierte Infrastruktur für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz und sei damit eine sinnvolle Ergänzung zum Kerngeschäft im Mining.
Letzter Ausbauschritt steht unmittelbar bevor
Die vollständige Installation der Geräte in Valenzuela solle in den kommenden Wochen erfolgen. Laut Management bestehe kein zusätzlicher Kapitalbedarf, da sämtliche ASICs bereits bezahlt und geliefert seien. Die Unternehmensführung betonte, man setze weiterhin auf hohe Betriebseffizienz, CO₂-freie Energiequellen und eine skalierbare Infrastruktur, um langfristig stabile Einnahmen zu sichern und auf technologischem Spitzenstand zu bleiben.
