Bitcoin-Maschine auf Höchstleistung: HIVE meldet Rekord Quartal

Rekordzahlen im ersten Quartal
HIVE erzielte in den Monaten April bis Juni 2025 nach eigenen Angaben einen Gesamtumsatz von 45,6 Mio. US-Dollar, was einem deutlichen Plus von rund 45 % gegenüber dem Vorquartal entspreche. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) habe mit 44,6 Mio. US-Dollar einen neuen Höchstwert markiert. Auch die Bruttomarge habe sich erfreulich entwickelt und sei von 28,2 % auf 34,7 % gestiegen.
Der Hauptumsatzträger sei weiterhin das Bitcoin-Mining gewesen, das mit 40,8 Mio. US-Dollar um 44,9 % zugelegt habe. Das Unternehmen erklärte, dieser Sprung sei vor allem auf die deutliche Steigerung der durchschnittlichen Rechenleistung (Hashrate) von 5,9 EH/s auf 8,7 EH/s zurückzuführen. Die Produktion habe 406 Bitcoin erreicht, ein Zuwachs von 34 % gegenüber dem vorherigen Quartal. Besonders betonte das Management, dass dieser Anstieg trotz einer um 10,2 % gestiegenen rechnerischen Schwierigkeit im Netzwerk gelungen sei.
Wachstum im HPC-Geschäft
Im Hochleistungsrechnen habe die Tochtergesellschaft BUZZ HPC ihre Quartalsumsätze um knapp 60 % auf 4,8 Mio. US-Dollar gesteigert. HPC steht für die Bereitstellung großer Rechenkapazitäten, die etwa für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) genutzt werden. Laut Management sei das Wachstum auf eine steigende Nachfrage im Cloud-Computing- und KI-Sektor zurückzuführen.
Expansion und neue Projekte
HIVE betreibt Rechenzentren in Kanada, Schweden und Paraguay und setzt nach eigenen Angaben vollständig auf erneuerbare Wasserkraft. In Paraguay werde derzeit intensiv ausgebaut. Das Management erklärte, man wolle die Kapazität bis Thanksgiving 2025 auf 25 EH/s (Exahashes pro Sekunde) erhöhen. Dieser Wert beschreibt die Rechenleistung der Mining-Hardware – je höher, desto mehr Bitcoin können erzeugt werden. Ende Juli sei bereits die Marke von 15 EH/s überschritten worden, was einer täglichen Produktion von rund 7,5 Bitcoin entspreche.
Im HPC-Bereich plane HIVE den Kauf eines 7,2-MW-Datenzentrums in Toronto, das bis zu 5.000 GPUs (Grafikprozessoren) für KI-Anwendungen aufnehmen könne. Diese Prozessoren ermöglichen besonders schnelles Arbeiten bei komplexen Berechnungen. Zudem sei in Quebec ein weiterer NVIDIA-Hopper-GPU-Cluster in Betrieb genommen worden, der laut Management die Leistungsfähigkeit des HPC-Angebots deutlich steigern könne.
Ausblick
Zum Quartalsende verfügte HIVE über liquide Mittel und digitale Währungen im Wert von 71,9 Mio. US-Dollar. CFO Darcy Daubaras betonte, dass diese solide Basis das Unternehmen in die Lage versetze, Wachstumspläne umzusetzen und zugleich finanziell flexibel zu bleiben. Das Management rechnet damit, die Ausbaustufe von 25 EH/s noch vor Jahresende zu erreichen. Zudem soll der HPC-Umsatz bis Ende 2026 auf eine jährliche Größenordnung von 100 Mio. US-Dollar steigen. CEO Aydin Kilic sieht HIVE damit sowohl im Mining- als auch im KI-Bereich als einen der weltweit führenden Anbieter positioniert.

