Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von HIVE Digital Technologies erstellt.
158 Prozent mehr Umsatz: Bitcoin-Mining und KI-Infrastruktur sorgen für Tempo

Bitcoin-Mining treibt Umsatz
HIVE erzielte im Geschäft mit digitalen Währungen 278,3 Millionen US-Dollar Umsatz. Das entspricht einem Plus von 164 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Angaben beziehen sich auf HIVEs Geschäftsjahr 2026, das am 31. März 2026 endete. Es ist also nicht mit dem Kalenderjahr 2026 gleichzusetzen. Das Unternehmen erklärte, der Anstieg sei vor allem durch eine deutlich größere Mining-Flotte und höhere durchschnittliche Bitcoin-Preise entstanden. Der durchschnittliche Bitcoin-Preis habe im Geschäftsjahr 2026 bei 98.040 US-Dollar gelegen, nach 75.881 US-Dollar im Vorjahr.
Die produzierte Menge stieg ebenfalls deutlich. HIVE schürfte 2.885 Bitcoin, nach 1.414 Bitcoin im Vorjahr. Damit habe das Unternehmen seine Produktion um 104 Prozent erhöht, obwohl die Schwierigkeit im Bitcoin-Netzwerk um rund 42 Prozent gestiegen sei. Diese Schwierigkeit beschreibt, wie viel Rechenleistung nötig ist, um neue Bitcoin zu erzeugen. Zum Ende des Geschäftsjahres meldete HIVE eine installierte Hashrate von 25,1 EH/s (Exahash pro Sekunde, Maßeinheit für Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk). Nach einer gezielten Leistungsreduzierung zur Optimierung der Flotte habe die wirksame Hashrate bei rund 24,5 EH/s gelegen.
Paraguay stärkt die Infrastruktur
Ein wichtiger Wachstumstreiber war der Ausbau in Paraguay. President und CEO (Chief Executive Officer, Unternehmenschef) Aydin Kilic erklärte, HIVE habe dort 300 MW (Megawatt, Einheit für elektrische Leistung) wasserstrombetriebene Tier-I-Rechenzentrumskapazität aufgebaut. Tier I bezeichnet einfache, große Rechenzentren, die vor allem für energieintensive Anwendungen wie Bitcoin-Mining genutzt werden. Nach Angaben des Managements wurde diese Kapazität innerhalb von sechs Monaten in Betrieb genommen. Dazu gehörten auch zwei große Umspannwerke. Die größere Infrastruktur habe HIVE geholfen, die Mining-Produktion trotz steigender Netzwerk-Schwierigkeit auszuweiten.
BUZZ HPC wächst mit KI-Nachfrage
Neben Bitcoin-Mining baut HIVE sein Geschäft mit KI-Rechenleistung aus. BUZZ HPC (High Performance Computing, Hochleistungsrechnen) erzielte im Geschäftsjahr 2026 einen Rekordumsatz von 19,5 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr waren es 10,0 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen führte den Anstieg um 94 Prozent auf den Einsatz eines NVIDIA-H200-GPU-Clusters und eine starke Nachfrage nach GPU-Rechenleistung zurück. GPU (Graphics Processing Unit, Grafikprozessor) steht für Chips, die besonders gut für KI-Anwendungen geeignet sind. Im vierten Quartal lag der HPC-Umsatz bei 4,6 Millionen US-Dollar. Er fiel damit leicht niedriger aus als im dritten Quartal, weil sich die Bereitstellung eines Clusters mit 504 NVIDIA-B200-GPUs bei Bell Canada AI Fabric von März auf Mai 2026 verschoben habe. Gegenüber dem Vorjahresquartal sei der HPC-Umsatz dennoch um 54 Prozent gestiegen.

Operativ stärker, bilanziell im Minus
HIVE zeigte im Geschäftsjahr 2026 ein deutlich stärkeres operatives Geschäft. Die Brutto-Betriebsmarge stieg auf 107,9 Millionen US-Dollar, nach 25,1 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Auch das bereinigte EBITDA lag mit 72,9 Millionen US-Dollar klar im positiven Bereich. Diese Kennzahl zeigt, wie sich das Geschäft vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen entwickelt hat.
Unter dem Strich meldete HIVE dennoch einen Nettoverlust von 148,4 Millionen US-Dollar nach US-GAAP-Rechnungslegung. Der Grund lag vor allem in hohen nicht zahlungswirksamen Belastungen. Dazu gehörten 170,4 Millionen US-Dollar Abschreibungen auf Anlagen und Mining-Computer. Solche Abschreibungen sind buchhalterische Wertminderungen und bedeuten nicht, dass in gleicher Höhe Geld abgeflossen ist. Sie zeigen aber, dass die teure Mining- und Rechenzentrumsinfrastruktur über die Zeit bilanziell an Wert verliert.

Management blickt auf KI-Ausbau
Executive Chairman Frank Holmes sagte, das Geschäftsjahr 2026 sei für HIVE ein prägendes Jahr gewesen. Das Unternehmen habe seine Bitcoin-Hashrate von 6,5 EH/s auf 25,1 EH/s erhöht und den vertraglich gesicherten HPC ARR (Annual Recurring Revenue, jährlich wiederkehrender Umsatz) auf 35 Millionen US-Dollar ausgebaut.
Nach Angaben des Managements solle der KI-Bereich weiter wachsen. HIVE habe eine geplante 320-MW-KI-Gigafactory im Großraum Toronto angekündigt, die Kapazität für 100.000 NVIDIA-GPUs bieten würde. Zusammen mit weiteren Standorten verfüge HIVE über rund 400 MW an geplanter Tier-III-HPC-Kapazität. Tier III steht für leistungsfähigere Rechenzentren mit höherer Ausfallsicherheit, wie sie für KI-Anwendungen benötigt werden.
CEO Aydin Kilic erklärte, der erste flüssigkeitsgekühlte NVIDIA-B200-GPU-Cluster mit Bell Canada AI Fabric sei inzwischen in Betrieb und würde rund 15 Millionen US-Dollar zusätzlichen ARR beitragen. Zudem wolle HIVE die Zahl der verwalteten NVIDIA-GPUs bis Ende 2026 von rund 5.500 auf etwa 11.000 erhöhen. HIVE würde nach Darstellung des Managements künftig stärker an der Schnittstelle von Bitcoin und KI stehen. Der geplante Ausbau würde jedoch weiter hohe Investitionen, stabile Nachfrage nach Rechenleistung und eine planmäßige Umsetzung der Rechenzentrumsprojekte voraussetzen.
