US-Kredit für Dasa-Projekt steht vor Entscheidung

Das Unternehmen teilte mit, dass der Finanzierungsantrag durch das Credit Committee der US-Entwicklungsbank geprüft und zur weiteren Bewertung an das Investment Committee weitergeleitet worden sei. Interne Leitlinien der Bank sähen vor, dass die nächsten Schritte im Genehmigungsprozess innerhalb der kommenden zwei Monate erfolgen könnten. Das Management von Global Atomic deute jüngste US-Regierungsinitiativen, wie eine erhöhte Risikobereitschaft und mögliche Eigenkapitalbeteiligungen an strategischen Rohstoffprojekten, als positive Indikatoren für eine spätere Kreditbewilligung.
Alternative Finanzierung möglich
Parallel dazu verfolge das Unternehmen eine alternative Finanzierungsmöglichkeit. Diese beinhalte Gespräche mit der kanadischen Regierung über den möglichen Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der nigrischen Tochtergesellschaft SOMIDA, die das Dasa-Projekt betreibt. Eine solche Beteiligung könne als Projektfinanzierungsbaustein dienen, um Eigenkapital zu ersetzen oder zusätzliche Liquidität zu sichern.
Niger signalisiert uneingeschränkte Unterstützung
Im Rahmen eines kürzlich erfolgten Besuchs in Niger habe sich das Management mit hochrangigen Regierungsvertretern getroffen. Dabei seien unter anderem Gespräche mit dem Premierminister sowie dem Minister für Bergbau geführt worden. Unternehmensangaben zufolge habe Premierminister Zeine Global Atomics Vorgehensweise als vorbildlich bezeichnet und angekündigt, regulatorische Prozesse sowie logistische Abläufe beschleunigen zu lassen. Ziel sei es, Materialien für den Projektstandort künftig effizienter ins Land zu bringen. Präsident Tiani habe zudem das Projektgebiet persönlich besucht und sich vor Ort über den Fortschritt der Bauarbeiten informiert. Der Besuch sei von einem konstruktiven Austausch mit SOMIDA-Mitarbeitern begleitet worden.
Produktionsbeginn möglicherweise erst 2028
Stephen G. Roman, President und CEO von Global Atomic, habe betont, dass sich der ursprünglich geplante Produktionsstart verzögern könnte. Ursache seien Verzögerungen bei der Finanzierung sowie Herausforderungen in der Logistik. Nach aktueller Einschätzung des Managements sei ein Beginn der Uranproduktion vor dem Jahr 2028 zunehmend unwahrscheinlich. Global Atomic habe gegenüber der nigrischen Regierung erneut das Engagement für lokale Wertschöpfung betont. Laut Roman seien nahezu alle Mitarbeitenden des Projekts aus Niger, ebenso wie ein Großteil der beauftragten Zulieferer. Das Projekt sei, so die Darstellung des Unternehmens, „ein nigrisches Projekt für Niger“, das im Einklang mit den Entwicklungszielen der Regierung stehe. Die Regierung habe ihre langfristige Partnerschaft im Rahmen des Joint Ventures SOMIDA bekräftigt.
Weitere Schritte
In den kommenden Monaten wolle das Unternehmen insbesondere die Gespräche mit Finanzierungsinstitutionen vorantreiben. Parallel dazu sei geplant, gemeinsam mit der Regierung von Niger logistische Abläufe zu optimieren. Ziel sei es, die Lieferketten für den Materialtransport nach Niger effizienter zu gestalten und dadurch die Projektumsetzung zu beschleunigen.
