Global Atomic meldet Bau und Finanzierungserfolge

Baufortschritt Dasa
Im zweiten Quartal konzentrierte sich Global Atomic auf die vorbereitenden Arbeiten für die Aufbereitungsanlage. Laut CEO Stephen G. Roman seien Erd- und Fundamentarbeiten im Anlagenbereich weit fortgeschritten. Auch Wohnunterkünfte für Mitarbeitende und unterstützende Infrastruktur stünden kurz vor der Fertigstellung, erklärte das Unternehmen.
Zum Untertagebau teilte Global Atomic mit, der Ausbau komme voran. Auf der dritten Ebene neben der Erzzone liefen Arbeiten, und Gesteinsmaterial mit Urangehalten zwischen 240 und 5.000 ppm (Teile je Million) werde bereits an die Oberfläche transportiert. Dieses Material würde später beim Anfahren der Anlage verarbeitet. Langfristige Anlagenteile wie das Säurewerk seien gefertigt und größtenteils vor Ort. Die Fertigung kritischer Ausrüstungen sei abgeschlossen oder befinde sich in den letzten Zügen.
Projektfinanzierung
Eine zentrale Rolle für den Projekterfolg spiele die Finanzierung. Das Management erklärte, man befinde sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Verhandlungen mit einer Entwicklungsbank, die 60 % der Projektkosten über ein Darlehen tragen würde. Die Bank habe ihr Interesse bereits 2022 schriftlich bekundet und befinde sich nun in der finalen Phase der internen Kreditprüfung.
Parallel prüfe Global Atomic weitere Optionen, darunter eine Beteiligung auf Projektebene durch einen Minderheitsinvestor an der nigrischen Tochtergesellschaft SOMIDA. Gemäß Management solle sich eine solche Investition nicht am aktuellen Aktienkurs orientieren, sondern am im Rahmen der Machbarkeitsstudie ermittelten Projektwert.
Eigenkapital und Liquidität
Zum Quartalsende meldete das Unternehmen den Abschluss einer Kapitalerhöhung in Höhe von 24,8 Millionen CAD (kanadische Dollar). Das frische Kapital würde laut Management gezielt für Arbeiten entlang des kritischen Zeitplans eingesetzt. Gleichzeitig wolle man die Ausgaben strikt steuern, um möglichst liquide zu bleiben, bis die endgültige Projektfinanzierung gesichert sei.
Zink-Joint-Venture Türkei
Neben dem Uranprojekt betreibt Global Atomic ein Joint Venture in der Türkei zur Verwertung von EAFD (elektrischer Lichtbogenofenstaub), einem Nebenprodukt der Stahlherstellung. Das Unternehmen berichtete, die Verfügbarkeit dieses Rohstoffs sei wieder gestiegen und die Produktionskosten hätten sich verbessert. Für das zweite Halbjahr 2025 rechne das Management deshalb mit einem profitablen Betrieb.
Ausblick
Im weiteren Jahresverlauf würde das Management den Abschluss der Finanzierungsverhandlungen priorisieren und Mine sowie Aufbereitungsanlage schrittweise weiter ausbauen. Ein Produktionsbeginn im ersten Quartal 2026 würde angestrebt. Die geopolitische Lage in Niger könnte ein Unsicherheitsfaktor bleiben, gleichwohl würde die Bank nach Angaben des Unternehmens weiterhin engagiert am Projekt mitarbeiten.
