Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von ESGold erstellt.
Gold & Silberprojekt: 3D-Modell zeigt neue Ziele

Passives Verfahren blickt in die Tiefe
Für die zweite Phase der ANT (Ambient Noise Tomography) setzte CAUR Technologies 200 Drei-Komponenten-Geofone im Abstand von etwa 400 bis 600 Metern ein. Die Geräte zeichneten 32 Tage lang Bodenschwingungen auf. Anders als aktive seismische Verfahren benötigt ANT keine künstliche Schallquelle. Aus den Messungen entstand ein räumliches Modell an 1.251 Gitterpunkten. Nach Angaben von ESGold liefert die Auswertung geologische Hinweise für Tiefen zwischen rund 86 Metern und 1,2 Kilometern. Erkennbar seien breite, annähernd waagerechte Zonen mit niedriger Wellengeschwindigkeit sowie schmalere, fast senkrechte Korridore. Diese könnten unterschiedliche Gesteinspakete und tiefer reichende Störungszonen abbilden.

Historische Bohrungen ergänzen das Bild
Für das neue Modell führte Geomatic World die aktuellen Messungen mit älteren Informationen zusammen. Dazu gehören Karten, Gesteinsanalysen und Daten aus insgesamt 1.637 Bohrlöchern. 90 historische Bohrungen wurden erstmals berücksichtigt. Außerdem flossen die Ergebnisse von 1.707 Gesteinsproben ein. Nach Einschätzung von ESGold könnten Gold und Silber in Montauban zu einem größeren Lagerstätten-System gehören. Dieses sei ursprünglich durch heiße, mineralreiche Flüssigkeiten am damaligen Meeresboden entstanden. Spätere Bewegungen der Erdkruste könnten die metallhaltigen Gesteinsschichten gefaltet, verschoben oder übereinandergelegt haben. Das Unternehmen vermute deshalb, dass weitere Vorkommen auch außerhalb der früher untersuchten Gebiete liegen könnten.
Süden und Osten erhalten Priorität
Im Fokus stünden Bereiche, in denen geeignete Gesteine, strukturelle Korridore, geochemische Spuren von Zink, Kupfer, Barium und Silber sowie geophysikalische Signale zusammentreffen. Im Süden lasse sich die Geologie nun über die historischen Grubenbaue hinaus untersuchen. Im Osten und Südosten könnten Einheiten der bekannten Mineralisierung in weniger erkundete Gebiete verfolgt werden. Der Norden sei bislang vergleichsweise wenig getestet. CEO Gordon Robb erklärte, das Modell ermögliche eine systematische Rangfolge möglicher Ziele und eine gezieltere Verwendung des Explorationsbudgets. Director und Geological Engineer André Gauthier führte aus, entscheidend sei das räumliche Zusammentreffen verschiedener Hinweise. Die erkannten Strukturen seien für sich genommen kein Nachweis für Mineralisierung; Kartierung, Geochemie und Bohrungen würden ihre Bedeutung prüfen.

Bohrziele für 2027 werden vorbereitet
ESGold möchte zunächst die historische Bohrloch-Datenbank prüfen und das Modell weiter verfeinern. Danach sollen Ziele anhand übereinstimmender geologischer, geochemischer und geophysikalischer Daten bewertet werden. Für die bestgestützten Ziele würde das Unternehmen ein gezieltes Bohrprogramm entwickeln, zunächst mit Schwerpunkt auf den südlichen und östlichen Korridoren. Später könnten ausgewählte Ziele im Norden untersucht werden. Neue Bohr- und Analyseergebnisse sollen wieder in das 3D-Modell einfließen und die Auswahl weiterer Ziele präzisieren.
