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Zeichnet sich im Rohstoffsektor eine Konsolidierungswelle ab?

Die Jagd nach den interessantesten Rohstoffvorkommen hat längst begonnen.

Deutschland ist arm an Rohstoffen. Deshalb steht der Rohstoffsektor hierzulande nicht so sehr im Fokus der Massen. Man hat sich daran gewöhnt, dass die Rohstoffe angeblich aus dem Hafen und nicht aus den Tiefen der Erde kommen. Diese Sorglosigkeit von Politik, Unternehmen und Verbrauchern könnte sich schon bald bitter rächen, denn die Rohstoffe sind alles andere als frei verfügbar.

Während Deutschland auch in diesem sensiblen Gefahr läuft, die Zeichen der Zeit zu übersehen, wird innerhalb der Branche längst für die Zukunft geplant und in der wird es darauf ankommen, erstens über die richtigen Rohstoffe und zweitens auch über ausreichende Mengen dieser Metalle und Mineralien zu verfügen.

Was das bedeuten kann, wurde in der letzten Woche deutlich, denn innerhalb der Branche zeichnet sich die Möglichkeit einer Elefantenhochzeit ab: Die australische BHP hat angekündigt die südafrikanische Anglo American übernehmen zu wollen. Für Anglo American, zu dem beispielsweise auch der große Diamantenproduzent De Beers gehört, wollte BHP zunächst 39 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen. Dieser Plan ist aber in der Zwischenzeit vom Tisch, denn das Management von Anglo American hat das BHP-Angebot bereits als unzureichend zurückgewiesen.

Legt BHP noch einmal nach?

Nun denkt BHP einer Reutersmeldung zufolge darüber nach, sein Angebot zu erhöhten. Der Reutersquelle, die nicht genannt wurde, zufolge diskutiert das BHP-Management schon darüber, ob das Angebot nachgebessert wird. BHP selbst ließ verlauten, dass man Gerüchte am Markt nicht zu kommentieren pflege. Die kommenden Wochen versprechen in dieser Frage somit sehr spannend zu werden.

Unabhängig von der Frage, wie die Übernahmeschlacht am Ende ausgehen wird, ist damit eine neue Konsolidierungsrunde innerhalb des Rohstoffsektors eingeleitet worden. Schon im letzten Jahr hatte Newmont im Goldsektor Newcrest Mining übernommen, während die schweizerische Glencore daran gescheitert war, den Kupferproduzenten Teck zu übernehmen.

Anglo American ist zwar zu einem großen Teil in Besitz der südafrikanischen Oppenheimer-Familie, doch der offizielle Firmensitz ist London. Die Übernahme vollzieht sich daher nach britischem Recht und dieses sieht vor, dass BHP bis zum 22. Mai Zeit hat, ein verbessertes Angebot vorzulegen.

Wird die Konkurrenz nachziehen und ebenfalls Übernahmen starten?

Sollte dieses angenommen werden, würde der weltweit größte Produzent für Kupfer entstehen. Damit hätte die BHP anschließend mit Blick auf die Energiewende und das für sie zwingend benötigte Kupfer eine Schlüsselstellung inne, denn der kombinierte Konzern würde für etwa zehn Prozent der weltweiten Kupferproduktion stehen.

Zwei Fragen stellen sich anschließend dem Markt. Die erste Frage betrifft BHPs Konkurrenten. Werden sie nachziehen und ebenfalls eine Vergrößerung durch die Übernahme von kleineren Unternehmen anstreben? Wenn ja, könnte dem Sektor eine Übernahmewelle ins Haus stehen. Für die Aktionäre aller Unternehmen bedeutet dies zunächst einmal deutlich mehr Aufmerksamkeit und dadurch vermutlich auch höhere Aktienkurse.

Mit der zweiten Frage sind jetzt bereits die Aktionäre von Anglo American konfrontiert, denn es gilt wie bei jeder Übernahme den fairen Preis des zu übernehmenden Unternehmens zu bestimmen. Dass das Management von Anglo American das Angebot von BHP so schnell abgelehnt hat, deutet bereits darauf hin, dass man die Offerte als viel zu niedrig ansieht.

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