Kupfer-Schock! UBS warnt vor riesigem Defizit

Die Investmentbank UBS hebt ihre Prognose für den Kupferpreis deutlich an und sieht den Industriemetallmarkt vor einem wachsenden Angebotsdefizit. Die Analysten erhöhen ihre Preisziele um 500 US-Dollar je Tonne und erwarten bis März 2027 einen Anstieg auf 15.000 US-Dollar. Damit würde Kupfer seine Rolle als Schlüsselrohstoff für Industrie und Energiewende weiter stärken.
Defizit treibt langfristige Perspektive
Während kurzfristig eine Phase der Konsolidierung erwartet wird – unter anderem bedingt durch saisonal schwächere Nachfrage rund um das chinesische Neujahrsfest – bleibt der strukturelle Trend intakt. UBS prognostizierte für 2025 ein leicht reduziertes Defizit von rund 200.000 Tonnen. Für 2026 hingegen wird die Angebotslücke deutlich größer eingeschätzt und könnte auf etwa 520.000 Tonnen anwachsen. Die Bank empfiehlt Investoren, an Long-Positionen festzuhalten. Die Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Kupfer für Infrastruktur, Elektrifizierung und Digitalisierung. Sollte sich das erwartete Defizit bestätigen, könnten steigende Preise weitreichende Auswirkungen auf Industrie, Inflation und Rohstoffmärkte haben.
Kupfermarkt droht strukturelles Defizit bis 2040
Die globale Kupferversorgung könnte laut aktuellen Analysen bis 2040 vor einer erheblichen Lücke stehen. Daten von der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigen, dass die Nachfrage bereits 2030 rund 31,3 Mio. Tonnen erreichen könnte, während das Angebot lediglich bei etwa 25,9 Mio. Tonnen liegen dürfte. Bis 2040 würde sich diese Diskrepanz weiter ausweiten.

Wachsende Nachfrage trifft begrenztes Angebot
Die steigende Kupfernachfrage wäre vor allem auf strukturelle Entwicklungen wie Elektrifizierung, den Ausbau erneuerbarer Energien sowie den wachsenden Bedarf durch Rechenzentren und Künstliche Intelligenz zurückzuführen. Laut Prognosen der IEA könnte der Bedarf bis 2040 auf etwa 34,1 Mio. Tonnen steigen. Demgegenüber würde das Angebot nur moderat wachsen und im selben Zeitraum rund 25,4 Mio. Tonnen erreichen. Daraus ergäbe sich ein jährliches Defizit von bis zu 8,7 Mio. Tonnen. Unter der Annahme eines linearen Anstiegs summiere sich die Versorgungslücke über das Jahrzehnt auf etwa 70,5 Mio. Tonnen, was rund zwei Jahren der globalen Kupfernachfrage entsprechen könnte.
Hinzu kommt, dass große Kupferminen extrem lange Entwicklungszeiten aufweisen: Von der Exploration bis zur Produktion vergehen häufig mehr als 20 Jahre. Dadurch wird deutlich, dass kurzfristig kaum mit einem signifikanten Angebotsausbau durch neue Projekte zu rechnen ist. Bestehende und fortgeschrittene Projekte gewinnen daher zunehmend an Bedeutung, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass neue Vorkommen in naher Zukunft schnell erschlossen werden.
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