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Die ungewöhnliche Situation am physischen Goldmarkt hält an

Auch weiterhin verkaufen viele Edelmetallhändler zurückgekaufte Anlagemünzen ohne oder nur zu geringen Aufschlägen auf den Spotpreis an andere Kunden weiter.

Der Edelmetallhandel ist seit Wochen mit einer ungewöhnlichen Situation konfrontiert, denn das Verhältnis von Käufern zu Verkäufern hat sich stark verändert. Die Zahl der Käufer ist zurückgegangen, während sich die Anzahl der Verkäufer in manchen Kategorien mehr als verdoppelt hat.

Für Käufer herrschen am Goldmarkt deshalb derzeit beinahe paradiesische Zustände, denn der Preis ging im späten Mai und Juni wieder zurück und aktuell ist auch sehr viel Ware auf dem Markt verfügbar. Dies liegt weiterhin daran, dass viele Anleger im Westen die höheren Preise für Gold und Silber dazu genutzt haben, Kasse zu machen und sich von einem Teil ihrer Bestände zu trennen.

Da die Kaufbereitschaft nicht im gleichen Maß gestiegen ist, steht der Handel vor dem Problem, diese Zweitware möglichst schnell weiterverkaufen zu müssen, denn sie für eine längere Zeit selbst auf Lager zu nehmen bindet Kapital und schafft Kosten. Viele Händler gehen daher einen anderen Weg und verkaufen die von ihnen angekauften Münzen und Barren nur zu einem kleinen oder sogar zu gar keinem Aufpreis auf den Spotpreis weiter.

Beim Kauf eines „gebrauchten“ Krügerrands oder Maple Leafs können somit im Vergleich zu einer neu geprägten Münze beim Kauf rund 80 Euro gespart werden. Wobei zu berücksichtigen ist, dass auch die „gebrauchten“ Goldmünzen in diesen Fällen eingeschweißt oder verkapselt sind und damit keine Gebrauchsspuren aufweisen, die den ästhetischen Eindruck stören würden.

Eine solche Konstellation ist am Markt durchaus ungewöhnlich, denn auch die Händler brauchen ihre Marge um selbst überleben zu können. Wird diese allerdings zum eigenen Nachteil reduziert, macht dies gleichzeitig deutlich wie groß der Druck derzeit ist, was in diesem Fall gleichbedeutend mit einer schwächeren Nachfrage seitens der Goldkäufer ist.

Silber rennt in der ersten Juliwoche dem Gold davon

In der ersten Juliwoche konnte der Goldpreis auf US-Dollar-Basis wieder leicht um rund 1,6 Prozent zulegen. In Euro gerechnet ergab sich hingegen nur ein leichter Anstieg von 0,4 Prozent. Deutlich höhere Aufschläge waren hingegen beim Silber zu verzeichnen. Hier erhöhte sich der Preis in US-Dollar um 4,6% und in Euro um 3,2%.

Für den Juni melden die Edelmetallhändler einen deutlichen Rückgang des Geschäfts. Wobei die Verkäufe von Privatkunden deutlich höher ausfielen als die Käufe. Auf die anhaltende Schwäche und die fehlende Kaufbereitschaft der westlichen Anleger reagieren in der Zwischenzeit auch die Prägeanstalten.

Sie haben die Produktion ihrer Goldmünzen und -barren in den letzten Wochen deutlich zurückgefahren. So meldete beispielsweise die australische Perth-Mint einen Rückgang ihres Goldabsatzes gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel. Auch die US-amerikanische Münze erlebte einen starken Rückgang ihrer Verkäufe.

Mit der zurückgefahrenen Produktion von Gold und Silbermünzen wird allerdings nicht nur auf die aktuelle schwache Nachfrage reagiert. Es wird zugleich auch die Grundlage für sehr viel höhere Aufgelder in der Zukunft gelegt. Sie dürften in dem Moment aufgerufen werden, in dem die Nachfrage nach Gold und Silber seitens der Anleger wieder stark ansteigt, die Produktion der Münzen aber immer noch auf dem aktuellen niedrigen Niveau verharrt.

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