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Bestände am Gold-Top verkauft: Russland macht 1,68 Milliarden Dollar frei

Russland verkauft Gold für bis zu 1,68 Milliarden Dollar

Russlands Zentralbank hätte im Januar rund 300.000 Unzen Gold verkauft und damit Einnahmen zwischen 1,41 und 1,68 Milliarden US-Dollar erzielt. Hintergrund seien historische Höchststände beim Goldpreis von zeitweise über 5.500 US-Dollar je Unze, wie aus aktuellen Daten der russischen Notenbank hervorgehe. Trotz des Abbaus sanken die Bestände lediglich auf 74,5 Millionen Unzen, der erste Rückgang seit Oktober.

Gold als Liquiditäts- und Sicherheitsreserve

Obwohl physisch Gold abgeflossen sei, wäre der Gesamtwert der russischen Goldreserven im Januar um 23 Prozent auf 402,7 Milliarden US-Dollar gestiegen. Der durchschnittliche Goldpreis habe bei rund 4.700 US-Dollar gelegen, in der Spitze sogar bei 5.600 US-Dollar. Für rohstofforientierte Volkswirtschaften im deutschsprachigen Raum verdeutliche dies, wie stark Preisbewegungen staatliche Bilanzen beeinflussen könnten.

Hohe Goldreserven könnten Staaten im Krisenfall unmittelbare Liquidität sichern, da Bestände flexibel veräußert oder beliehen werden könnten. Zugleich erhöhe physisches Gold die finanzielle Unabhängigkeit von Fremdwährungen wie US-Dollar oder Euro. In einem Umfeld geopolitischer Spannungen und Sanktionen gewinne diese Form der Reservehaltung strategisch an Gewicht, da sie außerhalb klassischer Währungssysteme operiere. Dass diese Bedeutung nicht nur staatlich, sondern auch gesellschaftlich verankert sei, zeige der Blick auf die Binnenmarktdaten: Russische Verbraucher hätten 2024 laut Bericht 75,6 Tonnen Gold erworben, rund 25 Prozent der nationalen Jahresproduktion. Die hohe Nachfrage unterstreiche, dass Gold sowohl auf Ebene der Zentralbank als auch im Privatsektor als strategischer Wertspeicher wahrgenommen werde.

China und Binnenmarkt treiben Nachfrage

Laut Bloomberg hätten sich die russischen Edelmetallexporte nach China im ersten Halbjahr 2025 wertmäßig nahezu verdoppelt. Chinesische Importe von Erzen und Konzentraten – darunter Gold und Silber, seien um 80 Prozent auf eine Milliarde US-Dollar gestiegen. Parallel hätte die starke Preisrallye von rund 43 Prozent binnen zwölf Monaten den Exportwert zusätzlich erhöht. Auch im Inland wachse die Nachfrage: Russische Verbraucher hätten 2024 rund 75,6 Tonnen Gold erworben – etwa ein Viertel der nationalen Jahresproduktion. Neben Gold profitierten Produzenten wie MMC Norilsk Nickel laut Bericht von deutlich gestiegenen Palladium- und Platinpreisen.

China steigert Importe von russischem Gold und Silber deutlich. Quelle: China’s General Administration of Customs

Langfristiger Abwärtstrend bei Entdeckungen

Während die globale Goldnachfrage auf hohem Niveau stabil bleibt, zeichnet sich auf der Angebotsseite ein gegenteiliger Trend ab. Große Neuentdeckungen werden zunehmend seltener, was die langfristige Versorgungssituation verschärft und bestehende Projekte strategisch aufwertet.

In den 1990er-Jahren wurden laut S&P Global jährlich teils mehr als 20 große Goldlagerstätten entdeckt, mit einem Höchstwert von 28 Funden Mitte des Jahrzehnts. Seitdem hat sich das Bild deutlich gewandelt. Zwar kam es in den 2000er-Jahren noch vereinzelt zu Erholungen, etwa mit 22 Entdeckungen im Jahr 2006, doch ab 2012 brachen die Zahlen stark ein. In den vergangenen zehn Jahren bewegte sich die Zahl neuer Großfunde meist im niedrigen einstelligen Bereich.

Rueckgang grosser Goldentdeckungen trotz stabiler Nachfrage. Quelle: AZURIA Capital, S&P Global

Askari Metals setzt auf Gold-Exploration

Askari Metals will das aktuelle Hochpreisumfeld bei Gold gezielt nutzen, um das Nejo-Gold-Kupferprojekt in Äthiopien zügig voranzubringen. Laut Management handelt es sich um ein Flaggschiffprojekt mit Seltenheitswert: großflächig, strategisch gelegen und mit bereits nachgewiesenen mineralisierten Zonen. CEO Gino D’Anna spricht von einer attraktiven Ausgangslage, um in einem vergleichsweise stabilen rechtlichen Umfeld rasch in Richtung Ressourcendefinition zu arbeiten. Laufende Programme wie systematische Probenahmen, die Auswertung historischer Daten, geophysikalische Untersuchungen sowie geplante Bohrungen sollen das Projekt weiter voranbringen. Die jüngste Kapitalaufnahme und Projektverkäufe hätten laut Unternehmen zudem eine solide finanzielle Basis geschaffen, um das Explorationspotenzial konsequent zu entwickeln.

Kalamazoo stellt die Weichen für eine neue Wachstumsphase

Mit dem Start der Pre-Feasibility-Study bei Mt Olympus treibe Kalamazoo Resources die Entwicklung seines 1,44-Millionen-Unzen-Projekts Ashburton gezielt voran. Nach der positiven Scoping Study und der Bestätigung zusätzlicher Untertage-Potenziale rücke das Unternehmen nun in die nächste Projektphase vor. Parallel laufende Bohrprogramme sollen die Ressourcensicherheit erhöhen und weiteres Wachstumspotenzial unterhalb des geplanten Tagebaus erschließen. Executive Chairman Luke Reinehr habe in diesem Zusammenhang erklärt, man sehe in Mt Olympus die Grundlage für einen margenstarken, langfristigen Goldproduzenten in einer der bedeutendsten Bergbauregionen Australiens. Damit vollziehe Kalamazoo den strategischen Übergang vom Explorer hin zum angehenden Goldentwickler, gestützt auf steigende Goldpreise und eine solide Ressourcenbasis.

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