Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von American Rare Earths erstellt.
Neue Studie zu Seltenen Erden: US-Projekt wird deutlich größer

American Rare Earths meldet für die geplante Cowboy State Mine in Wyoming einen Kapitalwert nach Steuern von 1,073 Milliarden USD. Die aktualisierte Scoping-Studie sieht 26 Produktionsjahre, eine Verarbeitung von 4,5 Millionen Tonnen jährlich und durchschnittlich knapp 2.500 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid pro Jahr vor. Der größere Minenplan erhöht die mögliche Produktion, lässt aber auch den anfänglichen Kapitalbedarf auf rund 900 Millionen USD steigen.
Große Ressource erleichtert die Minenplanung
Halleck Creek umfasst laut Ressourcenschätzung rund 2,63 Milliarden Tonnen mit durchschnittlich 3.292 Teilen pro Million Gesamt-Seltenerdoxiden. Der aktuelle Minenplan nutzt davon lediglich 116,4 Millionen Tonnen aus dem Gebiet der Cowboy State Mine. Damit bildet die Studie eine erste Ausbaustufe ab und nicht die Entwicklung des gesamten Vorkommens.
Zusätzlich müssten 18,7 Millionen Tonnen Abraum bewegt werden. Das Verhältnis von Abraum zu nutzbarem Material liegt damit bei niedrigen 0,16 zu 1. Da die Mineralisierung nahe der Oberfläche beginnt, wären vergleichsweise geringe Vorarbeiten nötig, bevor das nutzbare Gestein erreicht würde. Der Produktionsplan berücksichtigt ausschließlich angezeigte Ressourcen mit höherer geologischer Sicherheit. Abgeleitete Ressourcen wurden wie Abraum behandelt und erzeugen im Modell keine Erlöse.

Verarbeitung bestimmt Kosten und Ausbeute
Das Gestein soll zunächst an der Mine zerkleinert und durch Schwerkraft sowie Magnetabscheidung konzentriert werden. Nur 6,4 Prozent der ursprünglichen Masse würden anschließend zur Raffinerie transportiert, während etwa 64,8 Prozent der enthaltenen Seltenerdoxide erhalten blieben. Der Gehalt würde sich dadurch ungefähr verzehnfachen. Eine kleinere Konzentratmenge senkt den Materialtransport und reduziert das Volumen, das chemisch verarbeitet werden müsste.
In einer noch auszuwählenden Raffinerie bei Wheatland oder Laramie sollen Säure-Laugung und Lösungsmittelextraktion vier Produkte erzeugen: NdPr-Oxid, Terbiumoxid, Dysprosiumoxid sowie ein Mischoxid aus Samarium, Europium und Gadolinium. Die Ausbeute bis zum verkaufsfähigen Produkt beträgt bei NdPr 58,2 Prozent, bei Terbium 28,7 Prozent und bei Dysprosium 12,4 Prozent. Diese Werte liegen teilweise deutlich unter den Annahmen von 2025. Weitere Tests sollen deshalb klären, wie viel der im Gestein enthaltenen Seltenen Erden im kontinuierlichen Betrieb tatsächlich gewonnen werden könnte.
Wirtschaftlichkeit hängt vor allem an NdPr
Die Studie kalkuliert über die Laufzeit mit Erlösen von 11,245 Milliarden USD und Betriebskosten von 4,618 Milliarden USD. Nach Steuern ergibt sich bei einem Abzinsungssatz von 8 Prozent ein Kapitalwert von 1,073 Milliarden USD. Die interne Verzinsung beträgt 20,7 Prozent, die Amortisationszeit 6,9 Jahre ab der ersten Kapitalausgabe. Der Kapitalwert berücksichtigt, dass spätere Zahlungsströme weniger stark gewichtet werden als frühere.
Rund 87 Prozent der Erlöse stammen aus NdPr-Oxid, das vor allem für Permanentmagnete benötigt wird. Die Rechnung verwendet einen Preis von 151 USD je Kilogramm, obwohl noch keine Abnahmeverträge bestehen. Sinkt der NdPr-Preis oder die NdPr-Ausbeute einzeln um 30 Prozent, fällt der Kapitalwert auf 283 Millionen USD. Die Sensitivitätsanalyse verändert jedoch immer nur einen Faktor und untersucht keine gleichzeitige Verschlechterung von Preisen, Ausbeuten, Kosten und Zeitplan.

Größeres Projekt kostet deutlich mehr
Gegenüber der Studie von 2025 steigt die Verarbeitungskapazität um 50 Prozent und die durchschnittliche NdPr-Produktion um 36 Prozent. Die modellierte Betriebsdauer verlängert sich von 20 auf 26 Jahre. Gleichzeitig wächst der anfängliche Kapitalbedarf von 456 Millionen USD auf 900,8 Millionen USD. Davon entfallen 546,7 Millionen USD auf Aufbereitung und Raffinerie. Weitere 207,9 Millionen USD sind als Reserve für mögliche Mehrkosten eingeplant.
Die höheren Produktionswerte erklären den gestiegenen Kapitalwert nur teilweise. Die neue Berechnung verwendet zugleich einen NdPr-Preis von 151 USD je Kilogramm statt 91 USD und einen Abzinsungssatz von 8 statt 10 Prozent. Bei vergleichbaren 10 Prozent beträgt der neue Kapitalwert 764 Millionen USD gegenüber 558 Millionen USD im früheren Modell. Die interne Verzinsung sinkt trotz des höheren Kapitalwerts von 24 auf rund 21 Prozent, weil für die größere Anlage wesentlich mehr Anfangskapital benötigt würde.
Tests und Finanzierung entscheiden über den nächsten Schritt
Eine größere Probe befinde sich bei Nagrom in Perth und solle im Dezember 2026 an den Saskatchewan Research Council weitergegeben werden. Die Versuche würden vor allem die Ausbeuten bei NdPr und den schweren Seltenen Erden untersuchen. Getrennte Seltenerdoxide aus dem Pilot- und Demonstrationsprogramm würden für das späte zweite Quartal 2027 angestrebt. Parallel müsste American Rare Earths den Raffineriestandort bestimmen, die Wasserversorgung sichern und die Genehmigungsunterlagen mit WWC Engineering weiterentwickeln.
Für die nächste Arbeitsphase veranschlagt die Studie rund 7 Millionen USD. Der spätere Bau würde dagegen etwa 900,8 Millionen USD erfordern und die vorhandenen Barmittel deutlich übersteigen. American Rare Earths prüfe deshalb Projektkredite, Eigenkapital, staatliche Programme, strategische Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen. Die Interessenbekundung der US-Export-Import-Bank sei unverbindlich, und ein formeller Finanzierungsprozess habe noch nicht begonnen.
