American Rare Earths: Starke Testergebnisse aus Halleck Creek

Hohe Ausbeuten bei Leicht- und Schwer-Seltenen Erden
Laut Unternehmensangaben wurden bei optimalen Bedingungen beeindruckende Gewinnungsraten erzielt: Neodym (Nd) und Praseodym (Pr) erreichten Ausbeuten von 84 % beziehungsweise 85 %. Beide Elemente sind essenziell für die Herstellung leistungsfähiger Permanentmagneten in Windkraftanlagen und Elektrofahrzeugen. Auch bei den schwereren Seltenen Erden Dysprosium (Dy) und Terbium (Tb) wurden mit 46 % und 52 % respektable Werte erreicht. Diese gelten als besonders wichtig für Anwendungen in der US-amerikanischen Verteidigungs- und Hightech-Industrie.
Reduzierte Verunreinigungen und energieeffizientes Verfahren
Die Tests zeigten zudem eine signifikante Reduktion von Eisen- und Aluminiumverunreinigungen um das Fünffache bzw. knapp das Dreifache im Vergleich zu früheren Studien. Nach Unternehmensangaben sei dies auf eine verbesserte Aufbereitung zurückzuführen, die Schwerkraftspiralen und magnetische Trennung kombiniert. Diese Technologien entfernen störende eisenhaltige Mineralien bereits früh im Prozess.
Als bevorzugte Methode wurde das Atmospheric Tank Leaching (Atmosphärische Tanklaugung) identifiziert. Dieses Verfahren gilt als energie- und ressourcenschonender im Vergleich zu herkömmlichen Techniken wie dem kostenintensiven Acid-Bake-Prozess, der sehr hohe Temperaturen erfordert.

Testprogramm: Umfang und Bedeutung
Die Testkampagne umfasste 25 verschiedene Laugungsversuche mit unterschiedlichen Parametern, um die besten Bedingungen für die Gewinnung der seltenen Erden zu ermitteln. Die Arbeiten fanden im bekannten SGS-Labor in Lakefield, Ontario (Kanada), statt. Das Ausgangsmaterial stammte aus vier Bohrkernen des Bereichs "Cowboy State Mine", der Teil des größeren Halleck Creek-Projekts ist.
Bevor die Laugung begann, wurden die Proben aufbereitet: Zunächst nutzten die Experten sogenannte Spiralen - eine Technik, bei der schwere Mineralien durch Schwerkraft von leichterem Material getrennt werden. Anschließend kam ein Magnetabscheider zum Einsatz, der eisenhaltige Partikel entfernt. Dieses Verfahren reduzierte Verunreinigungen bereits im Vorfeld und machte die anschließende chemische Behandlung effizienter und umweltfreundlicher.
Das Management von American Rare Earths bewertet die Ergebnisse als "wesentlichen Fortschritt" für die Pre-Feasibility-Studie (PFS). Die gewonnenen Daten sollen direkt in die Entwicklung des Prozessfließschemas einfließen und helfen, technische und wirtschaftliche Risiken im weiteren Projektverlauf zu minimieren.

Nächste Schritte und Ausblick
Im nächsten Schritt sollen weiterführende Tests zur Entfernung verbleibender Verunreinigungen erfolgen. Diese sind entscheidend, um die Effizienz des Gesamtprozesses weiter zu optimieren und die Grundlagen für die geplante Machbarkeitsstudie (PFS) zu schaffen.
Das Halleck Creek-Projekt gilt bereits heute als eine der größten bekannten Seltene-Erden-Lagerstätten Nordamerikas. Das Management betrachtet es als strategisches Schlüsselprojekt, das dazu beitragen könnte, die US-amerikanische Abhängigkeit von Importen - insbesondere aus China - zu verringern und die Versorgungsketten für kritische Mineralien zu stärken.
Mit diesen positiven Testergebnissen rückt Halleck Creek näher an die industrielle Umsetzung. Das Unternehmen betont, dass das Projekt das Potenzial habe, einen maßgeblichen Beitrag zur Versorgungssicherheit der USA mit kritischen Rohstoffen zu leisten - ein Aspekt, der angesichts geopolitischer Spannungen und der wachsenden Nachfrage nach Seltenen Erden für die Energiewende immer mehr an Bedeutung gewinnt
