Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von Aguia Resources erstellt.
Vom Boden aufs Feld: Hier wird aus Phosphat jetzt Geld

Produktversuche sollen größere Aufträge vorbereiten
Die bisherigen Lieferungen seien überwiegend für Produktversuche während der sommerlichen Anbausaison bestimmt. Sie entsprächen weniger als zehn Prozent des saisonalen Bedarfs der beteiligten Kunden. Das Verkaufsteam führe zudem Gespräche mit größeren landwirtschaftlichen Abnehmern, deren anfängliche Testmengen bis zu fünf Prozent ihres jeweiligen Bedarfs ausmachen könnten.
Nach Angaben von Aguia verbrauchten diese potenziellen Kunden zusammen knapp 40.000 Tonnen Phosphatdünger pro Jahr. Erfolgreiche Feldversuche könnten daher die Grundlage für umfangreichere Bestellungen bilden. Die bereits gelagerten 30.000 Tonnen Erz sollen schrittweise verarbeitet und verkauft werden. Die behördliche Genehmigung zur Vermarktung und Rechnungsstellung für Pampafos hatte das Landwirtschaftsministerium im Mai erteilt.
Passo Feio als zusätzliche Rohstoffquelle
Parallel entwickelt Aguia das nahe gelegene Gebiet Passo Feio. Dort habe das Unternehmen 2025 und 2026 insgesamt 392 Schneckenbohrungen über rund 2.060 Meter niedergebracht. Untersucht worden sei vor allem oberflächennahes Saprolitgestein, also stark verwittertes Gestein. Die Bohrungen seien im Durchschnitt sechs Meter und höchstens 25 Meter tief gewesen.
Laut Aguia hätten die untersuchten Abschnitte bei einem Schwellenwert von 3,5 Prozent einen durchschnittlichen Gehalt von sieben Prozent Phosphorpentoxid erreicht. Einzelne Ergebnisse hätten bis zu 22 Prozent betragen. Diese Angaben stellen noch keine Ressourcenschätzung dar. Weitere Arbeiten nach den Regeln des australischen JORC-Standards sollen Umfang und Qualität des Materials genauer bestimmen.
Gericht prüft umstrittene Entscheidung
Am 15. September 2026 gab der dritte Senat des Regionalen Bundesgerichts der vierten Region den Berufungen der Bundesstaatsanwaltschaft und beteiligter Verbände teilweise statt. Eine Mehrheit von drei der fünf Richter vertrat die Auffassung, die Umweltgenehmigung müsse für ungültig erklärt werden, weil der Betrieb des Projekts noch nicht aufgenommen worden sei. Aguia widerspricht dieser Begründung. Das Unternehmen habe dem Gericht Betriebsgenehmigungen sowie Angaben zu bereits abgebautem Erz, geschaffenen Arbeitsplätzen und den möglichen Folgen einer Unterbrechung vorgelegt.
Am 7. Oktober lehnte Richter Roger Raupp Rios Anträge von Águia Fertilizantes und dem Bundesstaat Rio Grande do Sul ab, die Entscheidung vom 15. September vorläufig auszusetzen. Dieser Beschluss entscheide nach Angaben des Unternehmens jedoch nicht über die inhaltlichen Einwände und binde den zuständigen Senat bei seiner weiteren Beratung nicht. Zusätzlich beantragte die Gemeinde Lavras do Sul eine Aufhebung der Entscheidung, weil sie nach eigener Darstellung nicht in das Verfahren einbezogen worden sei.
Der Senat würde die Einwände und den Antrag der Gemeinde voraussichtlich innerhalb von 30 bis 60 Tagen behandeln. Dabei sollte insbesondere geprüft werden, ob die Entscheidung von einer unzutreffenden Annahme über den Betriebsbeginn ausgegangen sei. Aguia berichtet, dass Abbau, Verarbeitung und Verkauf während des Verfahrens fortgesetzt würden. Bei einem ungünstigen Ausgang könnte das Unternehmen weitere Rechtsmittel beim Obersten Gerichtshof STJ oder beim Obersten Bundesgericht STF einlegen.
Rückhalt aus der Region
Unterdessen organisierte der Wirtschaftsverband Federasul unter dem Vorsitz von Rodrigo Sousa Costa in Porto Alegre eine öffentliche Kundgebung für das Projekt, regionale Arbeitsplätze und weitere Investitionen. Neben Beschäftigten, Landwirten und Wirtschaftsvertretern nahmen nach Angaben von Aguia mehr als 20 Bürgermeister, Ratsmitglieder und Abgeordnete teil.
Managing Director und CEO Timothy Hosking erklärte, die Unterstützung verschiedener regionaler Interessengruppen habe das Unternehmen ermutigt. Die erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit habe zudem weitere Anfragen zu Pampafos ausgelöst. Produktion und Verkauf würden während des juristischen Verfahrens fortgeführt.
Genehmigungen und Ausbau im Fokus
Für Passo Feio würde Aguia zunächst eine vereinfachte Umweltverträglichkeitsprüfung abschließen. Das Unternehmen rechne dafür mit etwa 90 Tagen und anschließend mit weiteren 90 bis 120 Tagen für die Bergbau-Lizenz. Ergebnisse nach dem JORC-Standard sollten im ersten Quartal 2027 vorgelegt werden. Nach Fertigstellung der neuen Anlage bei Três Estradas, die Aguia für Ende 2027 oder Anfang 2028 anstrebe, könnte Erz aus Passo Feio das bisherige Ausgangsmaterial schrittweise ersetzen.

