Optimierte Prozesse, bessere Ausbeute: Aguia setzt auf Effizienz

Optimierung steigert Goldausbeute in Santa Barbara
Laut Unternehmensangaben habe eine umfassende technische Analyse durch einen unabhängigen Mine Engineer zu strategischen Anpassungen in der Santa Barbara-Goldmine geführt. Diese hätten unter anderem eine Vereinfachung der Prozessführung, die Umstellung auf Chargenbetrieb sowie eine Reduktion des Personals umfasst. Ziel sei es gewesen, Betriebskosten zu senken und die Effizienz der Goldgewinnung zu steigern. Das Management berichtete, dass sich die Goldausbeute im Dezember auf 70 % verbessert habe, ein Anstieg von 45 % gegenüber dem Durchschnitt der Monate Juli bis November. Auf dieser Grundlage hätten sich die Goldverkäufe im Dezember auf rund 120.000 AUD belaufen. Perspektivisch strebe man Erholungsraten von über 80 % an.
Neuentdeckung erweitert geologisches Potenzial
Ein weiteres Ergebnis der untertägigen Arbeiten sei die Entdeckung einer bislang nicht identifizierten mineralisierten Ader in Nähe der bestehenden Erschließung. Die Struktur verlaufe quer zu den bekannten Santa Barbara- und Mariana-Adern. Kanalproben aus einem alten Stollen hätten Goldgehalte von 18,6 g/t, 16,49 g/t und 9,51 g/t ergeben. Die Unternehmensführung äußerte, dies deute auf die Möglichkeit eines umfangreicheren, möglicherweise zusammenhängenden Lagerstättensystems hin.
Três Estradas: Start der Phosphatproduktion vorbereitet
In Brasilien schreite das Phosphatprojekt Três Estradas planmäßig voran. Das Unternehmen habe mitgeteilt, dass die Bauarbeiten zur Erweiterung der DB-Verarbeitungsanlage im Einklang mit dem bestehenden Finanzierungsrahmen stünden. Die Erteilung der Betriebsgenehmigung durch die Umweltbehörde FEPAM werde laut Management im März 2026 erwartet. Direkt im Anschluss solle mit der Minenerschließung begonnen werden. Die erste Produktverladung sei für Mai 2026 vorgesehen. Zur Finanzierung sei im Berichtszeitraum ein Bankdarlehen über 6 Mio. BRL (rund 1,7 Mio. AUD) zwischen der Tochtergesellschaft Aguia Fertilizantes und der Regionalentwicklungsbank BRDE abgeschlossen worden. Die Mittel seien zweckgebunden für die Modernisierung der Verarbeitungseinheit und die Vorbereitung des Minenbetriebs.

Vertrieb: Absatz von PAMPAFOS™ im Aufbau
Das Unternehmen berichtete von sieben unterzeichneten Absichtserklärungen zum Verkauf von insgesamt 54.000 Tonnen des Phosphatprodukts PAMPAFOS™ in Südbrasilien und Uruguay. Darüber hinaus habe das Landwirtschaftsministerium MAPA dem Produkt die Zulassung erteilt. Vor Ausstellung des endgültigen Zertifikats müsse laut Aguia jedoch noch eine abschließende Inspektion der Produktionsanlage erfolgen.
Ausblick
Das Management erklärte, man erwarte in den kommenden Monaten einen Übergang in die reguläre Produktion. In Brasilien liege der Fokus auf der Inbetriebnahme der Phosphatproduktion, in Kolumbien auf der Steigerung der Goldausbeute und der geologischen Erkundung. Laut CEO Tim Hosking wolle das Unternehmen mittelfristig auch eine erste Ressourcenschätzung nach dem australischen JORC-Standard für Santa Barbara vorlegen. Diese gelte als Voraussetzung für eine formelle Produktionsprognose.
