Neuer CEO bei Aguia: Tim Hosking übernimmt Unternehmensführung

Internationale Führungserfahrung mit Südamerika-Fokus
Hosking verfüge laut Aguia über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Rohstoffsektor und habe in den vergangenen 15 Jahren insbesondere in Brasilien und Peru gearbeitet. Frühere Stationen seien unter anderem seine Rolle als General Manager South America bei Karoon Energy über einen Zeitraum von zwölf Jahren sowie seine Tätigkeit als Country Manager bei Glenfarne Group gewesen. In diesen Positionen habe er bedeutende Akquisitionen im Öl- und Energiesektor verantwortet und sei mit Kapitalmarkt- und Regierungsprozessen in der Region bestens vertraut.
Phosphatprojekt: Fortschritte in Brasilien
Bereits vor seiner Ernennung zum CEO habe Tim Hosking laut Unternehmensangaben in seiner Funktion als Country Manager die Phosphatstrategie von Aguia Resources in Brasilien maßgeblich geprägt. Er sei federführend an der Unterzeichnung eines langfristigen Mietvertrags mit dem brasilianischen Unternehmen Grupo Dagoberto Barcelos (DB) beteiligt gewesen, das über eine bestehende Verarbeitungsanlage verfüge. Zudem habe er eine Kreditfinanzierung durch eine brasilianische Entwicklungsbank vorbereitet, um die nötigen Investitionen für den Produktionsstart abzusichern. Parallel dazu seien erste Abnahmeverträge für das Produkt Pampafos ausgehandelt worden.
Das Management stellte in Aussicht, dass die Produktion im ersten Quartal 2026 aufgenommen werden könnte. In den Folgejahren solle die Jahreskapazität schrittweise auf bis zu 300.000 Tonnen steigen. Damit verfolge Aguia das Ziel, die derzeitige vollständige Importabhängigkeit von Phosphat in der brasilianischen Agrarregion Rio Grande do Sul spürbar zu reduzieren.
Goldprojekt in Kolumbien: Klares Sanierungsziel
Neben seiner Verantwortung in Brasilien leite Hosking künftig auch die operativen Abläufe im kolumbianischen Santa Barbara-Projekt. Dort sei es bislang nicht gelungen, die wirtschaftlich erwarteten Ausbeuten in der Goldverarbeitung zu erzielen, trotz geologisch überzeugender Lagerstätten. Hosking habe erklärt, dass insbesondere bei der metallurgischen Verarbeitung erheblicher Optimierungsbedarf bestehe. Um gegenzusteuern, habe das Management bereits Personal abgebaut und operative Prozesse gestrafft. Weitere Maßnahmen seien laut Hosking in Umsetzung, um das Projekt auf ein nachhaltiges wirtschaftliches Fundament zu stellen.
Prioritäten des neuen CEO
Hosking kündigte an, die Umsetzung folgender operativer Schwerpunkte voranzutreiben:
-Stabilisierung der Goldverarbeitung und Kosteneffizienz am Standort Kolumbien
-Umsetzung des Produktionsstarts im brasilianischen Phosphatprojekt bis Anfang 2026
-Erweiterung der Explorationsprogramme zur Erschließung neuer Rohstoffpotenziale
Er sehe großes Potenzial in beiden Geschäftszweigen. Die Kombination aus regionaler Nachfrage, fortgeschrittenen Projektstadien und bestehender Infrastruktur biete laut seiner Einschätzung eine solide Ausgangslage für weiteres Wachstum.
