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Sitz
Australien
Branche
Gold & Phosphat Developer
Website
aguiaresources.com.au

Lokale Phosphatproduktion startet 2026? AGR erreicht nächste Entwicklungsstufe

Aguia Resources meldet deutliche Fortschritte beim Aufbau seines Phosphatprojekts Três Estradas. Nach Unternehmensangaben könne der Abbau im März 2026 beginnen, sofern die erwartete Betriebsgenehmigung durch die Umweltbehörde FEPAM vorliege. Die Auslieferung des Produkts PAMPAFOS™ solle bereits ab Mai erfolgen. Die Gesellschaft sehe sich gut positioniert, um die steigende Nachfrage nach lokalem Düngemittel in Südbrasilien und Uruguay zu bedienen.

Infrastruktur steht, Genehmigung im Anflug

Laut Angaben des Managements seien die internen Zufahrtsstraßen auf dem Gelände von Três Estradas abgeschlossen. Zudem sei ein neun Kilometer langer öffentlicher Straßenabschnitt saniert worden. Die Entwässerungssysteme im Abraum- und Grubenbereich seien installiert. Durch die westliche Verlegung eines Hauptabflusskanals könnten rund 5,4 Hektar nativer Vegetation erhalten bleiben. Die zuständige Umweltbehörde FEPAM werde diese Änderung am 8. Dezember vor Ort inspizieren. Die Umweltberatung ABG führe parallel kontinuierliche Messungen von Luft, Wasser, Boden sowie der lokalen Tierwelt durch. Die Einreichung der finalen Umweltberichte solle im Januar erfolgen. Das Unternehmen gehe davon aus, dass die Betriebslizenz (LO) im Februar oder März 2026 erteilt werden könne.

Nach Erhalt der Lizenz solle unmittelbar mit dem Abbau begonnen werden, um ein erstes Lager anzulegen. Die Inbetriebnahme der Verarbeitung sei für März und April angesetzt. Die erste Lieferung an Kunden werde laut Prognose des Managements im Mai 2026 erfolgen.

Bauarbeiten am Sumpfbereich des Phosphatprojekts Três Estradas im Dezember

Verarbeitungsanlage: Übergabe erfolgt, Umbau gestartet

Die von Dagoberto Barcelos S.A. gepachtete Verarbeitungsanlage in Caçapava do Sul, rund 110 Kilometer entfernt, befinde sich laut Bericht in der finalen Ausbauphase. Fundamente für LKW-Waage, Bürogebäude und Beladesilos seien im Bau, die Inbetriebnahme der Infrastruktur werde bis Januar abgeschlossen sein. Zur Finanzierung habe das Unternehmen ein Darlehen über 6 Mio. BRL (ca. 1,7 Mio. AUD) von der Entwicklungsbank BRDE erhalten. Das Werk werde zunächst 100.000 Tonnen PAMPAFOS™ pro Jahr produzieren. Eine Verdopplung auf 200.000 Tonnen sowie eine Erweiterung auf bis zu 300.000 Tonnen sei in Planung.

Absatzplanung: Erste Lieferverträge abgeschlossen

Nach Unternehmensangaben seien bereits sieben Letters of Intent (LOIs) abgeschlossen worden, mit einem Gesamtvolumen von 54.000 Tonnen. Davon entfielen 5.000 Tonnen auf Uruguay. Zur Marktzulassung sei eine Registrierung des Produkts bei den Behörden in Uruguay bis März 2026 geplant. Agronomische Tests sollen in Kooperation mit dem Forschungsinstitut INIA durchgeführt werden. Diese würden unter Leitung von Dr. Jesús Castillo (INIA) und Dr. Felipe Carmona (Aguia) über drei Jahre laufen. Uruguay gelte dem Unternehmen zufolge als strategischer Markt für biologisch zertifizierte Nahrungsmittel mit Fokus auf organische Düngemittel.

Forschung: Biologischer Aufschluss beschleunigt sich um 60 %

Gemeinsam mit dem Komposthersteller Ecocitrus testete Aguia eine Mischung aus 50 % phosphathaltigem Gestein und 50 % organischem Kompost. Der biologische Aufschlussprozess sei dadurch auf 30 Tage reduziert worden, deutlich schneller als die sonst üblichen 100 Tage. Die Temperaturen in den Proben hätten bereits nach drei Tagen über 45 °C erreicht, begleitet von intensiver Pilzentwicklung. Laut Ecocitrus-Forscher Albari Pedroso habe sich der Pilz unerwartet gleichmäßig in der gesamten Probe verbreitet. Die beschleunigte Umsetzung deute auf eine hohe biologische Aktivität hin, die potenziell zu einem marktfähigen organomineralischen Düngemittel führen könne.

Pilzentwicklung auf Kompost-Phosphat-Mischung bei biologischem Aufschlussversuch sichtbar

Marge von über 130 AUD pro Tonne möglich

Bei einem Marktpreis von über 200 AUD pro Tonne und geschätzten Produktionskosten von etwa 65 AUD je Tonne rechne das Unternehmen mit einer Bruttomarge von rund 135 AUD. Bei einer geplanten Jahresproduktion von 160.000 Tonnen ergäbe sich ein potenzieller Bruttogewinn von 21,6 Mio. AUD. Im Fall einer Kapazitätserweiterung auf 300.000 Tonnen könne sich dieser Wert verdoppeln.

Ausblick: Start im Frühjahr 2026 erwartet

Das Management gehe davon aus, dass die entscheidenden Genehmigungen im ersten Quartal 2026 vorlägen. Sollte FEPAM die Betriebserlaubnis wie geplant im März ausstellen, könne die erste Lieferung im Mai erfolgen. CEO Tim Hosking habe angekündigt, man werde die Investoren regelmäßig über den Projektstatus informieren. Eine Ausweitung der Produktion sowie neue Märkte in Südamerika würden laut Unternehmensangaben bereits geprüft.

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