Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von Aguia Resources erstellt.
Brasilien startet Rohstoff-Offensive mit milliardenschweren Förderprogrammen

Milliarden für kritische Rohstoffe
Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, hat Brasiliens Kongress einen Gesetzentwurf für eine nationale Strategie zu kritischen und strategischen Mineralien verabschiedet. Vorgesehen sind ein staatlicher Garantiefonds über zunächst 2 Milliarden Real sowie Steuergutschriften von insgesamt 5 Milliarden Real über fünf Jahre. Der Entwurf liegt Präsident Luiz Inácio Lula da Silva nun zur Unterzeichnung vor.
Seltene Erden rücken Brasilien ins Zentrum
Brasilien besitzt trotz seiner bislang geringen Förderung die zweitgrößten Reserven an Seltenen Erden weltweit. Nur China verfügt über größere Vorkommen. Das weckt das Interesse der USA und der Europäischen Union, die ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten reduzieren wollen.
Die Rohstoffe werden für Windkraftanlagen, Elektroautos, Elektronik und Rüstungsgüter benötigt. Mit verlässlichen Regeln und staatlichen Anreizen könnte Brasilien seine Reserven schneller wirtschaftlich erschließen. Doch nicht nur Metalle stehen im Mittelpunkt der neuen Industriepolitik.
Zehn Milliarden Real für heimische Düngemittel
Nach Angaben des brasilianischen Senats sieht Profert über fünf Jahre bis zu 10 Milliarden Real an staatlichen Zuschüssen für neue, erweiterte oder modernisierte Düngemittelfabriken vor. Die Förderung soll zwischen 2027 und 2031 über Steuergutschriften erfolgen und ist auf jährlich 2 Milliarden Real begrenzt.
Zusätzlich soll der nationale Düngemittelrat Confert eine verpflichtende Beimischungsquote für brasilianische mineralische und synthetische Düngemittel festlegen. Sie soll bei 2 Prozent beginnen und schrittweise auf 10 Prozent im Jahr 2031 steigen. Außerdem sind über die staatliche Entwicklungsbank BNDES Kredite für neue Anlagen, Modernisierungen, Forschung und Logistikinfrastruktur vorgesehen.

Mehr als 80 Prozent kommen aus dem Ausland
Nach Angaben von Aguia deckt Brasilien mehr als 80 Prozent seines Düngemittelbedarfs durch Importe. Internationale Transportprobleme, steigende Rohstoffpreise und geopolitische Konflikte können deshalb direkt auf die Landwirtschaft durchschlagen. Profert soll Lieferketten verkürzen und die Versorgung stabilisieren.
Phosphat spielt dabei eine zentrale Rolle. Es liefert Pflanzen den wichtigen Nährstoff Phosphor und ist Bestandteil zahlreicher Düngemittel. Eine stärkere Produktion im eigenen Land könnte nicht nur Importe ersetzen, sondern auch Arbeitsplätze, Forschung und regionale Wertschöpfung fördern.
Aguia produziert bereits in Brasilien
Aguia stellt seit Mai 2026 am Standort Caçapava do Sul im Bundesstaat Rio Grande do Sul das natürliche Phosphatprodukt Pampafos her. Bis Mitte Juli erreichten die abgeschlossenen Verkäufe laut einer früheren Unternehmensmitteilung einen Wert von mehr als 2,3 Millionen australischen Dollar. Im selben Monat begannen die ersten kommerziellen Lieferungen.
Nach Abschluss der Inbetriebnahme soll die Anlage eine Jahreskapazität von mehr als 200.000 Tonnen unterstützen können. Aguia-CEO Timothy Hosking geht davon aus, dass das Unternehmen grundsätzlich von Profert profitieren könnte. Ob Aguia tatsächlich Fördermittel erhält, ist jedoch noch offen und hängt von der Unterzeichnung, der konkreten Ausgestaltung des Programms und der Einstufung der Projekte ab.
Die Unterschrift entscheidet
Sowohl die Rohstoffstrategie als auch Profert liegen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zur Unterzeichnung vor. Erst danach wird sich zeigen, welche Projekte tatsächlich Unterstützung erhalten und wie die Förderinstrumente ausgestaltet werden. Aguia will anschließend mit den zuständigen Behörden über mögliche Hilfen für weitere Vorhaben sprechen.
Die Richtung ist dennoch klar: Brasilien will seine Rohstoffvorkommen stärker nutzen, industrielle Kapazitäten aufbauen und strategische Abhängigkeiten verringern. Gelingt die Umsetzung, könnte das Land zugleich seine Landwirtschaft absichern und im globalen Wettbewerb um kritische Rohstoffe deutlich an Gewicht gewinnen.

