Aguia Resources: Goldabbau nimmt neuen Schwung

Fortschritte bei den Untertagearbeiten
Nach Angaben des Unternehmens hat die Tochtergesellschaft Minera La Fortuna SAS im Dezember 2024 mit der Erschließung der goldführenden Quarzadern begonnen. Zunächst seien umfangreiche Sanierungsarbeiten in den alten Grubenbereichen des Mariana- und Santa-Barbara-Ader-Systems durchgeführt worden. Parallel dazu sei die bestehende Verarbeitungsanlage reaktiviert worden. Ende Januar 2025 habe Aguia den ersten Goldguss aus eigenem Material vermeldet, was als historischer Schritt für das Projekt bezeichnet wurde.
Proben mit außergewöhnlich hohen Goldgehalten
Das Management berichtete, dass während der Erschließung entnommene Kanalproben außergewöhnlich hohe Goldgehalte gezeigt hätten. Im Santa-Barbara-Ader-System seien demnach im Durchschnitt 38,91 Gramm pro Tonne in Ader Nummer 1 und 31,0 Gramm pro Tonne in Ader Nummer 2 festgestellt worden. Einzelne Proben hätten sogar über 85 Gramm pro Tonne erreicht. Nach Einschätzung des Unternehmens deute dies auf ein stark mineralisiertes und kontinuierlich verlaufendes Ader-System hin.
Bohrergebnisse bestätigen Kontinuität
Im ersten Halbjahr 2025 sei eine systematische Bohrkampagne angelaufen, um die Ausdehnung der Adern sowohl in der Tiefe als auch im Streichen zu testen. Das Unternehmen meldete unter anderem folgende Ergebnisse:
SB-25-03: 25,43 g/t Gold und 78,30 g/t Silber über 0,6 m
SB-25-05: 15,0 g/t Gold über 0,45 m (inkl. 44,2 g/t Gold und 74,2 g/t Silber über 0,15 m)
SB-25-01: 5,28 g/t Gold und 9,8 g/t Silber über 0,6 m
Nach Angaben von Aguia seien die Bohrungen unterhalb der historischen Abbaubereiche angesetzt worden. Die Ergebnisse würden die Kontinuität der mineralisierten Zonen bestätigen und könnten die Grundlage für künftige Ressourcenschätzungen bilden.
Ausbau der Infrastruktur und geologische Perspektive
Besonders hervorgehoben wurde, dass derzeit ein neuer Querschlag angelegt werde. Dieser solle die aktiven Stollen des Santa-Barbara-Systems mit dem Mariana-Abbau verbinden und damit rund 200 Meter tiefer gelegene Erzbereiche erschließen. Gleichzeitig solle er als Plattform für weitere Bohrungen dienen.
Die geologische Kartierung habe laut Management ein Netz mineralisierter Strukturen mit einer potenziellen Streichlänge von mehr als 7 Kilometern aufgezeigt. Vor allem das Mariana-System weise ähnliche Goldgehalte und eine nachgewiesene Oberflächenausdehnung von mindestens 500 Metern auf.
Strategische Ausrichtung
Während die aktuellen Fortschritte in Kolumbien im Vordergrund stünden, bleibe das Phosphatprojekt Tres Estradas im Süden Brasiliens laut Jahresbericht weiterhin strategisch bedeutsam. Neue technische oder wirtschaftliche Daten habe das Unternehmen jedoch nicht veröffentlicht.
Ausblick
Das Management erklärte, dass sich das Unternehmen durch die Wiederaufnahme der Untertageaktivitäten, die ersten Produktionsschritte und die positiven Bohrergebnisse in Richtung Ressourcendefinition entwickeln könnte. Langfristig könne ein Ausbau der Produktion in Kolumbien möglich sein. Auch das brasilianische Phosphatprojekt könne mittelfristig zur Diversifizierung beitragen.
