Aguia Quartalsbericht: Projekt-Fortschritte in Kolumbien und Brasilien

Projektentwicklung in Kolumbien vorangetrieben
Das Management von Aguia Resources berichtet, im vergangenen Quartal entscheidende Fortschritte bei seinen Projekten in Kolumbien und Brasilien erzielt zu haben. Im Mittelpunkt stand dabei das Santa Barbara Gold-Projekt, bei dem das Unternehmen nach eigenen Angaben die untertägige Entwicklung weiter vorangetrieben hat. Insgesamt seien 150,9 Meter Streckenvortrieb erreicht und 495 Tonnen mineralisiertes Material gewonnen sowie verarbeitet worden. Die daraus resultierende Goldproduktion habe laut Unternehmen 1,82 Kilogramm (58 Unzen) betragen und zu einem Umsatz von 316.607 Australischen Dollar geführt. Zudem sei die Installation einer 5,5 Kilometer langen Wasserleitung für die Versorgung der Mine abgeschlossen worden.
Im Berichtszeitraum seien nach Unternehmensangaben sechs Diamantbohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 550,5 Metern abgeteuft worden. Besonders hervorgehoben werden Bohrergebnisse mit Gehalten von bis zu 25,43 Gramm Gold und 78,3 Gramm Silber pro Tonne über 0,6 Meter sowie weitere Abschnitte mit bis zu 44,2 Gramm Gold je Tonne auf kurzen Teilstrecken.
Schritt für Schritt durch die Projektanlaufphase
Das Management räumt ein, dass die geförderte Tonnage zunächst hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Als Ursache werden die Einstellung und Einarbeitung lokaler Arbeitskräfte ohne spezifische Erfahrung im Untertagebau genannt, was zu einer erhöhten Verwässerung des Materials geführt habe. Zur Verbesserung dieser Situation habe Aguia nach eigenen Angaben Umstrukturierungen im Management und bei den Mitarbeitenden eingeleitet. Mit der Berufung von Paolo Herrera als Country Manager in Kolumbien solle das Fachwissen im Team gestärkt werden. Der anvisierte Durchsatz von 50 Tonnen pro Tag werde sich daher um einige Monate verzögern.
Ausblick auf weitere Entwicklung in Kolumbien
Das Unternehmen kündigt an, die Gangsysteme Santa Barbara und Mariana durch zusätzliche Abbaustrecken weiter zu erschließen. Die bisher durchgeführten Bohrungen belegten laut Unternehmensangabe, dass der goldführende Gang bis zu 40 Meter unterhalb der aktuellen Ebene offenbleibe. Der Fokus liege künftig darauf, die Verwässerung zu verringern und die Abbauqualität zu steigern.
Parallel dazu werden laut Management umfangreiche Proben und Analysen für eine spätere Ressourcenschätzung durchgeführt. Die Testarbeiten an der Universidad Nacional in Medellín sollen dazu dienen, einen optimalen Aufbereitungspfad für das goldhaltige Material zu entwickeln. Dies könnte nach Angaben des Unternehmens mittelfristig zu niedrigeren Produktionskosten führen.

Tres Estradas Phosphat-Projekt: Finanzierung und Ausbaupläne
Für das Tres Estradas Phosphat-Projekt in Brasilien berichtet Aguia, im Mai einen Vertrag über den Abbau und Transport des Phosphaterzes abgeschlossen zu haben. Die regionale Entwicklungsbank BRDE (Banco Regional de Desenvolvimento do Extremo Sul) habe zugesagt, einen Kredit über bis zu 15 Millionen Brasilianische Real (rund 4 Millionen AUD) für die Modernisierung der Aufbereitungsanlagen bereitzustellen. Nach Angaben des Unternehmens werde das Angebot aktuell geprüft. Ziel sei es, bereits im kommenden Jahr mit der Produktion zu beginnen und mittelfristig die Kapazität auf bis zu 300.000 Tonnen pro Jahr zu erhöhen.
Phosphat wird für die Herstellung von Düngemitteln benötigt. Insbesondere Brasilien ist auf Importe angewiesen, weshalb Aguia Potenzial sieht, durch lokale Produktion einen Teil des Bedarfs zu decken.
Finanzen und Managementstruktur gestärkt
Laut Angaben des Managements sicherte sich Aguia im Berichtszeitraum neue finanzielle Mittel: Eine Platzierung brachte 1,5 Millionen AUD ein, über einen Aktienkaufplan wurden weitere 650.000 AUD eingenommen. Zudem konnte das Unternehmen insgesamt 3 Millionen AUD über eine Wandelanleihe einwerben, davon 750.000 AUD bereits im Juni sowie 2,25 Millionen AUD nach Quartalsende. Diese Mittel sollen für die Weiterentwicklung der beiden Hauptprojekte eingesetzt werden.
Das Management von Aguia Resources stellt in Aussicht, in den kommenden Monaten die Entwicklung der untertägigen Gangsysteme in Kolumbien weiter voranzutreiben, technische Tests zur Optimierung der Prozesse abzuschließen und die Goldproduktion schrittweise zu erhöhen. Für das Projekt in Brasilien werde der Abschluss der Modernisierung und der Produktionsstart im Phosphatbereich angestrebt. Laut Unternehmensangaben könnte der weitere Ausbau der beiden Projekte das Wachstum sichern und die Kostenstruktur verbessern.

