Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von ADX Energy erstellt.
Welchau überrascht mit massivem Ressourcenplus

Deutlich höhere Ressourcenschätzung
ADX Energy teilte mit, eine überarbeitete Bewertung der sogenannten Prospective Resources für die Welchau-Struktur vorgelegt zu haben. Prospective Resources sind geschätzte, noch nicht durch Förderung bestätigte Mengen an Öl und Gas. Das Management teilte mit, Sie gelten als geologisch plausibel, sind jedoch mit Entdeckungs- und Entwicklungsrisiken verbunden.
Der neue Mittelwert, der sogenannte Pmean, liege bei 387 Milliarden Kubikfuß Gas und 31 Millionen Barrel Leichtöl und Kondensat. Ein Kubikfuß ist eine Volumeneinheit für Gas, 1 BCF entspricht einer Milliarde Kubikfuß. Solche Mengen seien für ein Onshore-Projekt in Mitteleuropa beachtlich.

Ergebnisse aus der Bohrung Welchau-1
Nach Angaben des Unternehmens sei die Bohrung Welchau-1 ursprünglich auf Gas-Kondensat-Vorkommen ausgerichtet worden, die bereits in einer früheren Nachbarbohrung getestet worden seien.
ADX berichtete von Gas-Anzeichen über einen 450 Meter langen Abschnitt in vier Karbonat-Gesteinsschichten zwischen 1.281 und 1.731 Metern Tiefe. Zudem sei Leichtöl mit 43,6 Grad API nachgewiesen worden. Der API-Wert beschreibt die Dichte von Rohöl, ein höherer Wert steht für leichteres und in der Regel hochwertigeres Öl. Ölproben seien unter anderem aus der Steinalm- und der Reifling-Formation entnommen worden.
Die Bohrung habe bei einer Endtiefe von 1.733 Metern geendet und sei anschließend mit Stahlrohren gesichert worden.

Zwei Zielzonen mit unterschiedlichem Fokus
Das Management erklärte, inzwischen zeichne sich klarer ab, dass zwei getrennte, jedoch miteinander verbundene Potenziale bestünden.
In strukturell höherer Lage werde eine eigenständige Leichtölansammlung vermutet. Die Spitze der Struktur liege rund 500 Meter oberhalb der aktuellen Bohrposition.
Unterhalb der bisherigen Bohrtiefe seien zwei sogenannte Duplex-Strukturen kartiert worden. Dabei handelt es sich um übereinandergeschobene Gesteinspakete, die durch Bewegungen der Erdkruste entstanden sind und jeweils eigene Lagerstätten enthalten können. Die erste dieser Strukturen könne nach Einschätzung des Managements durch eine Vertiefung um etwa 600 bis 700 Meter erreicht werden.

Strategische Bedeutung und weitere Schritte
Executive Chairman Ian Tchacos habe erklärt, eine potenziell große Gasmenge könne mit vergleichsweise geringem zusätzlichem Aufwand erschlossen werden. Die primäre Gas-Kondensat-Zielzone liege unterhalb der bestehenden Verrohrung und sei daher technisch zugänglich.
Gas-Kondensat bezeichnet Erdgas, das in der Lagerstätte flüssige Kohlenwasserstoffe enthält. Beim Fördern und dem damit verbundenen Druckabfall kondensieren diese Bestandteile zu Flüssigkeiten, die ähnlich wie leichtes Rohöl vermarktet werden können.
Das Unternehmen prüfe nun zwei Optionen. Zum einen komme eine Vertiefung der bestehenden Bohrung in Betracht, um die tieferliegenden Gasstrukturen zu testen. Zum anderen werde ein Sidetrack in Erwägung gezogen. Dabei handelt es sich um eine seitliche Abzweigung vom bestehenden Bohrloch, um gezielt die höher gelegene Ölzone anzubohren. Parallel dazu liefen weitere Druckmessungen sowie Analysen der entnommenen Öl- und Gasproben.
Das Management erklärte, zusätzliche Bohrungen und Tests würden klären müssen, welcher Anteil der Ressourcen technisch und wirtschaftlich förderbar sei. Das Projekt würde sowohl kurz- bis mittelfristige Appraisal-Möglichkeiten als auch langfristiges Gas-Kondensat-Potenzial bieten und könnte im aktuellen europäischen Marktumfeld an Bedeutung gewinnen.
