Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von ADX Energy erstellt.
Sieben Gaszonen in Österreich vor Test

Hauptziel fällt schwächer aus
Das ursprünglich erwartete Ziel in der Hall-Formation sei laut Unternehmen wie geplant zwischen 1.354 und 1.368 Metern erreicht worden. Die Messdaten deuteten dort jedoch auf sehr dünne Sandsteinlagen hin, die mit Tonsteinen durchsetzt seien. Sandstein kann Gas speichern und weiterleiten, während Tonstein Gas meist deutlich schlechter durchlässt. Damit erkläre sich laut ADX, warum während der Bohrung zwar erhöhte Gaswerte gemessen worden seien, aber keine klar abgegrenzten starken Gasspitzen aufgetreten seien. Nach aktueller Einschätzung des Unternehmens sei diese obere Zone bei HOCH-1 daher wahrscheinlich kein tragfähiger Produktionsbereich. ADX verweist darauf, dass der geringe Anteil an nutzbarem Gassand bereits vor der Bohrung als wichtiges Risiko für dieses Hauptziel gegolten habe.
Tiefere Base-Hall-Zonen werden wichtiger
Deutlich interessanter bewertet ADX die tieferen Base-Hall-Kanäle. Dort seien sieben Gasintervalle erkannt worden, die das Unternehmen auf Basis der Messdaten als potenziell produktive Gasspeicher einstuft. Diese Bereiche lägen tiefer als das ursprüngliche Hauptziel und seien während der Bohrung bereits durch erhöhte Gaswerte aufgefallen. Die einzelnen Gasschichten seien zwar nur 0,3 bis 1,5 Meter mächtig. Nach Angaben von ADX könnten solche relativ dünnen Sandsteinlagen in dieser Formation dennoch hohe Förderraten liefern. Das Unternehmen stützt diese Einschätzung auf Vergleichsdaten aus nahegelegenen Bohrungen und produzierenden Feldern. Ob dies auch bei HOCH-1 gelte, müssten die geplanten Produktionstests zeigen.
Base-Hall-Zonen stützen Testchance
Für die Bewertung von HOCH-1 ist nicht nur entscheidend, wie dick die einzelnen Gasschichten sind. Wichtig ist auch, ob das Gas gut aus dem Sandstein in das Bohrloch strömen kann. Genau darauf verweist ADX bei der Base-Hall-Formation: Nach Angaben des Unternehmens könnten auch relativ dünne Sandsteinlagen hohe Förderraten liefern, wenn sie ähnliche Eigenschaften wie nahegelegene Bohrungen und bereits produzierende Felder aufweisen. Die Theorie von ADX lautet damit, dass nicht eine einzelne mächtige Gasschicht den Ausschlag geben müsse, sondern mehrere dünnere, aber produktive Base-Hall-Zonen gemeinsam relevantes Förderpotenzial bieten könnten.
ADX habe die Bohrung deshalb auf 1.685 Meter vertieft. So solle die Zahl der Gaszonen maximiert werden, die innerhalb der geplanten 4½-Zoll-Verrohrung perforiert und getestet werden könnten. Bei der Perforation werden gezielt Öffnungen in der Verrohrung geschaffen, damit Gas aus dem umliegenden Gestein in das Bohrloch fließen kann. Ob die Base-Hall-Zonen bei HOCH-1 tatsächlich ausreichend Gas liefern würden, müssten die geplanten Produktionstests zeigen.
Produktionstests als nächster Schritt
Als nächstes wolle ADX die 4½-Zoll-Verrohrung einbauen und zementieren. Danach solle die Bohrung für die Perforation und die Produktionstests vorbereitet werden. Das genaue Testprogramm sei nach Angaben des Unternehmens noch nicht endgültig festgelegt. Wahrscheinlich werde ADX mehrere Zonen gemeinsam testen. Dabei werde geprüft, ob die Gasbereiche zusammen ausreichend Gas liefern könnten. Diese Tests seien entscheidend, um die tatsächliche Leistungsfähigkeit der identifizierten Zonen zu bewerten. HOCH-1 ist laut Unternehmen die erste von drei geplanten flachen Gasbohrungen in Oberösterreich. Zwei weitere Gasprojekte seien für 2026 genehmigt. Die technische Bewertung der Kohlenwasserstoff-Informationen sei laut Mitteilung von Paul Fink, Technical Director von ADX Energy und Geophysiker mit rund 30 Jahren Erfahrung, geprüft worden.
