Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von ADX Energy erstellt.
Öl und Gas in Österreich: 100 Barrel mehr pro Tag? Mehr Förderung zum Winter

Mehr Förderung aus bestehenden Bohrungen
An der Bohrung GA-093 soll eine Gaszone perforiert werden. Dabei wird die Verrohrung gezielt geöffnet, damit Gas aus dem Gestein in die Bohrung strömen kann. ADX zufolge könnte der Umbau der bisherigen Förderbohrung zu einer Gasbohrung zusätzlich etwa 50 bis 60 Barrel Öläquivalent pro Tag liefern. Die Arbeiten sollten in der Woche ab dem 9. November beginnen.
Für GA-072A sei ab der Woche des 16. November der Austausch einer Tiefpumpe vorgesehen. Dadurch könnten täglich weitere rund 15 Barrel Öläquivalent aus Öl und Gas hinzukommen. An GA-087 wolle ADX ab der Woche des 14. Dezember ein neues Förderintervall öffnen und eine Vorrichtung einbauen, die Sand aus dem Förderstrom zurückhält. Das Unternehmen rechne dort mit zusätzlichen 30 bis 40 Barrel Öl pro Tag.

Winterpreise erhöhen wirtschaftliche Bedeutung
ADX begründet den Zeitpunkt der Arbeiten mit der stärkeren Gasnachfrage in den Wintermonaten. In der Mitteilung beziffert das Unternehmen den europäischen Gaspreis auf 86 EUR je Megawattstunde. Dies entspreche energetisch einem Ölpreis von etwa 170 USD je Barrel. Eine höhere Förderung aus vorhandenen Bohrungen könnte daher kurzfristig zusätzlichen Mittelzufluss erzeugen, sofern die technischen Arbeiten die erwarteten Mengen erreichen.
Tieferer Gastest bei HOCH-1
Im Rahmen des Arbeitsprogramms solle die Anlage von MB Well Services auch an der Bohrung HOCH-1 eingesetzt werden. ADX ist dort Betreiber und hält einen wirtschaftlichen Anteil von 50 Prozent. Vor dem Test müsse die bisherige Komplettierung entfernt, ein Zementverschluss ausgebohrt und die Bohrung mit einer neuen untertägigen Förderausrüstung ausgestattet werden. Anschließend solle die etwas tiefer liegende Hall-Channel-Zone 6 geöffnet und geprüft werden.
In der ersten Testphase waren vier Zonen gemeinsam getestet worden. Nach Angaben von ADX flossen dabei über zwölf Stunden durchschnittlich 3,15 Millionen Kubikfuß Gas pro Tag. Das entsprach 548 Barrel Öläquivalent pro Tag. Die Bohrung hatte zuvor bis zu acht Lagerstätten mit biogenem Gas angetroffen. Dieses entsteht durch den Abbau organischer Stoffe durch Mikroorganismen unter Sauerstoffausschluss.

Ergebnisse sollen Ressourcenpotenzial klären
ADX zufolge deuten seismische Messungen und Vergleiche mit benachbarten Bohrungen darauf hin, dass sich die tieferen gasführenden Sandkörper über eine größere Fläche erstrecken könnten. Die in der Mitteilung dargestellte seismische Interpretation deute auf eine Ausdehnung der stratigraphischen Falle von mindestens 2,5 Kilometern nach Südosten hin. Der Test müsse jedoch erst Daten zur Förderleistung der tieferen Zone liefern und die Grundlage für deren weitere Bewertung schaffen.
Die Arbeiten an HOCH-1 sollten in der Woche ab dem 7. Dezember beginnen und vor dem eigentlichen Test etwa zwei Wochen dauern. ADX kündigte an, die Resultate des Förderprogramms und der zweiten HOCH-1-Testphase zu veröffentlichen, sobald sie vorlägen.
