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Öl in Oberösterreich: Welchau-Bohrtest bringt erste Leichtöl-Probe hervor

Reifling-Formation erfolgreich stimuliert
Im Fokus der aktuellen Arbeiten steht die Reifling-Formation. Diese rund 128 Meter mächtige Kalkstein-Schicht ist die oberste von vier Gesteinseinheiten, die in der Bohrung Welchau-1 auf Kohlenwasserstoffe hinweisen. Kalkstein kann Öl und Gas in natürlichen Rissen speichern und weiterleiten.
Wie das Unternehmen erläuterte, sei eine Säurebehandlung durchgeführt worden, um mögliche Verstopfungen im Bohrlochbereich zu lösen und den Zufluss aus dem Gestein zu verbessern. Dabei seien sechs Kubikmeter Säure über 45 Meter perforierter Strecke eingebracht worden. Anschließend sei das Bohrloch mittels Swabbing entlastet worden. Bei diesem Verfahren werde Flüssigkeit aus dem Bohrloch entfernt, um den Druck zu senken und den Zustrom von Öl und Gas anzuregen. Während dieser Entladephase seien Gas und Leichtöl an der Oberfläche aufgefangen und beprobt worden. Die Analyse der Proben dauere laut Unternehmen an.

Hinweise auf Aufwärts-Ansammlung
Nach Einschätzung des Managements bestätige die identische Dichte des geförderten Öls die strukturelle Auswertung der Lagerstätte. Eine Antiklinale ist eine Aufwölbung von Gesteinsschichten, in der sich Öl und Gas sammeln können. ADX interpretiere insbesondere den Bereich rund 500 Meter westlich und höher gelegen als potenziellen Schwerpunkt einer Leichtöl-Ansammlung. Diese sogenannte Updip-Zone liege strukturell oberhalb der aktuellen Bohrung. Sollte sich dort eine zusammenhängende Öl-Säule befinden, könnte dies die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts deutlich erhöhen.

Förderfluss noch nicht stabil
Einen stabilen Produktionsfluss habe das Unternehmen bislang jedoch nicht erreicht. Die eingesetzte Säuremenge sei nach Unternehmensangaben möglicherweise zu gering gewesen, um ein umfangreiches Netzwerk offener Risse im Kalkstein zu erschließen. Auch ein belastbarer Lagerstättendruck habe bisher nicht bestimmt werden können. Die Bohrung sei deshalb vorübergehend geschlossen worden, um den natürlichen Druckaufbau zu messen. Parallel prüfe das Management eine intensivere Stimulation mit einer Coiled-Tubing-Einheit. Dabei würden flexible Rohrleitungen in das Bohrloch eingebracht, um gezielt weitere Behandlungen vorzunehmen.
Mehrere Entwicklungsoptionen
Executive Chairman Ian Tchacos habe erklärt, die bisherigen Ergebnisse seien ermutigend und deuteten auf eine potenziell bedeutende Leichtöl-Ansammlung zusätzlich zu tiefer liegendem Gas-Kondensat-Potenzial hin. Die Zusammensetzung der geborgenen Proben unterstütze die aktualisierte strukturelle Interpretation des Unternehmens. Nach Darstellung des Managements verfüge das Welchau-Projekt über mehrere mögliche Entwicklungswege. Neben einer Vertiefung der bestehenden Bohrung zur Erkundung tieferer Gas-Kondensat-Zonen komme auch eine seitliche Ablenkung der Bohrung in Richtung der vermuteten Leichtöl-Struktur in Betracht.

Weitere Schritte im Fokus
In den kommenden Wochen werde ADX den Druckverlauf im Reservoir beobachten und die laufende Analyse der Öl- und Gasproben auswerten. Auf Grundlage dieser Daten wolle das Management über das weitere Vorgehen entscheiden. Ob sich aus den aktuellen Testergebnissen eine wirtschaftlich tragfähige Förderung entwickeln könne, werde nach Einschätzung des Unternehmens maßgeblich von einem nachhaltigen Förderfluss abhängen. Die bisherigen Resultate wertet das Management als wichtigen Hinweis auf ein funktionierendes Erdölsystem innerhalb der Welchau-Struktur.
