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Neuer Anlauf bei Welchau: ADX startet Reifling-Test

Neustart nach gerichtlicher Entscheidung
Das Unternehmen erklärte, die Vorbereitungen für die Fortsetzung der Tests seien beendet. Die Arbeiten waren im Januar 2025 nach Einsprüchen von Umweltorganisationen gegen bestehende Genehmigungen ausgesetzt worden. Im September 2025 habe das zuständige Landesverwaltungsgericht entschieden, dass die Testaktivitäten wieder aufgenommen werden dürften. ADX gab an, einen wirtschaftlichen Anteil von 75 Prozent an der Entdeckung Welchau-1 zu halten.

Reifling-Formation im Mittelpunkt
Im Zentrum des aktuellen Programms steht die Reifling-Formation. Dabei handelt es sich um ein Kalkstein-Reservoir, das von natürlichen Rissen durchzogen ist. Solche Risse können Öl und Gas speichern und leiten, reagieren jedoch empfindlich auf Bohrschäden.
Nach Angaben des Managements solle eine Säurebehandlung durchgeführt werden, um mögliche Verstopfungen im Bereich des Bohrlochs zu beseitigen und die Durchlässigkeit des Gesteins zu verbessern. Diese Methode werde in Kalkstein-Reservoiren seit Jahrzehnten eingesetzt, um die Produktivität zu erhöhen. Mit dem geplanten Durchfluss-Test wolle das Unternehmen den Kohlenwasserstoffgehalt sowie die Fließeigenschaften der Formation bestimmen. Entscheidend sei, ob Öl oder Gas unter natürlichen Druckverhältnissen in wirtschaftlich relevanten Mengen gefördert werden könnten.

Kartierte Leichtöl-Struktur
ADX berichtete, die Bohrung liege in einer Antiklinale, also einer bogenförmigen Aufwölbung von Gesteinsschichten, in der sich Kohlenwasserstoffe sammeln könnten. Etwa 500 Meter westlich und höher gelegen sei eine mögliche Leichtöl-Ansammlung kartiert worden. Die aktuelle Testzone befinde sich in der Nähe des interpretierten Öl-Wasser-Kontakts. Leichtöl gilt als vergleichsweise dünnflüssig und lässt sich in der Regel einfacher fördern und verarbeiten als schwerere Qualitäten.

Großräumiges Erdölsystem vermutet
Nach Unternehmensangaben habe Welchau-1 über eine Strecke von rund 450 Metern Kohlenwasserstoff-Anzeichen in mehreren Kalkstein-Reservoiren gezeigt. Zudem seien kontinuierliche Spuren von Kohlenwasserstoffen sowie Leichtöl nachgewiesen worden. Druck- und Strukturdaten würden laut ADX auf eine Verbindung zur tiefer gelegenen Gas-Kondensat-Entdeckung Molln-1 hinweisen. Dies spreche für ein zusammenhängendes Erdölsystem mit zusätzlichem Gas-Kondensat-Potenzial. Gas-Kondensat bezeichnet Erdgas, das bei Druckabfall flüssige Bestandteile abscheidet, die ebenfalls vermarktet werden können.
Ausblick
Das Management hatte zuvor mitgeteilt, die bestehende Bohrung könne entweder seitlich in Richtung der vermuteten Leichtöl-Struktur abgelenkt oder vertieft werden, um Gas-Kondensat-Ziele in größerer Tiefe zu prüfen. Der nun beginnende Test der Reifling-Formation solle als Grundlage für die Entscheidung über die weitere Vorgehensweise dienen. Das Unternehmen erklärte, die Bohrung sei technisch vorbereitet, um mit der Säurebehandlung und dem anschließenden Test zu beginnen. In den kommenden Wochen solle sich zeigen, ob die geologischen Hinweise in förderfähige Mengen überführt werden könnten.
Sollte sich wirtschaftlich produzierbares Öl bestätigen, könnte Welchau nach Einschätzung des Managements ein bedeutender Bestandteil des österreichischen Portfolios werden. Sollten die Fließraten hinter den Erwartungen zurückbleiben, würden alternative Erschließungsoptionen geprüft werden.
