Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von ADX Energy erstellt.
Mehr Gas als gedacht? Österreich-Projekt rückt in die nächste Phase

Vier Zonen liefern gemeinsam Gas
HOCH-1 traf laut ADX auf bis zu acht biogene Gasreservoirs. Biogenes Gas entsteht in vergleichsweise geringer Tiefe durch den Abbau organischen Materials. Beim ersten Test floss Gas aus Zone 2 über elf Stunden mit durchschnittlich 2,7 Millionen Kubikfuß pro Tag. Das entspreche etwa 450 Barrel Öläquivalent pro Tag.
Ein zweiter, zwölfstündiger Fördertest verband die Zonen 2 bis 5. Dabei seien durchschnittlich 3,15 Millionen Kubikfuß Gas pro Tag geflossen, umgerechnet 548 Barrel Öläquivalent pro Tag. Auswertungen der Durchfluss- und Druckdaten bestätigten laut ADX, dass neben Zone 2 auch drei weitere Zonen Gas beigetragen hätten.

Tiefere Kanalsande rücken in den Fokus
Die durchteuften Speicher liegen in der Hall-Formation und in tieferen Hall-Channel-Zonen. Während die Hall-Formation eher flächig verteilte Sandkörper umfasst, handelt es sich bei den Channel-Zonen um längliche, linsenförmige Ablagerungen ehemaliger Rinnen. Solche Formen können die seitliche Ausdehnung eines Gasreservoirs bestimmen.
ADX berichtet, dass neue dreidimensionale seismische Auswertungen die tieferen Sandkörper mit benachbarten Bohrungen verbinden würden. Die Kartierung deute auf eine Ausdehnung von mindestens 2,5 Kilometern in südöstlicher Richtung hin. Historische Daten nahe gelegener Förderbohrungen stützten diese Interpretation. Für eine belastbare Reservenbestimmung würden laut Unternehmen die Druckdaten und die Ergebnisse der nächsten Testphase herangezogen.

Ein Bohrgerät für zwei Programme
Das gemeinsame Arbeitsprogramm soll nach Angaben von ADX am 19. Oktober beginnen. Eine sogenannte Workover-Anlage, also ein Gerät für Eingriffe in bestehende Bohrungen, würde zunächst Arbeiten in den Feldern Gaiselberg und Zistersdorf im Wiener Becken übernehmen. Vorgesehen seien die Öffnung einer Gaszone, der Austausch einer Pumpe sowie die Erschließung eines neuen Förderabschnitts mit einer Vorrichtung zum Rückhalt von Sand.
Diese Maßnahmen könnten die Öl- und Gasförderung nach Einschätzung des Unternehmens um etwa 100 Barrel Öläquivalent pro Tag steigern. Executive Chairman Ian Tchacos erklärte, dies entspräche ungefähr 40 Prozent der derzeitigen österreichischen Produktion von ADX. Die Bündelung mit dem HOCH-1-Test ermögliche einen effizienteren Einsatz der bereits beauftragten Anlage.

Tiefentest für Dezember vorgesehen
Anschließend würde die Anlage zu HOCH-1 wechseln. Dort müsste die bestehende Ausrüstung entfernt und ein Zementstopfen ausgebohrt werden, bevor Zone 6 geöffnet und getestet werden könnte. Weitere tiefe Hall-Channel-Zonen würden laut ADX geprüft, sofern die Arbeiten und ersten Ergebnisse dies nahelegten.
Der Fördertest der zweiten Phase würde nach Unternehmensplanung am 15. Dezember beginnen. ADX hält eine wirtschaftliche Beteiligung von 50 Prozent an der HOCH-Gasentdeckung und betreibt die Bohrung. Das Unternehmen würde über die Ergebnisse der Arbeiten im Wiener Becken und der tieferen Gasprüfung berichten, sobald neue Daten vorlägen.
