Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von ADX Energy erstellt.
Europa braucht Gas – und gerät immer tiefer in die Importfalle

Europa droht eine teure Gasfalle
Europa braucht Erdgas länger als geplant. Der Ausbau erneuerbarer Energien und großer Batteriespeicher kommt langsamer voran, während niedrige Speicherstände die Region verwundbar machen. Ein kalter Winter könnte die Preise schnell nach oben treiben und zusätzliche LNG-Importe erzwingen.
Das internationale Energieberatungsunternehmen Wood Mackenzie warnt vor einer wachsenden Importabhängigkeit. Ohne Investitionen in neue Gasfelder könnte die EU bis 2050 mehr als 98 Prozent ihres Gasbedarfs durch Importe decken müssen. Aktuell liegt die Importquote bei rund 85 Prozent. Gleichzeitig dürften die Lieferungen aus Norwegen und Nordafrika zurückgehen.

Heimisches Gas wird plötzlich strategisch
Von dieser Entwicklung will ADX Energy profitieren. Das in Australien börsennotierte Öl- und Gasunternehmen fördert bereits in Österreich und plant weitere Projekte vor Sizilien. Ian Tchacos, Verwaltungsratschef von ADX, sieht europäisches Gas als direkte Antwort auf die wachsende Versorgungslücke.
Der geplante Ausstieg aus russischem Gas verschärfe die Lage zusätzlich, erklärte Tchacos. Russische Lieferungen machten nach seinen Angaben noch zwölf Prozent der Importe aus und sollen bis Ende 2027 auslaufen. Damit gewinnt jede zusätzliche Gasquelle innerhalb Europas an strategischer Bedeutung.
Teures LNG öffnet die Tür
Tchacos verweist zudem auf die Kosten und die Umweltbilanz von Flüssigerdgas aus den USA. Das Gas werde durch Fracking gewonnen, anschließend verflüssigt, über den Atlantik transportiert und in Europa wieder in Gas umgewandelt. Jeder dieser Schritte verbraucht Energie und erhöht die Kosten.
Gas aus Österreich oder dem Sizilienkanal könnte nach Einschätzung des ADX-Managements deutlich einfacher in den europäischen Markt gelangen. Die Rechnung dahinter ist klar: Je stärker Europa auf teures LNG angewiesen ist, desto attraktiver werden lokale Vorkommen mit kurzen Transportwegen.
ADX plant einen kräftigen Produktionssprung
ADX will zunächst seine österreichische Gasförderung ausbauen. Durch Optimierungsarbeiten an bestehenden Bohrungen im Wiener Becken sollen nach Unternehmensangaben kurzfristig rund 100 Barrel Öläquivalent pro Tag an zusätzlicher Öl- und Gasförderung hinzukommen. Diese Maßeinheit macht unterschiedliche Öl- und Gasmengen energetisch vergleichbar. Innerhalb von 18 Monaten soll die Nettoförderung auf etwa 750 Barrel Öläquivalent täglich steigen.
Im Zentrum steht die Gasentdeckung HOCH-1 in Oberösterreich. Ein Test von vier durchteuften Zonen erreichte laut ADX eine Förderrate von 3,15 Millionen Kubikfuß Gas pro Tag. Im Dezember 2026 soll eine weitere tiefe Formation getestet werden. Danach ist die Bohrung GOLD-1 geplant.

Eine Bohrung könnte alles verändern
GOLD-1 soll ein Ziel mit geschätzten mittleren Ressourcen von 8,3 Milliarden Kubikfuß Gas untersuchen. Noch größer ist das mögliche Potenzial bei Welchau-1. Dort erwägt ADX eine Vertiefung der bestehenden Bohrung, um ein tiefer liegendes Gas- und Kondensatziel zu testen.
Das Unternehmen beziffert die mittleren prospektiven Ressourcen auf 387 Milliarden Kubikfuß Gas und 14 Millionen Barrel Kondensat. Dabei handelt es sich allerdings noch nicht um nachgewiesene Reserven. Erst weitere Bohrungen können zeigen, ob die geschätzten Mengen tatsächlich vorhanden und wirtschaftlich förderbar sind.
Vor Sizilien liegt der größte Hebel
Den größten langfristigen Wachstumstreiber sieht ADX im Sizilienkanal. Die vollständig kontrollierte Explorationslizenz C.R 150.AU umfasst neun vorrangige Ziele. Zusammen könnten sie nach Schätzung des Unternehmens mittlere prospektive Ressourcen von 619 Milliarden Kubikfuß Gas enthalten.
Das Gebiet liegt weniger als 50 Kilometer von der Küste entfernt. In der Nähe verläuft die Transmed-Pipeline, die Gas aus Algerien über Tunesien und Sizilien nach Italien bringt. Ein Fund könnte deshalb vergleichsweise einfach an bestehende Infrastruktur angeschlossen werden. Ende 2027 will ADX den Untergrund mit dreidimensionalen seismischen Messungen genauer untersuchen.

Europas Engpass wird zur Milliardenchance
Die österreichischen und sizilianischen Projekte könnten laut Tchacos zusammen ein Potenzial von annähernd einer Billion Kubikfuß Gas bieten. Hohe italienische Gaspreise, eine Förderabgabe von zehn Prozent und die Nähe zu Pipelines machen die Projekte aus Sicht des Managements besonders attraktiv.
Doch die entscheidenden Schritte stehen noch bevor. Große Teile des Potenzials beruhen auf geologischen Schätzungen, nicht auf bestätigten Reserven. ADX muss nun mit Tests, seismischen Untersuchungen und Bohrungen beweisen, was wirklich im Boden steckt. Europas Gaslücke ist bereits da. Ob das Unternehmen sie füllen kann, wird sich erst noch zeigen.
