Diese redaktionelle Veröffentlichung wurde im bezahlten Auftrag von ADX Energy erstellt.
Erdgas in Oberösterreich: Neue Tests sollen das volle Potenzial zeigen

Erster Test liefert stabilen Gasstrom
HOCH-1 wurde im Mai fertiggestellt. Während der Bohrung und durch Messungen im Bohrloch habe ADX Hinweise auf bis zu acht biogene Gasvorkommen erhalten. Biogenes Gas entsteht durch mikrobiologische Prozesse in vergleichsweise geringer Tiefe und besteht überwiegend aus Methan. ADX ist Betreiber des Projekts und hält einen wirtschaftlichen Anteil von 50 Prozent.
Im ersten Teil des zweistufigen Testprogramms floss Gas aus einer Sandschicht der Hall-Formation über elf Stunden stabil mit durchschnittlich 2,7 Millionen Kubikfuß pro Tag. Das entspreche rund 450 Barrel Öläquivalent täglich. Anschließend sei die Bohrung etwa zwei Wochen geschlossen worden, um den Druckaufbau zu messen. Die Analyse deute auf ein mögliches Fördervolumen von 3,5 Millionen Kubikfuß oder etwa 580 Barrel Öläquivalent pro Tag hin. Der untersuchte Sandkörper reiche demnach mindestens 600 Meter vom Bohrloch weg.

Seismik zeigt mögliche Ausdehnung
Neu aufbereitete dreidimensionale Seismik-Daten sollten ein genaueres Bild der tieferen Hall-Channel-Schichten liefern. Dabei handelt es sich um längliche, linsenförmige Sandkörper, während die höher liegenden Hall-Schichten flächiger verteilt sind. ADX habe mehrere dieser tieferen Bereiche mit historischen Bohrungen in 2,5 bis 3 Kilometern Entfernung in Verbindung gebracht.
Executive Chairman Ian Tchacos erklärte, der bisher getestete Bereich habe eine hohe Durchlässigkeit und seitliche Kontinuität gezeigt. In der Region hätten vergleichbare Hall-Channel-Sande nach Angaben des Unternehmens bereits Gasfunde von 25 bis 40 Milliarden Kubikfuß erbracht. Aus einer einzelnen benachbarten Bohrung seien insgesamt 10 Milliarden Kubikfuß aus mehreren Kanalschichten gefördert worden.

Zwei Zonen werden gemeinsam geprüft
In der verbleibenden ersten Testphase würde ADX eine weitere Hall-Schicht und eine Hall-Channel-Schicht öffnen und gemeinsam fördern. Danach würde die Bohrung erneut geschlossen, damit Messgeräte den Druckaufbau und damit Eigenschaften sowie Reichweite der Gasvorkommen erfassen könnten. Der Start zusätzlicher Tests sei für die Woche ab dem 24. August vorgesehen. Zuvor habe sich das Programm verzögert, weil die für das Öffnen der Bohrlochverrohrung erforderliche Sprengstoffgenehmigung nicht rechtzeitig verfügbar gewesen sei.
Die seismisch abgeleitete Ausdehnung der tieferen Sandkörper sei durch Fördertests zu bestätigen, die zeigen würden, wie gut die einzelnen Bereiche Gas abgeben und ob sie über größere Entfernungen zusammenhängen.
Tiefere Schichten folgen in Phase zwei
Nach Abschluss der ersten Phase würde ADX mindestens zwei tiefer liegende Hall-Channel-Zonen testen. Dafür müsste ein Workover-Gerät einen Zementstopfen ausbohren, um den Zugang zu den Schichten freizulegen. Nach Angaben des Unternehmens würden die Ergebnisse der verbleibenden ersten Phase in den kommenden Wochen erwartet, bevor das zweite Testprogramm folgen würde.
