Bohrbeginn im Februar geplant: ADX beginnt mit Welchau-Test und drei Gaszielen

Welchau-1 Tests vor Wiederaufnahme
Den Auftakt ins neue Jahr bildet die geplante Wiederaufnahme der Testarbeiten am Bohrloch Welchau-1. Nach Unternehmensangaben soll ein Workover Rig in der ersten Februarwoche mobilisiert werden, um Fördertests an der oberflächennahen Reifling-Formation durchzuführen. Diese Formation sei bereits perforiert worden und werde nun gezielt stimuliert, unter anderem durch eine Säurebehandlung zur Beseitigung von Bohrlochschäden und zur Verbesserung der Durchlässigkeit.
Die Reifling-Formation ist die oberste von vier karbonathaltigen Schichten, die während der ursprünglichen Bohrung durchteuft wurden. ADX erwarte von der Maßnahme neue Erkenntnisse zum Förderpotenzial. Über weitere Testphasen, etwa an tieferliegenden Reservoirs, solle auf Basis der Ergebnisse entschieden werden.

Drei neue Gasbohrungen geplant
Neben Welchau konzentriert sich das Unternehmen auf die Erschließung von drei sogenannten Shallow-Gas-Strukturen mit nahezu reinem Methan. Die erste Bohrung, HOCH-1, sei für den Februar 2026 angesetzt. Laut ADX werde bis Mitte Januar die Genehmigung für HOCH-1 und GOLD-1 erwartet, sodass unmittelbar danach mit dem Bau der Bohrplätze begonnen werden könne. Für SCHOEN-1 werde die Genehmigung bis Mitte Februar angestrebt.
Die HOCH-Struktur weise laut ADX ein mittleres potenzielles Fördervolumen von 8,0 Milliarden Kubikfuß (BCF) auf. Es handele sich dabei um eine sogenannte mean prospective resource, also eine noch unbestätigte Schätzung mit entsprechendem Entdeckungsrisiko und Entwicklungsrisiko.

Nähe zur Infrastruktur als Schlüsselvorteil
Ein zentrales Argument für das Bohrprogramm sei die günstige Lage der Projekte in unmittelbarer Nähe bestehender Gasleitungen. Aufgrund der geringen Tiefe und des hohen Methangehalts könne laut ADX eine wirtschaftliche Förderung mit kurzen Vorlaufzeiten realisiert werden. Die Bohrungen sind Teil eines umfassenden Arbeitsprogramms innerhalb der Lizenzgebiete ADX-AT-I und ADX-AT-II. Für die Umsetzung sei ein erfahrenes europäisches Bohrunternehmen beauftragt worden, das über umfassende Kenntnisse im österreichischen Onshore-Markt verfüge.

Weitere Schritte in Vorbereitung
Das Management teilte mit, dass im Anschluss an die Tests eine Vertiefung des Bohrlochs Welchau-1 geprüft werde, um das darunterliegende Potenzial des sogenannten Welchau-Deep-Reservoirs zu bewerten. Auch weitere Bohrungen im Umfeld befänden sich in Vorbereitung. Die Finanzierung des Programms solle über eine Kombination aus bestehenden Barmitteln und Partnerschaften erfolgen. Ziel sei es, bereits im ersten Halbjahr 2026 erste operative Fortschritte sichtbar zu machen.
