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US-Strategie gegen China? Venezuela öffnet seine Rohstoff-Schätze

Gold, Diamanten und möglicherweise seltene Erden: Venezuela verfügt über erhebliche mineralische Ressourcen, die bislang nur begrenzt erschlossen sind. Mit einer Reform des Bergbaurechts will die Regierung nun internationale Investoren anlocken und den Sektor neu strukturieren. Beobachter sehen darin einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel mit potenziell geopolitischer Bedeutung.

Ein neues Bergbaugesetz als Signal an Investoren

Die venezolanische Nationalversammlung hat einen Gesetzentwurf beraten, der den Bergbausektor stärker für private und internationale Unternehmen öffnen soll. Das geplante Gesetz ersetzt eine Regelung aus dem Jahr 1999 und sieht vor, dass sowohl nationale als auch ausländische Unternehmen künftig Gold, Diamanten und andere mineralische Rohstoffe fördern dürfen.

Ein zentraler Bestandteil der Reform ist die Verlängerung der Konzessionslaufzeiten. Während Projekte bislang häufig auf 20 Jahre begrenzt waren, sollen künftig bis zu 30 Jahre möglich sein. Für Bergbauunternehmen ist dies ein wichtiger Faktor, da Exploration, Infrastrukturaufbau und Minenentwicklung oft über lange Zeiträume erfolgen und hohe Investitionen erfordern. Gleichzeitig bleibt ein Grundprinzip bestehen: Die Rohstofflagerstätten selbst bleiben Eigentum des venezolanischen Staates.

Mehr Rechtssicherheit nach Jahren der Verstaatlichung

Ein weiterer Bestandteil der Reform betrifft die Behandlung möglicher Streitfälle zwischen Staat und Unternehmen. Laut Gesetzentwurf sollen solche Konflikte künftig über internationale Schiedsgerichte gelöst werden. In vielen rohstoffreichen Ländern gilt dieser Mechanismus als wichtiger Baustein, um Investoren zusätzliche Rechtssicherheit zu bieten. Die Reform steht im deutlichen Kontrast zur Politik der vergangenen zwei Jahrzehnte. Seit den frühen 2000er Jahren wurden in Venezuela zahlreiche Projekte im Öl-, Bergbau- und Industriesektor verstaatlicht. Mehrere internationale Unternehmen verloren dabei ihre Beteiligungen. Bis heute bestehen milliardenschwere Streitigkeiten zwischen dem Staat und Konzernen wie Crystallex, Gold Reserve oder Rusoro Mining.

Rohstoffe werden geopolitisch wichtiger

Die geplante Öffnung des Bergbausektors fällt in eine Phase zunehmender globaler Konkurrenz um mineralische Rohstoffe. Besonders seltene Erden stehen im Zentrum dieser Entwicklung. Diese Gruppe von 17 Metallen wird unter anderem in Elektromotoren, Windkraftanlagen, Smartphones und militärischen Technologien eingesetzt. Der Weltmarkt wird derzeit stark von China dominiert. Deshalb suchen viele Industriestaaten nach alternativen Quellen für diese strategischen Rohstoffe. Venezuela könnte in diesem Zusammenhang an Bedeutung gewinnen. Zwar existieren bislang kaum umfassende geologische Untersuchungen, doch das Land verfügt über große Regionen mit bisher nur begrenzt erforschten Lagerstätten.

Liste kritischer Mineralien der USA 2025 laut USGS.

Große Potenziale, aber auch strukturelle Risiken

Trotz des wirtschaftlichen Potenzials bleibt der Bergbausektor mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Viele bekannte Rohstoffgebiete liegen im sogenannten Orinoco Mining Arc im Süden des Landes. In dieser Region wird seit Jahren über illegalen Bergbau, Schmuggelnetzwerke und Umweltprobleme berichtet. Während eines Besuchs in Venezuela äußerte sich US-Innenminister Doug Burgum dennoch optimistisch über die Reformpläne. Das Gesetz könne neue Möglichkeiten für internationale Unternehmen schaffen, erklärte er laut Medienberichten. Gleichzeitig habe die Regierung zugesichert, Investoren künftig besser zu schützen.

Ob Venezuela tatsächlich zu einem neuen Ziel für internationale Bergbauinvestitionen wird, dürfte davon abhängen, ob politische Stabilität, Sicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen dauerhaft gewährleistet werden können. Die Reform könnte ein erster Schritt sein. Ob daraus ein langfristiger Strukturwandel entsteht, bleibt jedoch offen.

First Majestic Silver bei der Invest 2025 in Stuttgart.

AXINO Mining Forum auf der Invest 2026

Wer sich für internationale Bergbauunternehmen und Rohstoffinvestments interessiert, sollte einen Blick auf das AXINO Mining Forum werfen. Die Veranstaltung findet am 17. und 18. April 2026 im Rahmen der Invest Messe in Stuttgart statt und bringt Rohstoffunternehmen aus verschiedenen Regionen der Welt direkt mit Investoren zusammen. Insgesamt werden über 20 Unternehmen aus der internationalen Bergbauindustrie erwartet, von etablierten Produzenten bis hin zu kleineren Explorationsfirmen.

Dabei treffen Besucher auf Unternehmen aus allen Entwicklungsphasen der Bergbauindustrie. So wird etwa der Goldentwickler Sonoro Gold erwartet, der sein Cerro-Caliche-Goldprojekt in Mexiko vorantreibt und den Übergang zum Produzenten vorbereitet. Das Projekt gilt als klassischer Entwicklungsfall im Goldsektor, bei dem ein Explorationsprojekt schrittweise in eine Produktion überführt werden soll.

Auch etablierte Produzenten wie First Majestic Silver stehen für eine andere Stufe der Wertschöpfungskette. Das Unternehmen zählt zu den bekannten Silberproduzenten Nordamerikas und betreibt mehrere Minen in Mexiko. 

Ergänzt wird das Spektrum durch Explorationsunternehmen wie Defiance Silver, die auf neue Entdeckungen setzen und mit Bohrprogrammen nach wirtschaftlich nutzbaren Silber- und Edelmetalllagerstätten suchen.

Das AXINO Mining Forum bietet damit eine seltene Gelegenheit, Explorer, Entwickler und Produzenten an einem Ort zu treffen und direkt mit Managementteams über Projekte, Strategien und Trends im globalen Rohstoffsektor zu sprechen. Für Investoren entsteht so ein unmittelbarer Einblick in eine Branche, die für die Versorgung mit Gold, Silber und strategischen Metallen weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Interessierte können sich außerdem kostenlos ein Ticket für die Invest Messe sichern. Auf der Website der Invest lässt sich mit dem Code 26AXINOMININGFORUM ein Gratis-Ticket registrieren.

Defiance Silver bei der Invest 2025 in Stuttgart.

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