Silber unter Druck – doch die Minen verraten etwas ganz anderes!
Silber hat sich nach seinem jüngsten Rückgang leicht erholt und bewegt sich weiterhin um die Marke von 60 USD. Obwohl ein starker US-Dollar, hohe Anleiherenditen und feste Ölpreise das Edelmetall belasten, erkennt Silberexperte Peter Krauth unter der Oberfläche ermutigende Signale. Vor allem die Silberminen zeigen eine bemerkenswerte relative Stärke.
Silberaktien behaupten ihren Vorsprung
Das Verhältnis zwischen dem Global X Silver Miners ETF, kurz SIL, und dem Silberpreis ist in den vergangenen Wochen zwar gesunken. Es liegt jedoch weiterhin deutlich über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt und weit über dem Tief von Ende Januar.
Damit entwickeln sich die Silberminen langfristig noch immer stärker als das Metall selbst. Krauth wertet dies als Hinweis darauf, dass der Sektor trotz der kurzfristig schwachen Stimmung in einer vergleichsweise guten Verfassung sei.
Silberminen-ETF im Verhältnis zum Silberpreis mit RSI, MACD und gleitenden Durchschnitten. Originalquelle: StockCharts.com
Schlechte Stimmung als positives Signal
Gleichzeitig verzeichneten die Silberminen-ETFs SIL und SILJ zuletzt deutliche Mittelabflüsse. Anleger hätten also Kapital aus dem Sektor abgezogen. Für Krauth ist diese Zurückhaltung ein konträres Signal: Die Stimmung sei schwach, obwohl sich die wirtschaftlichen Grundlagen vieler Bergbau-Unternehmen verbessert hätten.
Nach Angaben von U.S. Global Investors machen Bergbauaktien nur noch rund 2 Prozent des weltweiten Aktienmarktes aus. Das sei der niedrigste Anteil seit 55 Jahren. Zugleich hätten Goldminen im dritten Quartal jeden Sektor des S&P 500 übertroffen.
Krauth verweist außerdem darauf, dass sich der freie Cashflow je Aktie im Bergbau seit 2020 verzehnfacht habe. Die Gewinnrendite des Sektors liege bei rund 12 Prozent und damit höher als in allen anderen Branchen. Aus seiner Sicht trifft eine geringe Aufmerksamkeit somit auf wachsende Ertragskraft und relative Stärke.
Monatliche Kapitalzuflüsse und -abflüsse der Silberminen-ETFs SIL und SILJ von 2016 bis 2026. Originalquelle: Incrementum AG, Daten: FactSet.
Krauth bleibt bullish
Für Krauth spricht diese Kombination weiterhin für einen positiven langfristigen Ausblick auf Silberminen. Kurzfristige Kursschwankungen könnten anhalten, doch die geringe Gewichtung des Sektors und die verbesserten Finanzkennzahlen würden auf erhebliches Aufholpotenzial hindeuten.
Welche Silber-Unternehmen Krauth derzeit besonders aufmerksam beobachtet und wie er die aktuellen Bewertungen einordnet, erfahren Leser in der neuen Ausgabe seines Börsenbriefs „Der Silber Investor“ auf Stocks to Perform.
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