Rohstoffmärkte im Aufbruch: Silber und Kupfer ziehen davon

Silber und Kupfer vor neuer Rohstoff-Rally
Der Goldpreis hat sich nach einem deutlichen Rückgang im Juni wieder gefangen und zeigt Anzeichen einer möglichen Trendwende. Florian Grummes berichtete, der Preis sei zunächst von 3.451 US-Dollar auf 3.246 US-Dollar gefallen, bevor er sich rasch bis auf 3.366 US-Dollar erholte. Zuletzt habe der Goldpreis bereits wieder an der Marke von 3.360 US-Dollar gekratzt. Grummes wertet diese Entwicklung als Teil einer saisonalen Konsolidierung, die nach dem starken Jahresauftakt auf hohem Niveau stattfinde. Eine Sommer-Rally könnte seiner Einschätzung nach bevorstehen.
Silber durchbricht 13-Jahres-Widerstand
Silber habe bereits vor vier Wochen einen Ausbruch über den seit 13 Jahren bestehenden Widerstand bei 35 US-Dollar geschafft und sei daraufhin zügig bis auf 37,31 US-Dollar gestiegen. Aufgrund der zwischenzeitlichen Schwäche beim Goldpreis habe das erhoffte Momentum jedoch gefehlt, sodass Silber in eine zähe Seitwärts-Konsolidierung übergegangen sei. Positiv bewertete Grummes, dass sich die Notierungen oberhalb der Marke von 35 US-Dollar behauptet hätten, was seiner Einschätzung nach den Ausbruch bestätige. Kurz vor dem Wochenende habe Silber erneut Stärke gezeigt und sei auf ein neues 13-Jahreshoch bei 37,82 US-Dollar geklettert. Für die kommenden Monate sehe Grummes die Möglichkeit, dass die Preise bis auf 40, 45 oder sogar 50 US-Dollar steigen könnten.

Kupferpreise erreichen Allzeithoch
Auch Kupfer stehe derzeit im Fokus der Märkte. Grummes erklärte, dass die Ankündigung eines 50-prozentigen Einfuhrzolls auf Kupfer durch Donald Trump erhebliche Turbulenzen an den internationalen Rohstoffmärkten ausgelöst habe. Infolge dieser Nachricht sei der Kupferpreis innerhalb weniger Minuten um bis zu 11 % auf ein Allzeithoch von 5.896 US-Dollar pro Pfund gestiegen, bevor er sich bei etwa 5,70 US-Dollar stabilisiert habe. Grummes betonte, der Zoll dürfte seiner Einschätzung nach zu einem deutlichen Preisaufschlag auf US-Kupfer führen, der bereits jetzt rund 25 % über dem Preis an der London Metal Exchange (LME) liege. Zudem warnte er, die Maßnahme könne das globale Angebot verknappen und gleichzeitig die Nachfrage weiter anheizen.

Industriemetalle profitieren von struktureller Nachfrage
Grummes verwies außerdem auf die anhaltend hohe Nachfrage aus Asien, besonders aus den Bereichen Elektromobilität, erneuerbare Energien und Elektronik. Diese Faktoren hätten bereits zu strukturellen Angebotsdefiziten bei Silber und Kupfer geführt. Unterstützt werde der Markt zusätzlich durch einen schwächeren US-Dollar, die Aussicht auf Zinssenkungen und die verstärkte Suche nach Alternativen zu Gold. Laut Grummes verzeichnen silbergedeckte ETFs (Exchange Traded Funds) deutliche Mittelzuflüsse, ein Trend, der sich auch bei Kupfer und seltenen Erden zeige.

Ausblick auf eine mögliche Rohstoffhausse
Grummes sieht in der jüngsten Stärke von Silber einen möglichen Frühindikator für eine breitere Rohstoffhausse. Er erklärte, Industriemetalle wie Kupfer könnten seiner Einschätzung nach das nächste Kapitel einer zyklischen Aufholjagd gegenüber Gold einläuten. Beim Silberpreis deute die aktuelle Entwicklung darauf hin, dass nach dem Ausbruch über 35 US-Dollar weiteres Aufwärtspotenzial bestehe. Bis zum Spätsommer seien seiner Ansicht nach Kurse von 40, 45 oder sogar 50 US-Dollar möglich.
©Florian Grummes & Gold.de
Quelle: Gold.de
Goldnewsletter.de
Kostenloser Newsletter
