Nervöse Märkte – doch die Analyse zeigt: Gold‑Trend bleibt ungebrochen

Ein Rücksetzer zur Unzeit
Seit dem 21. Oktober standen die Edelmetallmärkte unter Druck. Wie Florian Grummes ausführt, begann die Schwächephase ausgehend von 3.886 US Dollar für Gold und 45,55 US Dollar für Silber. Nach mehreren Tagen der Belastung formierten beide Metalle jedoch eine Bodenbildung. Besonders der Silberpreis zeigte ein markantes Umkehrmuster und übernahm rasch die Führungsrolle in der Erholung. Diese setzte zu Beginn der aktuellen Handelswoche mit großer Dynamik ein und trug beide Metalle bis Donnerstag deutlich höher. Silber verfehlte sein frisches Allzeithoch von 54,48 US Dollar mit einem Hoch bei 54,39 US Dollar nur knapp.
Doch die Erholung hielt nicht lange. Bereits am Donnerstag zeichneten sich laut Grummes erste Ermüdungserscheinungen ab, auch wenn Käufer zunächst sofort zurückkehrten. Am Freitag meldeten sich die Verkäufer dafür mit umso mehr Kraft zurück. Während Gold im frühen asiatischen Handel noch bis 4.211 US Dollar stieg, verlor der Preis anschließend zeitweise 4,26 Prozent. Silber gab sogar fast acht Prozent ab. Die Märkte bleiben damit hochgradig volatil, ein Charakteristikum, das Grummes seit Wochen wiederholt betont.

Belastete Finanzmärkte und ein nervöser Bitcoin
Parallel geraten auch Aktien und Kryptowährungen unter Druck. Grummes verweist darauf, dass Bitcoin die Marke von 100.000 US Dollar nicht halten konnte und zuletzt um 4,2 Prozent fiel. Wichtig wird aus seiner Sicht nun der Wochenschlusskurs über 95.000 US Dollar, da sonst weitere Abgaben drohen. Auch der DAX gab zeitweise 3,67 Prozent ab und reiht sich damit in die globale Risikoscheu ein.
Die jüngste Nervosität der Märkte ist für Grummes kein Zufall. Seit Gold sein Rekordhoch bei 4.380 US Dollar markiert hat, seien die folgenden Bewegungen mehrfach bis an den Rand des Abgrunds gegangen. Besonders die hohen und teilweise fragwürdigen Bewertungen im US Technologiebereich sieht er als einen Faktor, der die Unsicherheit verstärkt. Nach seiner Einschätzung entsteht der Eindruck, als wollten die Aktienmärkte die nächste Zinssenkung der US Notenbank im Dezember erzwingen. Doch auffällig ist: Jede Schwächephase wurde zuletzt rasch wieder aufgekauft. Grummes betont, dass dies im saisonal günstigen Umfeld des Jahresendes ein wichtiges Signal darstellt.

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Der Goldpreis verliert innerhalb eines Tages über 210 US Dollar
Die Ereignisse der letzten 26 Stunden am Goldmarkt beschreibt Grummes als dramatisch. Der Preis fiel vom Tageshoch bei 4.245 US Dollar auf 4.032 US Dollar und damit um mehr als 210 US Dollar. Aus seiner Sicht bleibt der langfristige Aufwärtstrend allerdings vollständig intakt. Der Rückschlag wirke weniger wie eine Gefahr für den Trend als vielmehr wie ein typischer Bestandteil einer laufenden Konsolidierung.
Der Tageschart habe nun ein frisches Stochastik Verkaufssignal generiert. Kurzfristig bewertet Grummes den Markt jedoch als stark überverkauft. Die psychologisch bedeutsame Marke von 4.000 US Dollar sollte daher vorerst nicht direkt im Fokus stehen. Unterhalb des aktuellen Preisniveaus liegt das untere Bollinger Band bei 3.855 US Dollar. Im ungünstigsten Fall könne Gold diese Unterstützung noch testen. Ein zweites Standbein im Bereich um 3.885 US Dollar hält er für ein realistisches Szenario.
Ein Markt zwischen Angst und Struktur
Im Fazit hält Grummes trotz der scharfen Einbrüche am Freitag am übergeordneten Bild fest. Der Aufwärtstrend der Edelmetalle sei ungebrochen. Die Entwicklungen der letzten Tage deutet er nicht als Trendwende, sondern als technische Korrektur, begleitet von außergewöhnlich hoher Schwankungsintensität. Diese Phase könne sich seiner Einschätzung zufolge noch bis etwa Mitte Dezember fortsetzen.
Kurzfristig wirken Gold und Silber aus seiner Sicht überverkauft, was Chancen für eine Stabilisierung und Gegenbewegungen in der kommenden Woche eröffnet. Das breitere Marktumfeld bleibt jedoch angespannt. Während Anleger auf die nächste US Zinssenkung spekulieren, zeigen sowohl Aktien als auch Kryptowährungen deutliche Unsicherheiten. Die hohe Fragilität der Bewertungen im Technologiebereich erinnert daran, wie verletzlich das derzeitige Vertrauen ist.
Basierend auf der Analyse von Florian Grummes
Quelle: Gold.de
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