Milliarden fließen in Silber: Beginnt jetzt die nächste große Rally?

Silberaktien ziehen dem Edelmetall davon
Der Silberpreis hat seine Rally in den letzten Tagen weiter beschleunigt und dabei zeitweise sogar die Marke von 67 US-Dollar getestet. Auch Silberaktien konnten von dieser Entwicklung deutlich profitieren. Der Branchen-ETF SIL legte im Zuge der jüngsten Aufwärtsbewegung kräftig zu und zeigt damit erneut die typische Hebelwirkung der Minenwerte auf einen steigenden Silberpreis.
Das technische Bild hellt sich weiter auf. Ein Kursplus von mindestens 20 Prozent gegenüber einem jüngsten Tief gilt allgemein als Beginn eines Bullenmarktes. Der SIL notiert zudem seit der ersten Augustwoche über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Für Krauth sind das zwei starke Signale. Doch für die vollständige Bestätigung fehlt noch ein entscheidender Schritt.
Ein Signal fehlt Krauth noch
Krauth will nicht allein auf die starke Entwicklung der Silberaktien vertrauen. Für ein überzeugendes Gesamtbild müssten auch Silber und Gold über ihre jeweiligen 200-Tage-Durchschnitte steigen. Beide Edelmetalle nähern sich dieser wichtigen Marke. Ein nachhaltiger Sprung darüber könnte den Aufwärtstrend zusätzlich stärken.
Der gleitende 200-Tage-Durchschnitt zeigt, wie sich ein Kurs langfristig entwickelt. Notiert ein Wert darüber, werten Marktbeobachter das häufig als Zeichen eines stabilen Aufwärtstrends. Noch ist das Bild deshalb nicht vollständig. Doch der Abstand zur entscheidenden Bestätigung wird kleiner. Steht der eigentliche Schub also erst bevor?

Einzelne Silberaktien schlagen den Index
Mehrere von Krauth beobachtete Silberaktien übertrafen zuletzt sogar den starken SIL. Dabei sah die Lage Anfang Juli noch völlig anders aus. Viele Titel wirkten überverkauft, die Stimmung lag nahe einem Tiefpunkt. Genau diese Kombination machte den Sektor für Krauth interessant.
Er nutzte die Schwächephase und investierte verstärkt in ausgewählte Unternehmen. In seiner Ausgabe vom 15. Juli bezeichnete er die „Sommerflaute“ als Chance. Nur fünf Tage später erreichte der Sektor seinen Tiefpunkt. Seitdem drehten zahlreiche Silberaktien kräftig nach oben. Doch nach dem schnellen Anstieg verändert sich auch die richtige Strategie.
Krauth setzt jetzt auf gestaffelte Käufe
Trotz der deutlichen Kursgewinne bewertet Krauth das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken weiterhin positiv. Er will neue Positionen jedoch nicht auf einmal aufbauen. Stattdessen setzt er auf mehrere Tranchen. So kann er mögliche Rücksetzer nutzen, ohne dem Markt nach dem ersten Kursschub hinterherzulaufen.
Diese Vorsicht spricht nicht gegen einen Bullenmarkt. Auch starke Aufwärtstrends verlaufen selten ohne Unterbrechungen. Entscheidend bleibt, ob Kapital in den Sektor fließt und die Unternehmen ihre Projekte vorantreiben können. Genau an diesem Punkt liefert der Finanzierungsmarkt derzeit ein besonders starkes Signal.

Silberfinanzierungen überholen Gold
Laut PrivatePlacements.com fließt immer mehr Kapital in Silberunternehmen. In Kanada stiegen die Eigenkapitalfinanzierungen von 2015 bis 2025 um 2.411 Prozent auf 2,10 Milliarden Dollar. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen wuchs um 888 Prozent auf 8,63 Millionen Dollar. Damit ist eine typische Silberfinanzierung inzwischen rund 31 Prozent größer als eine Goldtransaktion.
Silbers Anteil am gesamten Finanzierungsvolumen beider Edelmetalle sprang zugleich von 3 auf mehr als 21 Prozent. Da der Silbersektor nur etwa ein Drittel so viele Unternehmen umfasst wie der Goldmarkt, konzentriert sich mehr Kapital auf weniger Gesellschaften. Das schafft Spielraum für neue Bohrungen, größere Ressourcen und schnelleres Wachstum. Beginnt hier die nächste Aufwärtswelle?
Der Silbermarkt erreicht einen Wendepunkt
Silberaktien haben bereits zwei wichtige Marken genommen: Der SIL gewann mehr als 20 Prozent und stieg über seinen 200-Tage-Durchschnitt. Gleichzeitig fließen Milliarden in einen vergleichsweise kleinen Sektor. Diese Verbindung aus steigenden Kursen und wachsendem Kapital könnte den Unternehmen neuen Spielraum für ihre Projekte verschaffen.
Noch fehlt Krauth die vollständige Bestätigung durch Silber und Gold. Genau deshalb bleibt die aktuelle Phase so spannend. Welche Produzenten und Explorationsunternehmen aus seiner Sicht besonders gut für einen möglichen Bullenmarkt aufgestellt sind, analysiert er im wöchentlich erscheinenden Börsenbrief „Der Silber Investor“. Dort verbindet er die Entwicklung des Silbermarktes mit konkreten Analysen ausgewählter Silberminen-Aktien.
