Goldproduzenten feiern Rekordmargen – jetzt könnte die zweite Reihe folgen

Schulden machen Gold zur Systemwette
Für Star-Investor Michael Gentile liegt das größte Marktrisiko nicht bei der nächsten Inflationszahl. Er nennt die Schulden der westlichen Industriestaaten das Grundproblem. Die USA näherten sich 40 Billionen US-Dollar. Bei einer Refinanzierung zu 5 Prozent könnten die jährlichen Zinskosten nach seiner Rechnung rund 2 Billionen US-Dollar erreichen.
Einen schmerzfreien Ausweg gebe es nicht, warnt der Mitgründer von Bastion Asset Management. Wachstum allein reiche nicht, Sparprogramme seien politisch kaum durchsetzbar. Damit bleibe vor allem eine Strategie: Zinsen begrenzen, Geld schaffen und Schulden durch Inflation entwerten. Genau hier beginnt Gentiles Goldthese.
Die Zinsfalle verändert den Goldmarkt
Viele Anleger behandelten Gold noch immer wie eine Zinswette: Steigende Zinsen bedeuteten fallendes Gold. Gentile hält das für zu kurz gedacht. Entscheidend sei nicht eine einzelne Rede der US-Notenbank, sondern das Vertrauen in Papierwährungen und die Frage, wie lange hohe Zinsen bei wachsender Schuldenlast durchgehalten werden könnten.
Sein stärkstes Bild ist simpel: Gold werde nicht beliebig gedruckt, Währungen schon. Papiergeld verliere deshalb Kaufkraft. Obwohl Zentralbanken Gold kauften, sei das Interesse vieler Privatanleger weiterhin gering. Eine Umschichtung könnte vor allem jenen Teil des Marktes treffen, der bisher kaum mitgelaufen ist.

Junior-Minen warten auf ihre Neubewertung
Große Produzenten wie Newmont, Barrick, Agnico Eagle und Kinross hätten bereits profitiert. Gentile rechnet bei 4.500 US-Dollar Goldpreis und etwa 2.000 US-Dollar Gesamtkosten mit Margen um 2.500 US-Dollar je Unze. Beim vorherigen Goldhoch seien es nur rund 500 US-Dollar gewesen. Der Gewinnhebel wäre enorm.
Kleine Entwickler und Explorer würden trotzdem ähnlich bewertet wie im vergangenen Zyklus. Zugleich schrumpfen die Reserven großer Produzenten ohne neue Lagerstätten. Gentile sieht darin den Motor für Übernahmen. Die Käufe von Rupert Resources und G2 Goldfields zu jeweils rund 500 US-Dollar je Unze seien für ihn das Startsignal: Für Qualität zahlt der Markt bereits deutlich mehr.
Volatilität wird zur Prüfung für Anleger
Die Chance hat ihren Preis. Gentile beschreibt Junior-Mining-Aktien als schwierigste Skipiste und nicht als Casino. Von 2.000 bis 3.000 Gesellschaften weltweit würden vielleicht 30 bis 50 jemals eine Mine entwickeln. Selbst in seinem intensiv geprüften Portfolio rechne er nur bei 20 bis 30 Prozent mit Erfolg. Diversifikation wird damit zur Überlebensregel.
Sein Rat: Vor dem Kauf müssen Investmentthese, fairer Wert und Ausstiegsplan feststehen. Fällt eine überzeugende Aktie um 10 Prozent, kann das eine Kaufchance sein. Steigt der Markt dagegen senkrecht, wartet Gentile. Wer nur der Stimmung folgt, kauft teuer und verkauft in Panik.
Gentile bringt seine Favoriten nach Europa
Für Gentile spricht vieles dafür, dass Gold und ausgewählte Minenaktien vor einer weiteren starken Phase stehen. Während große Produzenten bereits hohe Gewinne erzielen, sieht er besonders bei gut geführten Junior-Mining-Unternehmen erhebliches Aufholpotenzial. Entscheidend seien starke Projekte, erfahrene Managementteams und eine klare Strategie.
Wer Michael Gentile persönlich kennenlernen und ausgewählte Unternehmen aus seinem Portfolio entdecken möchte, kann sich noch für die Veranstaltungen am 21. Oktober in Frankfurt oder am 23. Oktober in München anmelden. Dort können Anleger Gentiles Investmentansatz aus erster Hand kennenlernen und direkt mit den Managementteams der vorgestellten Rohstoffunternehmen sprechen.
