Goldfunde sorgen für neue Dynamik: Dieser Explorer plant jetzt deutlich größer!

Goldprojekt nimmt neue Dimensionen an
Ursprünglich sollte die geplante Mine täglich 10.000 bis 12.000 Tonnen Gestein verarbeiten. Inzwischen richtet Sonoro Gold die Planung laut MacLeod auf 16.000 Tonnen aus. Die Anlage könnte später sogar auf 21.000 Tonnen pro Tag erweitert werden. Damit würde Cerro Caliche deutlich größer als zunächst vorgesehen.
Grundlage dafür ist eine überarbeitete Umweltverträglichkeitserklärung, die sogenannte MIA. Sonoro habe sie erstmals im Februar 2025 eingereicht und stimme weitere Anpassungen mit der mexikanischen Umweltbehörde SEMARNAT ab. Parallel aktualisiere das Unternehmen ökologische, technische und geotechnische Studien, um die verschärften Umweltvorgaben zu erfüllen oder zu übertreffen.
Bohrungen verbinden zwei geplante Tagebaue
Die ersten 10.000 Meter des insgesamt 50.000 Meter umfassenden Bohrprogramms konzentrierten sich auf die bereits geplanten Tagebaubereiche im Westen. Dabei habe Sonoro Gold auch die bislang kaum untersuchte Zone zwischen El Colorado, Cabeza Blanca und Buena Suerte getestet. Das Ergebnis könnte die bisherige Planung grundlegend verändern.
Nach Angaben von MacLeod wurde zwischen zwei getrennt geplanten Gruben eine durchgehende Mineralisierung nachgewiesen. Beide Bereiche könnten sich deshalb zu einem größeren Tagebau verbinden lassen. Weitere Bohrungen rund 300 bis 400 Meter westlich hätten zudem eine zusätzliche mineralisierte Zone identifiziert. Das bekannte Vorkommen endet offenbar nicht an den bisherigen Grenzen.

Neue Goldgehalte erhöhen das Potenzial
Besonders große Erwartungen setzt Sonoro Gold auf die nördliche Erweiterung des Projekts. Dort meldete das Unternehmen unter anderem 29 Meter mit 2,6 Gramm Gold je Tonne, 32 Meter mit 1,8 Gramm sowie 47 Meter mit 1,6 Gramm. Die Mineralisierung liege oberflächennah und sei oxidisch – wichtige Voraussetzungen für einen Tagebau mit vergleichsweise einfacher Haufenlaugung.
MacLeod zufolge könnten die durchschnittlichen Goldgehalte im Norden höher ausfallen als in den bislang geplanten Gruben. Gleichzeitig sieht das Unternehmen Potenzial für höhergradige Zonen in größerer Tiefe. Ein zweites Bohrgerät soll außerdem das östliche Gebiet Acuñalandia untersuchen, für das bereits historische Bohr- und Probendaten vorliegen.
Genehmigung wird zum entscheidenden Auslöser
Der hohe Goldpreis habe Sonoro ermöglicht, frisches Kapital für die Bohrungen aufzunehmen und zusätzliche Konzessionen zu erwerben. Das Unternehmen sei bis zum Jahresende finanziert, erklärte MacLeod. Sobald die MIA-Genehmigung vorliege, solle die Finanzierung des Minenbaus in den Mittelpunkt rücken.
Eine frühe Produktion wäre für Sonoro doppelt wichtig: Sie könnte Einnahmen schaffen und die Abhängigkeit von weiteren Kapitalaufnahmen verringern. Bis dahin will das Unternehmen weiterbohren und mehrere mögliche Abbaugebiete entwickeln. Genau darin liegt die Wette: Jede neue Unze kann das Projekt vergrößern, doch erst die Umweltgenehmigung öffnet den Weg zur Mine.

2027 soll die jahrelange Geduld belohnen
MacLeod richtet den Blick bereits auf 2027. Dann könnten Aktionäre nach seiner Einschätzung erstmals spürbar von der Entwicklung profitieren. Auch das Management stehe unter Druck: Dessen durchschnittlicher Einstandskurs liege bei rund 25 bis 26 kanadischen Cent je Aktie und damit über dem aktuellen Niveau.
Die zentrale Erkenntnis lautet deshalb: Cerro Caliche ist heute größer und geologisch aussichtsreicher als zu Beginn der Genehmigungsverfahren. Neue Bohrtreffer allein machen jedoch noch keine Mine. Entscheidend sind die Zustimmung der Umweltbehörde, die Finanzierung des Baus und der Schritt in die Produktion. Erst dann wird sich zeigen, ob aus jahrelanger Geduld tatsächlich ein profitables Goldprojekt wird.
