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Das geheime Geschäft der Banken: 1,4 Billionen US-Dollar im Schatten

Hinter den Bilanzen der größten US-Banken wächst ein kaum sichtbares Geschäft: 1,4 Billionen US-Dollar flossen bis Ende 2025 an Schattenbanken. Die US-Behörde (FDIC), die Bankeinlagen schützt und Banken überwacht, schaut nun genauer hin. Denn noch wirkt alles stabil. Doch im Stressfall könnte diese stille Verbindung zum nächsten großen Risiko werden.

Ein Geschäft wächst extrem schnell

Laut dem FDIC Risk Review 2026 sind Kredite an Schattenbanken seit der Finanzkrise 2008/2009 das am schnellsten wachsende Kreditsegment der US-Banken. Von 2010 bis Ende 2025 stiegen diese Kredite im Schnitt um 22,7 Prozent pro Jahr. Das ist mehr als dreimal so schnell wie das nächststärkste Kreditsegment.

Allein 2025 legten diese Kredite um 35,2 Prozent zu. Ein Teil davon liegt an neuen Meldevorschriften, weil Banken bestimmte Kredite nun anders einordnen müssen. Trotzdem bleibt die Zahl gewaltig: Ende 2025 hatten US-Banken 1,4 Billionen US-Dollar an Schattenbanken verliehen.

Vergleich der Wachstumsraten verschiedener Bankkreditkategorien von 2010 bis 2025. Originalquelle: FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) (Frei mit KI übersetzt.)

Warum das für normale Bankkunden wichtig ist

Schattenbanken nehmen keine klassischen Kundeneinlagen an wie eine Sparkasse oder Geschäftsbank. Dazu gehören zum Beispiel private Kreditfonds, Hypothekenfinanzierer, Versicherer, Private-Equity-Fonds und Firmen, die Kredite bündeln und weiterverkaufen. Sie sind tief mit dem Finanzmarkt verbunden.

Das Problem: Wenn Banken diesen Firmen sehr viel Geld leihen, hängt ihr eigenes Risiko stärker an deren Geschäften. Läuft alles gut, verdienen Banken daran. Kippt der Markt, können Verluste und Geldbedarf schnell zurück zu den Banken wandern. Genau auf diese Verbindung schaut die FDIC jetzt genauer.

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Vor allem Großbanken sind betroffen

Das Risiko liegt nicht gleichmäßig im Bankensystem. Ende 2025 hielten Banken mit mehr als 100 Milliarden US-Dollar Bilanzsumme 86 Prozent aller Kredite an Schattenbanken. Nur zehn große Banken hielten laut FDIC rund 66 Prozent des gesamten Bestands.

Bei den größten Banken ist die Entwicklung besonders deutlich. Institute mit mehr als 250 Milliarden US-Dollar Vermögen hatten 2010 nur 1,2 Prozent ihrer Kredite an Schattenbanken vergeben. Ende 2025 waren es 15,6 Prozent. Im Verhältnis zu ihrem Kapital stieg der Wert von 6,3 Prozent auf 76,4 Prozent.

Kreditkonzentration von NDFI-Darlehen nach Bankgröße, 2010–2025. FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) (Frei mit KI übersetzt.)

Was hinter diesen Krediten steckt

Seit 2024 müssen große Banken genauer melden, an welche Arten von Schattenbanken sie Geld verleihen. Dadurch wird sichtbarer, wohin die Kredite fließen. Im vierten Quartal 2025 gingen etwa 57 Prozent dieser Kredite an Firmen, die selbst Kredite im Bereich Hypotheken, Unternehmen oder Verbraucher vermitteln.

Weitere rund 25 Prozent entfielen auf Private-Equity-Fonds. Das sind Investoren, die Firmen kaufen, umbauen oder finanzieren. Andere Kredite gingen an Versicherer, Investmentfirmen oder spezielle Finanzvehikel. Kurz gesagt: Banken finanzieren immer stärker Firmen, die wiederum andere Finanzgeschäfte finanzieren.

Noch wirken die Kredite solide

Die FDIC sagt auch: Aktuell sieht die direkte Kreditqualität gut aus. Im vierten Quartal 2025 lag die Quote problematischer Kredite an Schattenbanken bei nur 0,15 Prozent. Bei normalen Unternehmens- und Industriekrediten lag sie mit 1,39 Prozent deutlich höher.

Das heißt: Die FDIC behauptet nicht, dass diese Kredite bereits massenhaft ausfallen. Die Warnung ist feiner. Sie betrifft die Frage, was passiert, wenn Märkte fallen, Sicherheiten weniger wert sind und viele Finanzfirmen gleichzeitig Geld brauchen.

Der Stress kann plötzlich kommen

In einer Krise könnten Schattenbanken gezwungen sein, Vermögenswerte zu verkaufen. Dazu zählen zum Beispiel Kredite, Wertpapiere oder andere Finanzanlagen. Wenn viele Marktteilnehmer gleichzeitig verkaufen müssen, fallen die Preise. Dann verlieren auch die Sicherheiten an Wert, die Banken für ihre Kredite akzeptiert haben.

Genau hier sehen Marktbeobachter ein Klumpenrisiko. Denn die Kredite an Schattenbanken liegen laut FDIC vor allem bei wenigen großen Instituten. Gerät dieser Markt unter Druck, trifft es also nicht gleichmäßig das ganze Bankensystem. Der Stress konzentriert sich dort, wo ohnehin schon die größten Summen liegen.

Zusätzlich könnten Schattenbanken ihre Kreditlinien bei Banken ziehen. Eine Kreditlinie ist wie ein zugesagter Geldrahmen: Das Geld liegt nicht immer sofort auf dem Konto, kann aber bei Bedarf abgerufen werden. Wenn viele Firmen gleichzeitig Geld abrufen, steigt der Druck auf die Banken. Aus einem Problem bei Schattenbanken kann so schnell ein Liquiditätsproblem bei Großbanken werden.

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