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125 Milliarden in 5 Tagen! US-Notenbank dreht heimlich am Geldhahn

Analyst Florian Grummes spricht von einer verdeckten Rettungsaktion der Federal Reserve. Binnen weniger Tage hat die US-Notenbank 125 Milliarden Dollar ins Bankensystem gepumpt, fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. Für Grummes ist das kein Zufall, sondern ein klares Zeichen, dass die Spannungen im Kreditmarkt zunehmen und die Fed erneut auf expansive Maßnahmen setzt, um Schlimmeres zu verhindern.

Gold und Silber unter Druck

Nach neuen Allzeithochs von 4.380 US-Dollar für Gold und 54,46 US-Dollar für Silber setzten starke Kursrückgänge ein. Gold fiel bis auf 3.886 US-Dollar und bewegt sich seither seitwärts um die Marke von 4.000 US-Dollar. Eine nachhaltige Erholung blieb bislang aus. Auch Silber verlor deutlich, während die Marktteilnehmer nach einer neuen Richtung suchen. Parallel dazu beobachtet Grummes eine angespannte Gesamtlage: Der längste Regierungsstillstand der USA verstärke die Unsicherheit, während die Aktienmärkte in der Breite Schwäche zeigten. Nur wenige große KI-Titel stützten die Indizes noch. Auch Bitcoin geriet unter Druck und ringe um die Marke von 100.000 US-Dollar.

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Die stille Geldflut der Federal Reserve

Grummes weist darauf hin, dass die Federal Reserve innerhalb von fünf Tagen 125 Milliarden US-Dollar über kurzfristige Repo-Geschäfte in das US-Bankensystem eingespeist habe. Am 31. Oktober allein seien 29,4 Milliarden US-Dollar geflossen. Offiziell solle dies der Stabilisierung dienen, indem Banken Staatsanleihen gegen Bargeld tauschen, um Engpässe zu vermeiden.

Tatsächlich interpretiert Grummes diese Maßnahmen als Zeichen einer strukturellen Dollar-Liquiditätskrise. Kommentatoren sprächen bereits von einem "stealth easing", einer verdeckten Lockerung der Geldpolitik. Die Zinssenkung um ein Viertelprozentpunkt auf 3,75 bis 4,00 Prozent und das Ende der quantitativen Straffung seien klare Hinweise auf eine Rückkehr zu expansiver Geldpolitik.

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Ursachen im globalen Finanzsystem

Nach Einschätzung von Grummes liegt das Problem tiefer. Das US-Finanzministerium habe seine Abhängigkeit von kurzfristiger Finanzierung stark erhöht, wodurch dem System Liquidität entzogen werde. Banken, Fonds und internationale Investoren hielten sich mit Käufen kurzfristiger US-Schuldtitel zurück, da die gestiegenen Renditen das Vertrauen erschütterten. Analysten warnten, ein "Moment der Abrechnung" könne bevorstehen - jener Punkt, an dem Investoren den Märkten das Vertrauen entzögen oder die Fed dauerhaft als Käufer letzter Instanz auftreten müsse. Der jüngste Repo-Schub sei daher weniger eine Krisenmaßnahme als vielmehr ein Versuch, einen Systembruch zu verhindern.

Zwischen Realwerten und Geldillusion

Grummes betont die wachsende Diskrepanz zwischen realen Vermögenswerten und der scheinbar unbegrenzten Geldschöpfung. Die weltweit geförderte Goldmenge von rund 187.000 Tonnen und geschätzte 57.000 Tonnen in der Erde stünden einer grenzenlos wachsenden Fed-Bilanzsumme gegenüber. Dies verdeutliche die Grenzen des Vertrauens in Papiergeldsysteme.

Wie viel Gold ist noch zu fördern? ©Visual Capitalist2025

Stabilisierung mit Fragezeichen

Nach der heftigen Korrektur habe sich der Verkaufsdruck bei Gold und Silber etwas abgeschwächt. Die Stimmung am Markt sei bereinigt, eine Basis für Erholungen könne sich bilden. Laut Grummes bleibe der langfristige Bullenmarkt bei Edelmetallen intakt, auch wenn kurzfristig noch Rückschläge drohten.

Beim Silber könnte sich eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation bilden. Ein Ausbruch über 49,30 US-Dollar würde laut Grummes ein technisches Erholungssignal liefern, mit einem möglichen Ziel bei etwa 53 US-Dollar. Sollte der Goldpreis die Zone zwischen 4.045 und 4.060 US-Dollar überwinden, könne die begonnene Erholung an Fahrt gewinnen. Kurse um 4.200 US-Dollar seien dann denkbar. Grummes betont jedoch, dass diese Entwicklung noch nicht gesichert sei und eine weitere Abwärtswelle jederzeit folgen könne. Eine nachhaltige Trendwende erwartet er frühestens ab Mitte Dezember.

Silber in US-Dollar, Tageschart vom 06. November 2025. ©Gold.de

Basierend auf der Analyse von Florian Grummes
Quelle: Gold.de
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